Blechmühle ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Blechmühle liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Die Einöde liegt von Hohenfels aus etwa 1,6 km flussabwärts am linken Ufer des Forellenbaches, der in östlicher Richtung der Vils zufließt. Von der Staatsstraße 2234 zweigt eine Straße, die über den Forellenbach führt, zur Blechmühle ab.

Geschichte Die Mühle unterstand dem kurpfälzischen Pflegamt Hohenfels. Im Zinsbuch des Amtes von 1523 ist sie als neu errichtet genannt.Jehle, S. 298 Im Kartenwerk von Christoph Vogel von ca. 1600 ist das Anwesen als „Blechhamer/Blechhamermühl“ verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus: Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig (Regensburger Beiträge zur Heimatforschung, 6). Kollersried 2016, S. 7, 14 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, hatte die Blechmühle die Größe eines Halbhofes.Jehle, S. 488

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1811 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf sowie die Einöden Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Blechmühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534

Mit dem zweiten Gemeindeedikt wurde der Steuerdistrikt in zwei Ruralgemeinden, nämlich Markstetten und Haasla, umgewandelt. Letztere bestand nur aus dem Dorf Haasla, dem Weiler Lauf sowie den Einöden Höfla und Blechmühle und wurde 1830 mit Gemeinde Markstetten vereinigt.Jehle, S. 542, 553 f. Diese wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist die Einöde Blechmühle ein amtlich benannter Ortsteil von Hohenfels.

Die Mühle war eine Getreidemühle und ein Sägebetrieb. Sie wurde von zwei oberschlächtigen Wasserrädern von je 3,3 m Durchmesser angetrieben. Der Mahlbetrieb wurde 1920 aufgegeben. 1922 wurden die Wasserräder durch eine Turbine zur Stromgewinnung ersetzt.Kurt Romstöck (Text) und Alfons Dürr (Zeichnungen): Die Mühlen im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. . Neumarkt i. d. Opf. 2004, S. 118

Gebäude- und Einwohnerzahl: 1830: 7 EinwohnerKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 162 f. 1838: 10 „Seelen“, 1 Haus, 1 KapelleJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838, S. 294 1861: 10 Einwohner, 5 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 11 Einwohner, 4 Gebäude; Großviehbestand 1873: 2 Pferde, 11 Stück Rindvieh 1900: 11 Einwohner, 1 Wohngebäude 1925: 1 unbewohntes Wohngebäude 1950: 8 Einwohner, 1 Wohngebäude 1987: 3 Einwohner, 1 Wohnhaus, 1 Wohnung Heute sind zwei Hausnummern im Gemeindeteil Blechmühle vergeben. Im größeren Anwesen werden Welshponys gezüchtet.Website des Gestüts

Kirchliche Verhältnisse Blechmühle gehörte seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 21Jehle, S. 288 Dorthin gingen die Kinder auch zur Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz