Unterwahrberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Unterwahrberg liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Unterwahrberg liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. in der östlichen Ausbuchtung eines Hügelzuges, der sich bis erhebt. Man erreicht die Einöde über eine Gemeindeverbindungsstraße vom südlich gelegenen Beratzhausener Gemeindeteil Oberpfraundorf her. Sie führt weiter zu den Kallmünzer Gemeindeteilen Oberwahrberg und Dinau, wo sie in die Staatsstraße 2041 einmündet.

Geschichte Unterwahrberg unterstand dem kurpfälzischen Pflegamt Hohenfels. 1411 hatte hier Pfalzgraf Johann Lehengüter.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 155 1435 heißt die Ansiedelung in einer Urkunde „Nietern Wartperg“.Die Oberpfalz 41 (1953), S. 168 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde aus einem Viertelhof und einem öden Widengütl von der Größe eines Achtelhofes.Jehle, S. 491

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1814 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Fuchsmühle, Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534

Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Markstetten, der wiederum Unterwahrberg angehörte.Jehle, S. 543, 554 Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Am 1. Januar 1983 wurde Unterwahrberg in den Markt Beratzhausen, Landkreis Regensburg, umgegliedert; ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes vom 7. November 1984 erklärte jedoch die Umgliederung für nichtig.Bayern in Zahlen, Heft 7, Jahrgang 1985, S. 166 Seitdem ist Unterwahrberg endgültig ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 17 Einwohner, 3 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 169 1838: 24 „Seelen“, 3 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 296 1861: 16 Einwohner, 5 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1871: 20 Einwohner, 6 Gebäude; Großviehbestand 1873: 24 Stück Rindvieh 1900: 21 Einwohner, 3 Wohngebäude 1925: 16 Einwohner, 2 Wohngebäude 1950: 16 Einwohner, 2 Wohngebäude 1987: 11 Einwohner, 2 Wohngebäude, 3 Wohnungen Es ist nur eine Hausnummer vergeben. Hier hat ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen seinen Sitz.

Kirchliche Verhältnisse Unterwahrberg gehörte zur katholischen Pfarrei (Ober-)Pfraundorf und dort zur Nebenkirche St. Jakob in Unterpfraundorf im Bistum Regensburg.Lipf, S. 296 Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert 2 km weit zur katholischen Schule in der Expositur Oberpfraundorf. Heute bilden Beratzhausen und Oberpfraundorf eine Pfarreiengemeinschaft.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1411