Sebastian Tessenow (* 1985 in Altdöbern. Abgerufen am 6. Juni 2020.Sebastian Tessenow . Vita und Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 6. Juni 2020.) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Sebastian Tessenow, in der Nähe von Cottbus geboren, wuchs in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) auf.Michael-Georg Müller: Warum Schauspieler Sebastian Tessenow am liebsten Klassiker spielt. In: Westdeutsche Zeitung vom 19. April 2019. Abgerufen am 6. Juni 2020. Angeregt durch seinen Vater, der Ballett und Folklore tanzte, begeisterte sich Tessenow zunächst für den Tanzsport und war in seiner Jugend bis zum Abitur nahezu jedes Wochenende auf Tanzturnieren unterwegs. Sein Interesse an der Schauspielerei wurde erstmals durch die Theater-AG an seiner Schule geweckt.

Nach einem zunächst nicht erfolgreichen Vorsprechen während der Abiturvorbereitungen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock studierte er von 2006 bis 2010 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig.Sebastian Tessenow. Vita bei Wortpecker.de. Abgerufen am 6. Juni 2020.

Tessenow war zunächst Mitglied des Schauspielstudios am Theater Chemnitz. Dort trat er u. a. in Macbeth, in Jean-Paul Sartres Die schmutzigen Hände sowie als Valentin im Urfaust auf. Zur Spielzeit 2010/11 ging Sebastian Tessenow an das Schauspiel Essen. 2012 kehrte er an das Theater Chemnitz zurück, wo er unter anderem als Peter Munk in Shirin Khodadadians Inszenierung von Das kalte Herz und als Aaron in der Uraufführung von Das Weiß an den Rändern der Nacht (Regie: Alexandra Wilke) zu sehen war. Er arbeitete dort außerdem mit Dieter Boyer, Nuran David Calis und Enrico Lübbe zusammen.

Von 2013 bis 2016 war Sebastian Tessenow festes Ensemblemitglied am Schauspiel Leipzig. Er trat dort u. a. als Alwa in Lulu (Regie: Nuran David Calis), als Leander in Grillparzers Des Meeres und der Liebe Wellen (Regie: Mateja Koležnik), als Ferdinand in Kabale und Liebe (Regie: Georg Schmiedleitner), in Heiner Müllers Wolokolamsker Chaussee I–V (Regie: Philipp Preuss) und in der Titelrolle von Baal (Regie: Nuran David Calis) auf. In der Spielzeit 2016/17 war Tessenow weiterhin als Gast am Schauspiel Leipzig engagiert.

Ab der Spielzeit 2016/17 war Sebastian Tessenow festes Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses. In der Spielzeit 2019/20 spielte er dort den Herzog Suffolk in Henry VI & Margaretha di Napoli (nach William Shakespeare von Tom Lanoye, Regie: David Bösch). Außerdem spielte er in der Theatersaison 2023/24 den Woyzeck (Regie: Luise Voigt) und Biff in Tod eines Handlungsreisenden (Regie: Robert Gerloff). In seinen Bühnenrollen zeichnet sich Tessenow insbesondere durch sein „körperintensives Spiel“ aus. Außerdem stand er in Düsseldorf in den von André Kaczmarczyk entwickelten Liederabenden »Boys don’t cry and girls just want to have fun« und »I build my time« auf der Bühne. Nach der Spielzeit 2025/26 verließ Tessenow das Ensemble des Düsseldorfer Schauspielhauses.

Tessenow wirkte außerdem in Kurzfilmen sowie in einigen Fernsehproduktionen mit.

Zu seinen Freizeitbeschäftigungen gehören Spaziergänge und Wanderungen in der Natur. Privat engagierte sich Tessenow gemeinsam mit seinem Düsseldorfer Schauspielkollegen Florian Lange mit der Teilnahme an der „Mongol Rally“ für ein SOS-Kinderdorf in Darchan in der Mongolei.Mit dem Fiat-Panda in die Mongolei. In: Westdeutsche Zeitung vom 10. Juli 2019. Abgerufen am 6. Juni 2020.Weltreise für den guten Zweck Mit dem alten Panda in die Mongolei. In: EXPRESS vom 13. August 2019. Abgerufen am 6. Juni 2020.

