Effenricht ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Effenricht liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Der Weiler liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb ca. ca. 2,5 km südlich des Tales des Forellenbaches, der in östlicher Richtung der Vils zufließt. Effenricht liegt an der Kreisstraße NM 32.

Geschichte In einem Zinsbuch für die bayerische Herrschaft Hohenfels von 1400/10 erscheint der Ort als „Äfenrewt“, wohl im Sinne „Auf der Richt“.Jehle, S. 298 1434 verkaufte Ulrich Kemnather, Herr der Hofmark Lengenfeld, einen Eigenhof und zwei Sölden in Effenricht an Pfalzgraf Johann.Jehle, S. 461 1610 erscheint der Weiler als „Äffenrieth“.Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2003–2004, S. 33 Im Ausgang des Alten Reiches, um 1800, unterstand Affenricht mit neun Anwesen einschließlich dem gemeindlichen Hirtenhaus zur Gänze dem oberpfälzischen Pflegamt Hohenfels; Grundherr über einen Halbhof war jedoch das Kloster Pielenhofen.Jehle, S. 490

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1811 zum Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) gegeben. Zu diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Affenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf und die Einöden Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg.Jehle, S. 534 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 wurde daraus eine Ruralgemeinde. In ihr verblieb Affenricht – 1970 in Effenricht umbenanntAGRICOLA-Mitteilungsblatt, II/2016, o. P. – bis zur Gebietsreform in Bayern, als die Gemeinde Markstetten zum 1. Mai 1978 in den Markt Hohenfels und damit in den Landkreis Neumarkt i. d. Opf. eingemeindet wurde. Seitdem ist Effenricht ein amtlich benannter Gemeindeteil von Hohenfels.

Effenricht umfasste 1500: 8 AnwesenJehle, S. 298 1622: 7 „Mannschaften“Jehle, S. 298 1838: 49 Einwohner, 7 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838, S. 294 1861: 52 Einwohner, 18 Gebäude, 1 KircheJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 54 Einwohner, 20 Gebäude, 1 Kirche; Großviehbestand 1873: 4 Pferde, 57 Stück Rindvieh 1900: 42 Einwohner, 7 Wohngebäude 1925: 34 Einwohner, 8 Wohngebäude, 1 Kirche 1950: 49 Einwohner, 8 Wohngebäude, 1 Kirche 1987: 35 Einwohner, 7 Wohngebäude, 10 Wohnungen

Heute sind – mit der Kirche – elf Hausnummern vergeben.

Kirchliche Verhältnisse mini|St. Dionysius in Effenricht Effenricht gehört seit 1810 als Filiale St. Dionysius zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg; zuvor gehörte die Ansiedelung zur Pfarrei Kallmünz.Jehle, S. 287 f.Chur-Bayrisch-Geistlicher Calender. 5. Das Herzogthum Obern-Pfalz. München , S. 177 Nach Hohenfels gingen die Kinder im 19./20. Jahrhundert auch zur Schule. Die Filialkirche, eine Saalkirche mit Dachreiter, wurde um 1720 erbaut. Sie gilt als Baudenkmal.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 148

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz