Die Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz, (lat. Societas Sororum a Sancta Cruce), auch Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz im Werk der Heiligen Engel, dort kurz Kreuzschwestern genannt, ist ein 1966 in Österreich entstandener katholischer Frauenorden innerhalb des Engelwerkes. Dort bildet er den weiblichen Zweig des Kreuzordens, dessen männlicher Zweig die 1979 restaurierten Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz sind.Oswald Eggenberger: Kirchen, Sekten, Religionen: Religiöse Gemeinschaften, weltanschauliche Gruppierungen und Psycho-Organisationen im deutschen Sprachraum. Theologischer Verlag Zürich 2003, Seite 54. ISBN 978-3-290-17215-2Evangelische Informationsstelle Kirchen – Sekten – Religionen: Engelwerk (Organisation). Abruf am 21. Dezember 2019
Selbstdarstellung Die Ordensregel der Schwesternschaft wurde von Engelwerk-Gründerin Gabriele Bitterlich verfasst.Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz. ordensgemeinschaften.at, Abruf am 3. Juni 2020 Nach eigenen Angaben sollen die Liebe zur Anbetung, die Hilfe für die Priester durch ein verborgenes Dienen im Gebet und in der Tat (unabhängig von der übernommenen Aufgabe), die Liebe zum heiligen Kreuz im konkreten Alltag der Nachfolge Christi, eine innige Liebe zu Maria und zu den heiligen Engeln sowie der Einsatz für das Reich Gottes gemeinsam mit ihnen Wesensmerkmale der Gemeinschaft und ihrer Mitglieder sein.Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz: Berufungen. Abruf am 3. Juni 2020 Sie bezeichnet sich seit dem 25. April 2018 als Institut päpstlichen Rechts.
Geschichte 1966 ließ sich die erste Schwesterngemeinschaft des 1949 gegründeten Engelwerkes in Scheffau am Wilden Kaiser nieder. Sie erhielt ihre kirchliche Anerkennung am 26. Juni 1967 durch die Erzdiözese Salzburg. Am 20. April 1973 wurde die Gemeinschaft auch im Erzbistum Aparecida in Brasilien errichtet. 1990 gab eine 1989 dispensierte Nonne der Niederlassung in Anápolis (Brasilien), noch in psychiatrischer Behandlung, der Journalistin Margit Pieber ein kritisches Interview über die Gemeinschaft.Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, S. 82 f. ISBN 978-3-7013-0854-5 Das Engelwerk bezeichnete den Bericht als teilweise falsch.Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, Seite 97
2002 wurde die Gemeinschaft in der Diözese Innsbruck von Bischof Alois Kothgasser als Institutum Sororum a Sancta Cruce kanonisch errichtet und dem Männerorden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz innerhalb des Engelwerkes aggregiert. Generaloberin wurde Patricia Schmidt (Stand 2009). Sitz der Schwesternschaft in der Diözese ist die Burg St. Petersberg in Silz (Tirol).Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz auf Orden Online, Abruf 3. Juni 2020 Das Engelwerk einschließlich der Schwesternschaft wurde 2008 von Papst Benedikt XVI. anerkannt, wie 2010 bekannt wurde.Kongregation für die Glaubenslehre: Opus Angelorum. Website des Heiligen Stuhls vom 2. Oktober 2010 Die Entscheidung des Papstes wurde teilweise scharf kritisiert.
Niederlassungen Die Schwesterngemeinschaft führt neben den beiden Niederlassungen in Österreich, dem Mutterhaus in Silz (Tirol) und dem „Haus der Anbetung“ in Scheffau am Wilden Kaiser, noch Adressen in Schondorf am Ammersee (Bayern, Deutschland) und Flüeli-Ranft (Kanton Obwalden, Schweiz) an.Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz: Kontakt Abruf am 1. Juni 2020 Außerhalb des deutschen Sprachraums wurden Klöster in Italien, Brasilien, Mexiko, Portugal, Indien und auf den Philippinen sowie in Carrollton (Ohio), USA, genannt (Stand 2022).Schwesternschaft vom Heiligen Kreuz: Wo sind wir? Abruf am 2. Juni 2020Sisters of the Holy Cross: Societas Sororum a Sancta Cruce. Abruf am 23. Juni 2022 Die von Pfarrer Eduard Perrone in Detroit (USA) aufgenommene Niederlassung existiert seit 2015 nicht mehr. Opus Angelorum: About Us and Our Mission. Opus Sanctorum Angelorum, undatiert, Abruf am 23. Juni 2022, im Internet Archive
Personen Richard Pühringer CPPS (* 1953), Seelsorger der Schwesternschaft 2002Heiner Boberski: Von Engeln, Dämonen und einem Bischof aus St. Pölten Der Standard vom 16. Januar 2002 Patricia Schmidt, Generaloberin seit 2006 Maria Benigna (* 1965, bürgerlich Maria Viktoria Schlag), Generaloberin seit 2018Sr. Maria Viktoria Schlag zur neuen Generaloberin der Schwesternschaft vom Hl. Kreuz gewählt. Ordengemeinschaften Österreich, 3. Mai 2018Sisters of the Holy Cross: History. Abruf am 3. Juni 2020, englisch Maria Genofeva, Superiorin in Carrollton, Stand Juni 2022
Weblinks Societas Sororum a Sancta Cruce (offizielle Website)
Einzelnachweise
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