mini|Werner Schnelle Foto von Bea Schnelle, 2005
Werner Schnelle (geboren 1942 in Wien, ÖsterreichAusstellung FOTOHOF 2018) ist ein österreichischer Fotograf.
Leben und Werk Werner Schnelle wurde 1942 in Wien geboren,Webarchiv: Begleittext zur Ausstellung im MdM Mönchsberg er lebt und arbeitet seit 1965 in Salzburg. Seit 1987 freischaffend als Fotograf tätig,[Kataloguomini illustri/donne superbe. Das Bildnis in der zeitgenössischen Kunst Österreichs, Österreichisches Kulturinstitut Belgrad, 2013] beschäftigt er sich künstlerisch in erster Linie mit speziellen fotografischen Techniken wie Sofortbildkamera,vgl. Karl Aigner, Maschinen des Sehens – Maschinen der Geschwindigkeit. Fragmente zu den Sofortbildern von W.S. In: Werner Schnelle: Großformatige Polaroid-Arbeiten 1982–1986. Salzburg: Selbstverlag Foto-, Chemi-Webarchiv: Begleittext zur Ausstellung im MdM Mönchsberg und Luminogramm,Kurt Kaindl, Alles, was sie sehen, ist Licht. Zur Fotografie von Werner Schnelle. In: Werner Schnelle: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2. S. 6 mit 'Optischen Arbeiten',Webarchiv: Begleittext zur Ausstellung im MdM Mönchsberg kamera- und negativloser Fotografie sowie in-Kamera-Negativen.Ausstellungsrezension Salzburger Nachrichten, 26. Jänner 2018 Schnelles Arbeiten entstehen hauptsächlich im StudioGudrun Weinzierl. Fotografieren ohne Kamera. in: Salzburger Nachrichten. 5. Dezember 2009. S. 15 und setzen sich medienreflexivMargit Zuckriegl, Die Spuren des Lichts. In: Werner Schnelle: Light Works 1999–2002. 2002. Salzburg: Selbstverlag mit dem Prozess des Fotografierens selbst auseinander und oft sind „fotografische Unikate“ das Ergebnis seiner künstlerischen Arbeit.
Die zentralen Elemente in der Arbeit von Werner Schnelle, die mit ihrer „Abstraktion eine singuläre Position innerhalb Österreichs bekleidet“,vgl. Gudrun Weinzierl, Fotokunst in Salzburg. In: Parnass. Kunstmagazin. Heft 4/2014. Wien: Parnass Verlag Ges.m.b.H. S. 86 sind stets das Medium Fotografie an sich, die Eigenschaften von Licht und Raum und von Bewegung und Zeit und die Spuren, die Gegenstände unter dem Einfluss der fotoimmanenten Prozesse im Bild hinterlassen.Webarchiv: Begleittext zur Ausstellung im MdM Mönchsberg Im Medium findet Werner Schnelle Fragen nach den immanenten Qualitäten und Charakteristika in fotografischen und fotoiden Prozessen.Margit Zuckriegl, Von der Tiefe der Bilder. In: Werner Schnelle: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2. S. 150 Das bildgenerierende Licht ist das Eigentliche, Unveränderliche, das Spuren und Zeichen im Raum hinterlässt.Margit Zuckriegl, Von der Tiefe der Bilder. In: Werner Schnelle: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2. S. 150 Alles andere als das Licht, das eine konstante Größe ist und Raum und Zeit wieder zu einem Ganzen verwebt, ist von den Betrachterinnen abhängig.vgl. Kurt Kaindl, Alles, was sie sehen, ist Licht. Zur Fotografie von Werner Schnelle. In: Werner Schnelle: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2. S. 7 Schon in der frühesten Publikation ist für Karl Aigner die „Historizität der Blicke“, wie er dieses Wechselspiel mit den Betrachtenden benennt, zentrales Thema der Sofortbild-Fotografie von Werner Schnelle: „Der Betrachter der Sofortbilder bzw. seine Prädispositionen rücken so in den Vordergrund, Bild und Betrachtung sind rezeptionsästhetisch in einem dialektischen Spiel aneinandergebunden.“Karl Aigner, Maschinen des Sehens – Maschinen der Geschwindigkeit. Fragmente zu den Sofortbildern von W.S. In: Werner Schnelle: Großformatige Polaroid-Arbeiten 1982–1986. Salzburg: Selbstverlag
Werner Schnelles Zugang zur Fotografie ist bewusst analog, er bindet sie dadurch an die Ursprünge des Mediums, und verweist auf eine Aneignung der Welt, die nur in der analogen Fotografie so existiert.Kurt Kaindl, Erkundungen in der Welt der analogen Fotografie. In: Werner Schnelle: Unikate. Analoge Fotoarbeiten. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902993-60-1, S. 7 Die analoge Fotografie liefert eine „Authentizität“ – etwa durch die Nichtveränderbarkeit der In-Kamera-Negativen nach dem Aufnahmeprozess –, aber auch eine „anhaltende Spannung“ durch Zufälle und Experimente, die die chemischen Prozesse ermöglichen.Werner Schnelle, Anmerkungen zur analogen Fotografie. In: Werner Schnelle: Unikate. Analoge Fotoarbeiten. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902993-60-1, S. 156
Kurt Kaindl verortet die Interessen von Werner Schnelles Fotografie, in der „Erkundung der apparativen, chemischen und optischen Grundlagen der Fotografie [und im] grundlegenden Interesse an Bildern und deren ästhetischen und poetischen Qualitäten, die erst im Betrachter zu einer gültigen Darstellung finden“.Kurt Kaindl, Alles, was sie sehen, ist Licht. Zur Fotografie von Werner Schnelle. In: Werner Schnelle: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2. S. 7
Margit Zuckriegl, die mehrfach Ausstellungen mit Schnelles Arbeiten kuratiert und Texte zu seinen Publikationen verfasst hat, sagt über Werner Schnelles Fotografie: „In den Fotografien von Werner Schnelle spiegelt sich immer der konzeptionelle Ansatz seiner Arbeiten wider. […] Schnelles fotografisches Oeuvre zeichnet sich durch einen experimentellen Charakter und eine konkrete Handschrift aus. Licht, Raum und Zeit bilden dabei die Konstanten in einem intensiven Schaffens-Prozess, der zwischen Versuch und Kalkül changiert.“Margit Zuckriegl. In: NöArt: Berg und Tal. Landschaftsdarstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. St. Pölten: NöArt. ISBN 978-3-9503446-8-4
80 Werke aus der „Fotokonzepte“ Serie von Werner Schnelle befinden sich in der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg.
