Lauf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Lauf liegt in der Gemarkung Markstetten.
Geographische Lage Lauf liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb links im Tal des Forellenbaches auf ca. unmittelbar am südlichen Rand des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Man erreicht den Weiler über einen Anliegerweg, die von der im Tal des Forellenbaches verlaufenden Staatsstraße 2234 abgeht.
Geschichte In einer Treueverpflichtung der Hohenfelser gegenüber dem Hochstift Regensburg vom 13. Dezember 1299 ist Lauf, historisch auch „Lauff/Lawff“ genannt, als Mühle erstmals erwähnt. Um 1312 im Besitz des Klosters Pielenhofen, unterstand Lauf, wie 1366 urkundlich erwähnt wird, der nunmehr nicht mehr in Abhängigkeit zum Bischof von Regensburg stehenden Herrschaft Hohenfels der Hohenfelser, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts in den Dienst der bayerischen Herzöge getreten waren und 1375 ihre Feste an Pfalzgraf Ruprecht veräußerten.Jehle, S. 66, 291–293 1459 hatte Pfalzgraf Johann das Hammerwerk Lauf als Lehengut.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 155 1523/24 hieß der Hammermeister Wolf(gang) Sauerzapf d. Ä.Volkert, S. 168 Im Dreißigjährigen Krieg war der Hammer wohl wegen Zerstörung nicht in Betrieb.Jehle, S. 300 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Lauf aus zwei Anwesen, nämlich dem Eisenhammer der Freiherren von Geyer zu Lauf und einem Hirtenhäusl.Jehle, S. 498
Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1814 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Fuchsmühle, Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534
Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden daraus die Ruralgemeinden Markstetten und Haasla; die Gemeinde Haasla bestand aus den Orten Haasla, Höfla, Blechmühle und Lauf.Jehle, S. 542 1830 wurden beide Gemeinden zur Gemeinde Markstetten vereinigt, der wiederum Lauf als Weiler mit Kirche angehörte.Jehle, S. 554 Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.
Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 30 Einwohner, 5 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 166 1838: 37 „Seelen“, 5 Häuser, Hammergut, KapelleJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 57 Einwohner, 11 Gebäude, 1 Kirche, SchlossJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 48 Einwohner, 10 Gebäude; Großviehbestand 1873: 2 Pferde, 20 Stück Rindvieh 1900: 33 Einwohner, 7 Wohngebäude 1925: 25 Einwohner, 6 Wohngebäude 1950: 37 Einwohner, 5 Wohngebäude 1987: 18 Einwohner, 6 Wohngebäude, 7 Wohnungen Heute sind 12 Hausnummern vergeben.
Kirchliche Verhältnisse Lauf gehörte zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg.Lipf, S. 295 Jehle, S. 288 Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert dorthin 6 km weit zur katholischen Schule.
Baudenkmäler Maria-Hilf-Kapelle, Anfang 18. Jahrhundert Haus Nr. 1, 2, ehemaliges Schloss, Wohnhaus aus dem 17./18. Jahrhundert sowie das Wirtschaftsgebäude mit PutzbänderungSixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 148
Siehe auch Hammerwerk Lauf
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1299