Tessenow lebt in Düsseldorf.

Rollen am Düsseldorfer Schauspielhaus (Auswahl) 2017: Arthur Miller: Hexenjagd, Regie: Evgeny Titov (John Proctor, ein Bauer) 2017: nach Erich Kästner: Fabian oder Der Gang vor die Hunde, Regie: Bernadette Sonnenbichler (Stephan Labude u. a.) 2018: William Shakespeare: Der Kaufmann von Venedig, Regie: Roger Vontobel (Bassanio) 2019: William Shakespeare: Coriolan, Regie: Tilmann Köhler (Junius Brutus) 2019: nach William Shakespeare von Tom Lanoye: Henry VI und Margaretha di Napoli, Regie: David Bösch (Herzog Suffolk, Vertrauter Heinrichs) 2019: nach Michail Bulgakow: Hundeherz, Regie: Evgeny Titov (Doktor Iwan Arnoldowitsch Bormenthal) 2021: Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun?, Regie: Tilmann Köhler (Jachmann) 2021: Feridun Zaimoglu und Günter Senkel nach Richard Wagner: Das Rheingold. Eine andere Geschichte, Regie: Roger Vontobel (Donner) 2021: Tennessee Williams: Orpheus steigt herab, Regie: David Bösch (Val Xavier) 2021: William Shakespeare: Macbeth, Regie: Evgeny Titov (Than von Fife) 2022: Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter, Regie: Adrian Figueroa (Gottlieb Biedermann) 2023: Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame, Regie: Laura Linnenbaum (Der Arzt) 2023: Lea Ruckpaul: My Private Jesus, Regie: Bernadette Sonnenbichler (Albert, gen. Ali) 2023: Arthur Miller: Tod eines Handlungsreisenden, Regie: Robert Gerloff (Biff) 2024: Georg Büchner: Woyzeck, Regie: Luise Voigt (Woyzeck) 2024: Henrik Ibsen: Nora, Regie: Felix Krakau (Advokat Helmer) 2025: nach Boris Vian: Die Gischt der Tage, Regie: Bernadette Sonnenbichler (Colin) 2025: nach Oscar Wilde von André Kaczmarczyk: Die Märchen des Oscar Wilde erzählt im Zuchthaus zu Reading, Regie: André Kaczmarczyk (Carson, Anwalt der Gegenseite) 2025: Molière: Der Menschenfeind, Regie: Sebastian Baumgarten (Oronte) 2025: Eugène Ionesco: Die Nashörner, Regie: Selen Kara (Jean) 2026: nach Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe, Regie: Luise Voigt 2026: nach Michael Ende: Die unendliche Geschichte, Regie: Roger Vontobel (Gmork, ein Werwolf; Karl Konrad Koreander)

Filmografie (Auswahl) 2013: Das Kaninchenproblem (Kurzfilm) 2016: SOKO Leipzig: Mann ohne Gedächtnis (Fernsehserie, eine Folge) 2016: Fische (Kurzfilm) 2016: Tierärztin Dr. Mertens (Fernsehserie, eine Folge) 2018: Rentnercops: Ein Schuss, zwei Treffer (Fernsehserie, eine Folge) 2020: Heldt: Flug des Todes (Fernsehserie, eine Folge) 2022: WaPo Duisburg: Das dicke Ende (Fernsehserie, eine Folge) 2025: Friesland: Abdrift (Fernsehreihe)

Weblinks

Sebastian Tessenow – Vita (Schauspielhaus Düsseldorf) Sebastian Tessenow – Vita (Schauspiel Leipzig)

Einzelnachweise

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