mini|hochkant|Die Hofkapelle im Jahr 2018
Harrhof ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Harrhof liegt in der Gemarkung Großbissendorf.
Geographische Lage Harrhof liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 200 m nordwestlich von Hohenfels auf ca. . Die Einöde ist über eine in ihr endende Gemeindeverbindungsstraße von Hohenfels her zu erreichen.
Geschichte Um 1600 ist der Hof unter der Bezeichnung „Haar“ und zum Amt Hohenfels gehörend im Kartenwerk von Christoph Vogel verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 489, 495, 503 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde aus einem Dreiviertelhof unter dem oberpfälzischen Amt Hohenfels.Jehle, S. 489
Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Großbissendorf im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gebildet. Zu diesem gehörten die zwei Dörfer Großbissendorf und Großmittersdorf sowie die Einöden Albertshof, Effersdorf, Harras, Nainhof und Oedenthurn.Jehle, S. 532
Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden daraus die Ruralgemeinden Großbissendorf und Großmittersdorf. Großbissendorf umfasste die zehn Orte Großbissendorf, Effersdorf, Fichten, Harras, Harrhof, Kleinbissendorf, Loch, Oedenthurn, Pillmannsricht und Stallhof. Die Gemeinde Großmittersdorf hatte nur die drei Orte Großmittersdorf, Albertshof und Nainhof.Jehle, S. 542 1830 wurden beide Gemeinden vereinigtJehle, S. 550 und im 20. Jahrhundert infolge der Bildung des Heeresgutsbezirks ab 1938 und durch die Bildung der Gemeinde Nainhof-Hohenfels im Jahr 1949 sowie des Truppenübungsplatzes Hohenfels im Jahr 1951 verkleinert. Die Restgemeinde Großbissendorf mit nunmehr neun Gemeindeteilen wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist Harrhof ein Gemeindeteil von Hohenfels.
Gebäude- und Einwohnerzahl 1830: 9 Einwohner, 2 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 165 1838: „Harhof“, 11 „Seelen“, 1 HausJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 294 1861: „Haarhof“, 10 Einwohner, 5 Gebäude, SchuleJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871: 24 Einwohner, 7 Gebäude, Großviehbestand 1873: 16 Stück Rindvieh 1900: 19 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1925: 7 Einwohner, 1 Wohngebäude 1950: 13 Einwohner, 1 Wohngebäude 1970: 9 Einwohner 1987: 6 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnungen Auch heute ist der Harrhof ein einziges landwirtschaftliches Anwesen mit vier größeren Gebäuden.
Kirchliche Verhältnisse Harrhof gehörte bereits um 1600 zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 503 In den Pfarrort gingen die Kinder im 19./20. Jahrhundert zur katholischen Schule.
Baudenkmäler Das Wohnhaus des Harrhofes, ein Halbwalmdachbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, und die Hofkapelle Hl. Maria vom Anfang des 18. Jahrhunderts gelten als Baudenkmäler.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1600