Langschlag ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Grafenschlag im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Der Ort liegt auf etwa 760 Metern Seehöhe südlich von Grafenschlag westlich der Bundesstraße Grafenschlag–Lugendorf am Langschlägerbach und ist ein typisches Längsangerdorf. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Bis Anfang 1886 war Langschlag eine eigenständige Gemeinde.
Geschichte Der Ort wurde am 25. Oktober 1321 erstmals in einem Kaufbrief (Heinrich III von Lonsdorf verkaufte die Gült für das Gebiet der Ortschaften Langschlag, Biberschlag, Gürtelberg, Spielberg, Kleingöttfritz und Kaltenbach an Alber(o) von Streitwiesen)Niederösterreichisches Landesarchiv, Signatur: StA Urk 0131. urkundlich als „Langenslage“ erwähnt. Der Name weist auf eine weit ausgedehnte Waldschlägerung hin. Er gehörte ursprünglich zur Herrschaft Pöggstall, kam dann zur Herrschaft Ottenschlag und schließlich zur Herrschaft Rappottenstein.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit vierzehn Häusern genannt, das nach Sallingberg eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rappottenstein besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Rappottenstein und Ottenschlag.
Nach der Entstehung der Ortsgemeinden 1849 war der Ort eine eigenständige Gemeinde und umfasste noch die Katastralgemeinden Lugendorf, Armschlag und HeubachLGBL. NÖ. 2. Abt. Nr. 1/1855 2. Beilage 2. Abt., Seite 496, 1886 wurde der Hauptort der Gemeinde nach LugendorfLGBL. NÖ. Nr. 005/1886 verlegt und Langschlag verblieb als einfacher Gemeindeteil in dieser.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Langschlag zwei Sägewerke, ein Schmied und einige Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938, S. 335 (PDF).
Nach der Eingemeindung von Lugendorf zu Sallingberg am 1. Jänner 1968 war der Ort kurz ein Teil der Gemeinde SallingbergLGBL. NÖ. Nr. 468/1967 und wurde mit 1. Jänner 1970 durch Umgemeindung ein Teil der Gemeinde GrafenschlagLGBL. NÖ. Nr. 360/1969. Er gehörte bis 1. Jänner 1936 zur Pfarre Sallingberg und kam dann bereits schon zur Pfarre Grafenschlag.
1906 erhielt das Dorf nördlich des Ortskerns eine Haltestelle an der Bahnstrecke Schwarzenau–Martinsberg-Gutenbrunn, hier existiert seit 2014 das „Kleinste Museum des Waldviertels“ – klemuwa.
Sehenswürdigkeiten Ortskapelle von 1977
Literatur
Weblinks
https://www.klemuwa.at/
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Grafenschlag) Kategorie:Ort im Bezirk Zwettl Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Zwettl Kategorie:Ersterwähnung 1321 Kategorie:Gemeindeauflösung 1886