Johann Joseph Schmitz (Schreibung auch Johan Joseph Schmitz, * 19. April 1784 in Hannover; † nach Dezember 1816) war ein deutscher Zeichner und Maler.

Leben Johann Joseph Schmitz erlernte die Anfänge seiner Künste bei seinem Vater in Hannover, bevor er zu seiner weiteren Ausbildung nach Amsterdam zog. Dort wurde er Schüler des Malers Benjamin Wolff.Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten aus dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc. Band 15, Verlag von E. A. Fleischmann, München 1845, S. 374.

Schmitz schuf in den Niederlanden zunächst hauptsächlich Bildnisse und historische Darstellungen, dann insbesondere Landschaften und Ansichten. Er wurde so erfolgreich,Georg Troescher: Kunst- und Künstlerwanderungen in Mitteleuropa, 800–1800. Beiträge zur Kenntnis des deutsch-französisch-niederländischen Kunstaustauschs, Bd. 1: Deutsche Kunst und Künstler in der französischen und in der niederländischen Kunst. Verlag für Kunst und Wissenschaft, Baden-Baden 1953, S. 377; Vorschau bei Google Books. dass er von der niederländischen Regierung auf die seinerzeit zu Niederländisch-Indien zählende Insel Java gesandt wurde, wo er „die wichtigsten Punkte“ zeichnen sollte. Mit diesem Auftrag versehen, stach Schmitz im Dezember 1816 mit der Fregatte Hoop en Fortuin in See, die von 1816 bis 1819 eine Expedition nach Kanton in China unternahm.Peter de Bode (Bearb.): Hoop en Fortuin fregat (vorheen Reigersbos). In ders.: Tresoor der zee- en landreizen III, beredeneerd register op de werken der Linschoten-Vereeniging, LI-C. Walburg Pers, Zutphen 2007, ISBN 978-90-5730-466-8, S. 327 Vorschau bei Google Books. Das Schiff war ursprünglich 1803 als Reigersbos unter niederländischer Flagge in Dienst gegangen, s. Reigersbos – ID 8811 in der Stichting Maritiem-Historische Databank.

Über Schmitz weiterer Verbleib ist nichts bekannt, ebenso sind keinerlei Kunstwerke von ihm bekannt.

Ein Porträt des Künstlers schuf der Amsterdamer Zeichner und Kupferstecher Hendrik Willem Caspari.Biographisch Woordenboek der Nederlanden. Band 17, 1, Haarlem 1874, S. 369. Davon ist kein Exemplar in einer Sammlung nachweisbar.

Literatur Schmitz, Johan Joseph. In: Roeland van den Eynden, Adriaan van der Willigen: Geschiedenis der vaderlandsche schilderkunst, sedert de helft der XVIII eeuw. Band 3, Loosjes, Haarlem 1820, S. 254–255 (). Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten aus dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc. Band 15, Verlag von E. A. Fleischmann, München 1845, S. 374 (Digitalisat). Biographisch Woordenboek der Nederlanden. Band 17, 1, Haarlem 1874, S. 369 (Digitalisat).

Weblinks Johann Joseph Schmitz in der Datenbank des RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis

Anmerkungen

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