Manfred Schober (* 28. Dezember 1941 in Liegnitz, Schlesien) ist ein deutscher Heimatforscher und ehemaliger Leiter des Heimatmuseums in Sebnitz.

Leben In der Nachkriegszeit kam Manfred Schober als Kind mit seiner Familie nach Sebnitz. Bereits als 15-Jähriger engagierte er sich ehrenamtlich für das Sebnitzer Heimatmuseum. Nach einer Lehre zum Buchdrucker arbeitete er einige Jahre in einer Buchdruckerei. Von 1972 bis 2004 leitete er das Sebnitzer Kunstblumen- und Heimatmuseum „Prof. Alfred Meiche“. In den ersten Jahren während seiner Tätigkeit als Museumsleiter absolvierte er ein Fernstudium der Volkskunde an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wirken Während seiner Zeit als Museumsdirektor integrierte er wichtige Sammlungen ins Museum, u. a. die Nachlässe des Sebnitzer Heimatforschers Alfred Meiche und des Gründers der Hohnsteiner Kasperpuppenbühne Max Jacob, Originalschriften des Sächsischen-Schweiz-Erschließers Wilhelm Leberecht Götzinger und Werke von Hanns Georgi und Ilse Ohnesorge.

Als Heimatforscher veröffentlicht Schober zahlreiche Bücher zur Geschichte von Sebnitz und Umgebung. 2003 erschien sein bisher bekanntestes Werk, Sebnitz: aus der Geschichte einer sächsischen Stadt an der Grenze zwischen Elbsandstein und Oberlausitzer Bergland, das seit Götzingers Chronik von 1786 die erste ausführliche Abhandlung von Sebnitz’ Geschichte ist.

Auszeichnungen 2017 ist Schober zum Ehrenbürger der Stadt Sebnitz ernannt worden. Diese Auszeichnung wurde zuvor 1979 das letzte Mal vergeben. Außerdem ist er Ehrenmitglied im Landesverein Sächsischer Heimatschutz.https://www.saechsischer-heimatschutz.de/auszeichnung-ehrungen.html

Veröffentlichungen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Volkskundler Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin Kategorie:Heimatforscher (Sachsen) Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Person (Sebnitz) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann