August Friedrich Martin Brüning (* 17. April 1874 in Vienenburg; † 1941Literarisches Zentralblatt für Deutschland, Band 92, 1941, S. 833.) war ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer, der als außerordentlicher Universitätsprofessor für Chirurgie und Orthopädie an der Universität Gießen tätig war.

Leben Er war der Sohn des Verkehrsinspektors Rudolf Brüning und wurde in Vienenburg im nördlichen Harzvorland geboren. Seine Mutter war Auguste geborene Jaeger. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er an den Universitäten in Halle und München. Danach wurde er Assistent am Pathologischen Institut in Halle, später wechselte er dort in die Chirurgie und zuletzt an die Chirurgische Klinik nach Gießen. An der dortigen Universität war er als außerordentlicher Professor von 1912 bis 1939 tätig. Brüning war Mitglied des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten. Kurz vor seiner Emeritierung trat August Brüning zum 1. April 1936 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 3.775.272).Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/4170360Sigrid Oehler-Klein (Hg.): Die Medizinische Fakultät der Universität Giessen: Medizinische Fakultät der Universität Giessen im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Personen und Institutionen, Umbrüche und Kontinuitäten, Stuttgart 2007, Steiner, S. 67, 614.

Der Architekt Hans Meyer errichtete ihm 1922 eine Professorenvilla.

Familie August Brüning heiratete 1907 Auguste, die Tochter des Professors der Zoologie Johann Wilhelm Spengel. Aus der Ehe gingen die Kinder Rudolph, Wilhelm, Annemarie, Helmut, Walther und Herta hervor.

Literatur Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s? X. Ausgabe, Berlin 1935, S. 209.

Einzelnachweise

Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1874 Kategorie:Gestorben 1941 Kategorie:Mann