Schönheim ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Schönheim liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Die Einöde liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. ca. 500 m südlich des Forellenbaches. Nordwestlich erhebt sich der Pfaffenberg auf . Man erreicht Schönheim über eine Gemeindeverbindungsstraße, die von der Kreisstraße NM 32 in nördliche Richtung abzweigt und weiter zur Fuchsmühle im Tal des Forellenbachs führt und dort in die Staatsstraße 2234 und die Kreisstraße NM 33 einmündet. Auch vom ehemaligen Gemeindesitz Markstetten aus führt eine Straße nach Schönheim.

Geschichte Die 1286 erstmals erwähnte Einöde unterstand dem kurpfälzischen Pflegamt Hohenfels. Im Urbar dieses Amtes von 1400/10 ist die Einöde als „Sundheim die Widern“ aufgeführt; 1567 heißt die Einöde im Urbar „Widen Schonheim“. Jehle, S. 301 Im Kartenwerk von Christoph Vogel von ca. 1600 ist der Ort als „Widen“ verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus: Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig (Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, 6). Kollersried 2016, S. 491, 496, 503 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde aus einem Viertelhof.Jehle, S. 491

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1814 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Fuchsmühle, Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534

Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Markstetten, der wiederum Schönheim angehörte.Jehle, S. 554 Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.

Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 1 Familie, 1 HausKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 168 1838: 10 „Seelen“, 1 HausJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 3 Einwohner, 2 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 3 Einwohner, 2 Gebäude; Großviehbestand 1873: 6 Stück Rindvieh 1900: 4 Einwohner, 1 Wohngebäude 1925: 4 Einwohner, 1 Wohngebäude 1950: 5 Einwohner, 1 Wohngebäude 1987: 11 Einwohner, 2 Wohngebäude, 3 Wohnungen

Heute ist nur eine Hausnummer vergeben.

Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert 2 km weit zur katholischen Schule in Dinau.

Kirchliche Verhältnisse Schönheim gehörte seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 503Jehle, S. 287 f.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1286