mini|Gleason-Werk in Rochester Die Gleason Corporation ist ein US-amerikanischer Werkzeugmaschinenbauer. Gleason produziert Verzahnmaschinen sowie Verzahnungsmesssysteme und Spritzgusswerkzeuge für die Herstellung von Kunststoffzahnrädern.

Geschichte Im Jahr 1865 gründete William Gleason eine Maschinenfabrik in Rochester im US-Bundesstaat New York. Neun Jahre später, 1874, brachte Gleason seine erste eigene Kegelrad-Hobelmaschine auf den Markt. Die erste Niederlassung im Ausland wurde 1959 in Plymouth gegründet.Gleason: , abgerufen am 31. Mai 2020

Die Gleason-Werke zählten insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Vorreitern in der Getriebeentwicklung. Einer der wichtigsten und bekanntesten Mitarbeiter Gleasons war zu dieser Zeit Ernest Wildhaber, ein Schweizer Emigrant, der als Leiter der Forschungsabteilung und Technologieberater beschäftigt war. Wildhaber entwickelte unter anderem den Hypoidantrieb und die Wildhaber-Novikov-Verzahnung.gearsolutions.com: Why are Today’s Hypoids the Perfect Crossed-Axes Gear Pairs?, abgerufen am 31. Mai 2020Stephen P. Radzevich: Advances in Gear Design and Manufacture, S. 475 f. CRC Press, Boca Raton, ISBN 978-1-138-48473-3Hans Christoph von Seherr-Thoss: Die Entwicklung der Zahnrad-Technik: Zahnformen und Tragfähigkeitsberechnung, S. 248 f. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg, ISBN 978-3-642-92907-6

In Deutschland unterhält Gleason drei Produktionsstandorte in München, Ludwigsburg und Eisenbach. Diese wurden nach der Übernahme von Hurth Getriebe und Zahnräder aus München (1995), Pfauter aus Ludwigsburg (1997) und IMS Koepfer Cutting Tools aus Eisenbach (2014) in den Konzern integriert.Gleason: , abgerufen am 31. Mai 2020Gleason: , abgerufen am 31. Mai 2020Gleason: , abgerufen am 31. Mai 2020industrieanzeiger.industrie.de: Gleason-Pfauter: 100 Jahre in Deutschland, abgerufen am 31. Mai 2020 In der Schweiz produziert Gleason in Studen, Bleienbach und Dietikon. Die in Bubikon ansässige KISSsoft AG gehört ebenfalls zum Konzern. Sie erstellt die Getriebe-Auslegungssoftware KISSsoft.

Die Gleason Corporation war bis 1999 börsennotiert. Im Dezember 1999 wurde das Unternehmen durch das Management und den Private-Equity-Investor Vestar Capital Partners übernommen und anschließend von der Börse genommen.industrieanzeiger.industrie.de: Gleason taken private in first Vestar IV Deal, abgerufen am 31. Mai 2020

Siehe auch Liste von Werkzeugmaschinenbauern

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Werkzeugmaschinenhersteller Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Rochester, New York) Kategorie:Ehemals börsennotiertes Unternehmen (Vereinigte Staaten) Kategorie:Unternehmensgründung 1865