Markstetten ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern und eine Gemarkung. Markstetten war eine ehemalige Gemeinde im Landkreis Parsberg.

Geographie Lage Das Dorf liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 1 km südlich des Tales des Forellenbaches und des Truppenübungsplatzes Hohenfels auf ca. . Durch den Ort führt die Kreisstraße NM 32, die von Effenricht herkommt und im Tal des Forellenbaches in die Staatsstraße 2234 einmündet. Eine Gemeindeverbindungsstraße, die in Markstetten von der Kreisstraße in Richtung Süden abzweigt, führt nach Kleinmittersdorf.

Gemarkung Die Gemarkung Markstetten hat eine Fläche von 14,733 km² und ist in 821 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 17945,65 m² haben. In der Gemarkung liegen die Gemeindeteile Ammelacker, Ammelhof, Baumühle, Blechmühle, Effenricht, Friesmühle, Fuchsmühle, Gunzenhof, Holzheim, Kleinmittersdorf, Lauf, Markstetten, Schönheim und Unterwahrberg.

Geschichte 1212 erscheint ein Hof zu Markstetten im Besitz des Regensburger Schottenklosters St. Jakob; mit der Vogtei gehörte er zum Landsassensitz Kallmünz.Jehle, S. 305, 453 1459 ist Markstetten ein Lehengut des Pfalzgrafen Johann.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 154 f. 1542/44 wurde in einem Vertrag zwischen Alter und Junger Pfalz festgehalten, das Markstetten mit der Mühle Baumgarten (heute Baumühle) hochgerichtlich der Kurpfalz und niedergerichtlich Pfalz-Neuburg untergeordnet ist.Jehle, S. 306 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Markstetten aus 11 Anwesen, nämlich einem Halbhof, 8 „Gütln“, 2 „Häusln“ und dem gemeindlichen Hirtenhaus.Jehle, S. 511

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten im Landgericht Burglengenfeld gebildet und 1814 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben.Volkert, S. 169 Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Fuchsmühle, Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534

Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden daraus die Ruralgemeinden Markstetten und Haasla; die Gemeinde Markstetten bestand aus den Dörfern Markstetten mit der Baumühle, Effenricht, Holzheim und Kleinmittersdorf, den Weilern Gunzenhof und Unterwahrberg sowie den Einöden Ammelacker, Ammelhof, Friesmühle, Fuchsmühle, Schönheim und Winklmühle.Jehle, S. 542 1830 wurde die Gemeinde Haasla mit ihren Orten Haasla, Lauf, Höfla und Blechmühle wieder zur Gemeinde Markstetten gelegt. 1949 gingen Haasla und Höfla allerdings in der Gemeinde Nainhof-Hohenfels auf; sie sind heute Wüstungen im Truppenübungsplatz.Jehle, S. 518, 553 f. Die Restgemeinde Markstetten wurde mit ihren 15 Gemeindeteilen zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.

Gebäude- und Einwohnerzahl des Ortes Markstetten im Jahr 1838: 110 „Seelen“, 21 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 103 Einwohner, 33 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 84 Einwohner, 26 Gebäude, an Großviehbestand 1873 2 Pferde, 83 Stück Rindvieh 1900: 88 Einwohner, 19 Wohngebäude 1925: 109 Einwohner, 18 Wohngebäude 1950: 100 Einwohner, 18 Wohngebäude 1987: 115 Einwohner, 34 Wohngebäude, 41 Wohnungen

Die Gemeinde Markstetten umfasste 1861: 499 Einwohner, 168 Gebäude (17 Orte) 1871: 473 Einwohner (471 Katholiken, 2 Protestanten), 151 Gebäude, 78 Wohngebäude (17 Orte) 1900: 435 Einwohner (433 Katholiken, 2 Protestanten), 76 Wohngebäude (17 Orte) 1925: 492 Einwohner, 69 Wohngebäude (17 Orte) 1950: 358 Einwohner, 56 Wohngebäude (15 Orte)

Kirchliche Verhältnisse Der Ort Markstetten gehörte zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg.Lipf, S. 295 Jehle, S. 288 Die Kinder des Ortes Markstetten gingen im 19./20. Jahrhundert 3,5 km weit in die katholische Schule des Pfarrortes. – Die Kapelle „Franz von Assisi“ in der Ortsmitte von Markstetten wurde 2001/02 erbaut. Die Protestanten gehörten um 1950 zum evangelisch-lutherischen exponierten Vikariat Parsberg.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Ersterwähnung 1212 Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz