Ammelacker ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Ammelacker liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Der Weiler liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb an seinem nördlichsten Punkt ca. 1,5 km südlich des Tales des Forellenbaches, der in östlicher Richtung der Vils zufließt.

Von der Staatsstraße 2234 im Tal des Forellenbaches führt eine Gemeindeverbindungsstraße in südwestlicher Richtung über den Ammelhof nach Ammelacker und weiter nach Kleinmittersdorf, wo eine Gemeindeverbindungsstraße zur Kreisstraße NM 32 abzweigt. An dieser liegt der frühere Gemeindesitz Markstetten.

Geschichte Ammelacker unterstand der seit 1375 oberpfälzischen, ab 1620 bayerischen Herrschaft Hohenfels.Jehle, S. 288 In einem Zinsbuch für die Herrschaft Hohenfels von 1400/10 erscheint der Ort „Amernuelt“, wobei nicht geklärt ist, ob damit Ammelhof oder Ammelacker gemeint ist.Jehle, S. 298 Im Steuerbuch von 1766 des Amtes Hohenfels findet man Ammelacker zusammen mit Ammelhof unter Lauf und im Besitz des Hammerbesitzers Adam von Geyr.Jehle, S. 488

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Markstetten gebildet und 1811 zum Landgericht Parsberg gegeben. Diesem gehörten die drei Dörfer Markstetten, Effenricht und Haasla, der Weiler Kleinmittersdorf und die Einöden Ammelacker, Ammelhof, Höfla, Friesmühle, Baumühle, Lauf, Schönheim und Unterwahrberg an.Jehle, S. 534 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 wurde daraus eine Ruralgemeinde, die sich später in ihrem Ortsbestand noch veränderte.Jehle, S. 553 So wurde im Zuge der Bildung des Truppenübungsplatzes 1949 Haasla und Höfla von Markstetten getrennt und der der neu gebildeten Gemeinde Nainhof-Hohenfels zugeordnet; andere Orte kamen hinzu.Jehle, S. 553 f. Ammelacker blieb bis zur Gebietsreform in Bayern bei der Gemeinde Markstetten im Landkreis Parsberg, die zum 1. Mai 1978 in den Markt Hohenfels und damit in den Landkreis Neumarkt eingemeindet wurde.

Ammelacker umfasste 1827: 1 bewohntes HausRepertorium des topographischen Atlasblattes. Burglengenfeld. 1827, S. 3 1861: 9 Einwohner, 4 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 12 Einwohner, 4 Gebäude; Großviehbestand 1873: 12 Stück Rindvieh 1900: 14 Einwohner, 3 Wohngebäude 1925: 23 Einwohner, 3 Wohngebäude 1950: 14 Einwohner, 3 Wohngebäude 1987: 14 Einwohner, 3 Wohngebäude, 3 Wohnungen

Kirchliche Verhältnisse Die Ansiedelung gehörte seit altersher zur katholischen Pfarrei St. Ulrich in Hohenfels im Bistum Regensburg, die unter dem pfalz-neuburgischen Kurfürsten Ottheinrich vorübergehend (bis 1625) lutherisch war.Jehle, S. 287 f. Die Kinder gingen im 19./20. Jahrhundert 2 km weit zur katholischen Schule in Dinau.

Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten Ludwig Stiegler (* 1944), bayerischer SPD-Politiker, aufgewachsen in AmmelackerOnetz vom 8. April 2004

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz