Effersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Effersdorf liegt in der Gemarkung Großbissendorf.

Geographische Lage Effersdorf liegt im oberpfälzischen Jura der südlichen Frankenalb auf ca. in der östlichen Ausbuchtung eines Hügelzuges, der sich bis ca. erhebt. 500 m nördlich verläuft die Grenze des Truppenübungsplatzes Hohenfels.

Die Einöde ist über eine Gemeindeverbindungsstraße vom nordöstlich gelegenen Großbissendorf her zu erreichen. In Großbissendorf besteht Anschluss an die Staatsstraße 2234 und die Kreisstraße NM 34.

Geschichte Mittelalterlich ist die Abschnittsbefestigung Effersdorf.

Die Ansiedlung ist im Kartenwerk von ca. 1600 von Christoph Vogel als „Efersdorf“ im Amt Hohenfels vermerkt.Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 489, 495 1622 erscheint sie als „Euersdorff“ im Urbar der Herrschaft Hohenfels.Jehle, S. 298 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde aus einem Halbhof, auf dem der Untertan Förstl saß.Jehle, S. 490

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Großbissendorf im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gebildet. Zu diesem gehörten die zwei Dörfer Großbissendorf und Großmittersdorf sowie die Einöden Albertshof, Effersdorf, Harras, Nainhof und Oedenthurn.Jehle, S. 532 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden daraus die Ruralgemeinden Großbissendorf und Großmittersdorf, wobei Effersdorf zu Großbissendorf gehörte.Jehle, S. 542 1830 wurden beide Gemeinden zur neuen Gemeinde Großbissendorf vereinigtJehle, S. 550. Diese wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist Effersdorf ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl 1830: 5 EinwohnerKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 163 1838: 10 „Seelen“, 1 Haus in „Efersdorf“Joseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 294 1861: 9 Einwohner, 3 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871: 11 Einwohner, 4 Gebäude; Großviehbestand 1873: 10 Stück Rindvieh 1900: 8 Einwohner, 1 Wohngebäude 1925: 10 Einwohner, 1 Wohngebäude 1950: 9 Einwohner, 1 Wohngebäude 1970: 5 Einwohner 1987: 3 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnung Gegenwärtig ist ebenfalls nur eine Hausnummer vergeben. 2013 wurde die Hofstelle in einem 1. Bauabschnitt neu errichtet.Website des Architekten Oliver Trump

Kirchliche Verhältnisse Effersdorf ist bereits um 1600 als zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg gehörend verzeichnet.Frank/Paulus, S. 503 Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert 1,5 km weit nach Großbissendorf in die katholische Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1600