Drosa ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, (Deutschland).
Geografie Wahrzeichen des Ortes ist der „Teufelskeller“, ein prähistorisches Großsteingrab (Ganggrab).
Geschichte 1844 lebten 418 Menschen in Drosa.Günther Hoppe: Domänen, Drescher und Kossaten. Köthen 1983, S. 30.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Drosa, Chörau, Diebzig, Dornbock, Zabitz, Elsnigk, Großpaschleben, Kleinpaschleben, Libbesdorf, Micheln, Osternienburg, Reppichau, Trinum und Wulfen zur Einheitsgemeinde Osternienburger Land zusammen.StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg, zu der diese Gemeinden gehörten, aufgelöst.
Fundstellen Das Gebiet um Drosa ist reich an vorgeschichtlichen Bodendenkmälern, die entweder bereits untersucht oder auf Luftbildaufnahmen erkannt worden sind. Dazu gehören:
Gräberfelder der Bronzezeit teilweise noch undatierte Kreisgrabenanlagen eine Siedlung und ein Gräberfeld der Eisenzeit eine Grubenreihe nahe Drosa
In der Gemarkung liegt auch die Megalithanlage Großsteingrab Drosa genannt „Teufelskeller“. Bei der Erweiterung der Kiesabbaufläche südlich des Ortes wurde 2001 am Südende des Küsterberges eine kleine aber doppelte Steinkiste (Ostkammer 37 × 30 cm: Westkammer 75 × 55 cm) in einem Kreisgraben von etwa 6 m Durchmesser gefunden.
Politik Ortschaftsrat Als Ortschaft der Einheitsgemeinde Osternienburger Land übernimmt ein so genannter Ortschaftsrat die Wahrnehmung der speziellen Interessen des Ortes innerhalb bzw. gegenüber den Gemeindegremien. Er wird aus fünf Mitgliedern gebildet.
Bürgermeister Als weiteres ortsgebundenes Organ fungiert der Ortsbürgermeister, dieses Amt wird zur Zeit von Johannes Heber wahrgenommen.
Wappen Blasonierung: „In Blau ein silbernes, schwarz konturiertes Hünengrab.“
Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.
Flagge
Die Flagge weiß - blau (1:1) gestreift und das Wappen ist mittig auf die Flagge aufgelegt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Sport Die SG Drosa e. V. betreibt die Sportarten Tennis, Fußball, Kegeln und Tanzen.
Regelmäßige Veranstaltungen „Kinder- und Heimatfest“ (Ende Juni)
"Traditionelles Ringreiten" (immer Sonntag vor Pfingsten)
Persönlichkeiten Andreas Cramer (1809–1885), Lehrer und Politiker Herbert Niemann (1935–1991), erster Judo-Europameister aus der DDR
Verkehr Die Bahnstrecke Magdeburg–Halle verläuft am Rande der Gemarkung. Nächster Bahnhof ist Wulfen (Anhalt), nur etwa einen Kilometer östlich des Ortszentrums von Drosa gelegen.
Einzelnachweise
Literatur A. Siegl: Ein neues Steinkistengrab der Saalemündungsgruppe bei Drosa. In: Archäologie in Sachsen-Anhalt. Halle 1.2002,02. S. 144 ff
Weblinks
Großsteingrab Bruchberg bei Drosa Rätselhafte Grubenreihe: Bei Ausgrabungen nahe Drosa wurden überraschende Funde gemacht, Mitteldeutsche Zeitung, 13. Juni 2020
Kategorie:Ortsteil von Osternienburger Land Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) Kategorie:Gemeindeauflösung 2010