Warchały () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Jedwabno (1938 bis 1945 Gedwangen) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg).

Geographische Lage Warchały liegt am Nordufer des Jezioro Wachałdzkie (Warchaller See) in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 32 Kilometer nordöstlich der Stadt Nidzica (Neidenburg) bzw. 14 Kilometer von der jetzigen Kreismetropole Szczytno (). mini|links|Warchały am Jezioro Warchałdzkie

Geschichte mini|Dorfstraße in Warchały Das kleine seinerzeit Sawasa genannte Dorf wurde im Jahre 1572 gegründet und hieß nach 1574 Warchalle bzw. nach 1871 Warschallen.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Warchallen 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Jedwabno eingegliedert, der – 1938 in „Amtsbezirk Gedwangen“ umbenannt – bis 1945 bestand und zum ostpreußischen Kreis Neidenburg gehörte.Rolf Jehke, Amtsbezirk Jedwabno/Gedwangen

Im Jahre 1910 waren in Warchallen 201 Einwohner registriert. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 184 und belief sich 1939 noch auf 155.

In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen – und mit ihm Warchallen – an Polen überstellt. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Warchały“ und ist heute mit dem Sitz eines SchulzenamtesUrząd Gminy Jedwabno: Sołectwa (polnisch) (polnisch Sołectwo) eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Jedwabno (1938 bis 1945 Gedwangen) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Warchallen in die evangelische Kirche Neuhof (Kreis Neidenburg)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 495 (polnisch Nowy Dwór) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union bzw. in die römisch-katholische Pfarrei JedwabnoKreis Neidenburg bei der AGOFF im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Warchallen evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Jedwabno in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem katholischerseits zur Kirche St. Adalbert in Nowy Dwór im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr mini|links|Ortsdurchfahrt Warchały der Landesstraße 58 Straßen Warchały liegt an der verkehrsreichen polnischen Landesstraße 58, die von Olsztynek (Hohenstein) über Szczytno (Ortelsburg) und Pisz (Johannisburg) bis nach Szczuczyn in der Woiwodschaft Masowien führt. Mit den Nachbarorten Witowo (Ittowen, 1927 bis 1945 Gittau) und Witówko (Ittowken, 1938 bis 1945 Ittau) ist Warchały durch Nebenstraßen verbunden.

Schiene Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Weblinks

Historische Aufnahmen aus Warchallen: Bildarchiv Ostpreußen Bildarchiv Kreisgemeinschaft Neidenburg

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1572 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Jedwabno