Kleinmittersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Kleimittersdorf liegt in der Gemarkung Markstetten.
Geographische Lage Kleinmittersdorf liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. . Man erreicht den Weiler über eine Gemeindeverbindungsstraße, die von der Kreisstraße NM 32 in südöstliche Richtung abzweigt und weiter nach Dinau im Landkreis Regensburg nördlich der Staatsstraße 2041 führt.
Geschichte Kleinmittersdorf unterstand dem kurpfälzischen Pflegamt Hohenfels. Im Urbar dieses Amtes von ca. 1500 ist „Vndern Muterstorff“ mit zwei Anwesen aufgeführt.Jehle, S. 300 1468 erscheinen Lehengüter des Pfalzgrafen Johann zu Kleinmittersdorf.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 154 f. Im Kartenwerk von Christoph Vogel von ca. 1600 ist der Ort als „Mietersdorf“ verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus: Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig (Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, 6). Kollersried 2016, S. 490, 503 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, umfasste der Weiler fünf Anwesen (das größte ein Halbhof) und das Gemeindehirtenhaus.Jehle, S. 491
Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1814 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Fuchsmühle, Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534
Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Markstetten, der wiederum Kleinmittersdorf angehörte.Jehle, S. 554 Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.
Gebäude- und Einwohnerzahl: 1838: 41 „Seelen“, 6 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 37 Einwohner, 14 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 32 Einwohner, 12 Gebäude; Großviehbestand 1873: 14 Stück Rindvieh 1900: 32 Einwohner, 5 Wohngebäude 1925: 38 Einwohner, 5 Wohngebäude 1950: 33 Einwohner, 5 Wohngebäude 1987: 18 Einwohner, 5 Wohngebäude, 6 Wohnungen Heute sind sieben Hausnummern vergeben, fünf Anwesen sind bewohnt.
Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert 2 km weit zur katholischen Schule in Dinau. mini|Die Marienkapelle von Kleinmittersdorf
Kirchliche Verhältnisse Kleinmittersdorf gehörte seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 503 Am südlichen Ortseingang steht eine Marienkapelle, ein neugotischer Saalbau von ca. 1850 mit halbrunder Apsis und mit Glockendachreiter; sie ist in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Hohenfels (Oberpfalz)#Kleinmittersdorf.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz