Buchhausen ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Buchhausen liegt in der Gemarkung Raitenbuch.

Geographische Lage Der Weiler liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 4,5 km südwestlich von Hohenfels auf ca. . Durch den Ort führt die Kreisstraße NM 34. Circa 50 m nördlich verläuft die Bundesautobahn 3; die nächste Auffahrt ist die AS 95 Beratzhausen im Südosten.

Geschichte Erstmals erscheint Buchhausen 1373 in der Herrschaft Hohenfels.Jehle, S. 66 Im Lehenbuch des Bayernherzogs Otto aus der Mitte des 15. Jahrhunderts erscheinen Lehen in Buchhausen.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 154–156 Nach dem Salbuch der Herrschaft Hohenfels von 1494/1500 unterstanden ihr gerichtlich vier Hofraiten in „Puechhausen“.Jehle, S. 298 Um 1600 ist der Ort als „Buechhausen“ im Kartenwerk von Christoph Vogel verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 502 Bei vier Anwesen blieb es jahrhundertelang. Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Buchhausen, unter der hohen Gerichtsbarkeit des oberpfälzischen Amtes Hohenfels stehend, aus einem dem Amt lehenbaren Dreiviertelhof, zwei Viertelhöfen und einem Achtelhof; letzterer und einer der beiden Viertelhöfe gehörten der Hofmark Raitenbuch.Jehle, S. 490, 511

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Raitenbuch im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) aus zwölf Orten gebildet, unter ihnen der Weiler Buchhausen.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die gleichnamige Ruralgemeinde mit nunmehr sieben Orten, darunter wiederum Buchhausen.Jehle, S. 544 Diese wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist Buchhausen ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 28 Einwohner, 3 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 163 1838: 40 „Seelen“, 8 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 27 Einwohner, 10 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1871: 32 Einwohner, 13 Gebäude, an Großviehbestand 1873 2 Pferde, 31 Stück Rindvieh 1900: 24 Einwohner, 5 Wohngebäude 1925: 33 Einwohner, 4 Wohngebäude 1950: 30 Einwohner, 4 Wohngebäude 1970: 31 Einwohner 1987: 19 Einwohner, 4 Wohngebäude, 4 Wohnungen

In Richtung Autobahn befindet sich ein Solarpark.

Kirchliche Verhältnisse Buchhausen gehörte seit altersher (so um 1600) zur katholischen Pfarrei Pfraundorf im Bistum Regensburg und in späterer Zeit zu deren Expositur Oberpfraundorf.Frank/Paulus, S. 504Lipf, S. 295 Dorthin gingen die Kinder im 19. Jahrhundert 4 km weit in die katholische Schule, um 1925 3,5 km weit nach Raitenbuch in die katholische Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1373