Einzelausstellungen 2018 Unikate. Analoge Fotografien Fotohof, Salzburg 2015 ILIOS – Unikate Papier- und Filmnegative Galerie Jünger, Wien 2009/10 Werkschau „WERNER SCHNELLE – FOTOKONZEPTE“ – Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg/Salzburg„Schrift des Lichts“ in: Kronenzeitung. Ausgabe 7. November 2009, S. 43 2009 Aus der Dunkelkammer Galerie Jünger, Baden bei Wien 2008 LIGHT WORKS – Permanent Online Exhibition – www.luminous-lint.com – U.S.A.Luminous Lint, Online-Ausstellung Werner Schnelle 2007 KONKRETE FOTOGRAFIE Galerie der Stadt Salzburg, Museumspavillon 2005 WERNER SCHNELLE – FOTOGRAFIE Galerie Spectrum Linz 2009 Fotokonzepte MdM Mönchsberg, Museum der Moderne, SalzburgWebarchiv: Begleittext zur Ausstellung im MdM Mönchsberg 2002 LIGHT WORKS Galerie Faber, Wien 1997 STILLEBEN Galerie Faber, Wien 1986 GROSSFORMATIGE POLAROID-ARBEITEN FOTOHOF, Salzburg 1988 POLAROID ARBEITEN Städtische Galerie, Traun 1986 GROSSFORMATIGE POLAROID-ARBEITEN Galerie Faber, Wien 1984 POLAROID ARBEITEN Palais Liechtenstein, Feldkirch
Ausstellungsbeteiligungen 2019 BLACK AND WHITE Galerie Schloss Wiespach, Hallein 2019 MEISTERWERKE – 25 Jahre Galerie Jünger, Wien 2019 BILDER OHNE KAMERA. Fotogrammatische Werke aus der Sammlung Spallart Galerie Eboran Salzburg 2019 FOTO WIEN: KUNSTGESCHICHTEN Galerie Jünger, Wien 2018 NIGHTLINE Galerie Jünger, Wien 2016 EYES ON: ZWIEGESPRÄCHE Galerie Jünger, Wien 2016 Berg und Tal – Landschaftsdarstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler NöART – 9 Ausstellungsorte 2014 TRAILER Eröffnungsausstellung Galerie jünger, Wien 2014 SPECIAL SELECTION Galerie Jünger/Dependance, Bad Vöslau 2014 EYES ON: EXTENDED VERSIONS Galerie Jünger, Wien 2013 Structures Stadtgalerie Lehen, Salzburg 2013 DIE MAGIE DES OBJEKTS Museum der Moderne, Rupertinum, Salzburg 2013 UOMINI ILLUSTRI / DONNE SUPERBE – Das Bildnis in der zeitgenössischen Kunst Österreichs Österreichisches Kulturforum Belgrad 2013 GARTENKUNST/KUNSTGARTEN NöART Wanderausstellung, 9 Ausstellungsorte 2013 TRANSFER Galerie Jünger, Bad Vöslau 2013 FINAL CUT Galerie Jünger, Baden/Wien 2012 TAG – UND NACHTBILDER Museum der Moderne: Rupertinum, Salzburg 2011 UOMINI ILLUSTRI / DONNE SUPERBE – Das Bildnis in der zeitgenössischen Kunst Galerie Jünger, Baden/Wien 2010 Gartenkunst Galerie Jünger, Baden/Wien 2008 MÄNNER II Galerie Jünger, Baden/Wien 2007 LANDSCHAFT – 2 SAMMLUNGEN Kulturfabrik Hainburg 2006 KONKRETE FOTOGRAFIE Fotosymposium Gmunden 2005 LIGHT WORKS Galerie Jünger, Baden/Wien 2003 FOTOGRAMME Städtische Galerie Rosenheim/BRD 1997 STEICHEN / SCHNELLE – Edward Steichen Photogravures 1900–1927, Werner Schnelle – Stillife – Fotografien 1993–1996. Galerie Faber/Wien
Publikationen 2018: Unikate. Analoge Fotoarbeiten. herausgegeben von Kurt Kaindl. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902993-60-1 2009: Fotografien. Salzburg: FOTOHOF edition, ISBN 978-3-902675-26-2 2002: Light Works 1999–2002. Salzburg: Selbstverlag 1986: Großformatige Polaroid-Arbeiten 1982–1986 Salzburg: Selbstverlag
Weblinks Homepage des Künstlers Biografie auf der Homepage von Werner Schnelle Arbeiten von Werner Schnelle im FOTOHOF archiv online Interview mit Werner Schnelle Interviewfilm über Werner Schnelle vom FOTOHOF archiv
Einzelnachweise
Kategorie:Fotokünstler Kategorie:Fotograf (20. Jahrhundert) Kategorie:Fotograf (21. Jahrhundert) Kategorie:Fotograf (Salzburg) Kategorie:Fotograf (Wien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Mann