Solg ist ein Gemeindeteil der Stadt Münchberg im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Solg liegt in der Gemarkung Straas.
Geografie In der Ortsmitte des Dorfes entspringt die Oelschnitz. Die Friedenslinde, ebenfalls in der Ortsmitte, ist ein Naturdenkmal. Die Kreisstraße HO 21 führt nach Stammbach (3,5 km südwestlich) bzw. zur Anschlussstelle Münchberg-Süd der Bundesautobahn 9 (1,6 km östlich). Ein Anliegerweg führt nach Reba (0,8 km südlich).
Geschichte 1373 erwarb der Nürnberger Burggraf Friedrich V. den Ort. 1408 gab es in Solg laut einer Amtsbeschreibung des burggräflichen Amtes Münchberg 13 Güter und 2 Sölden.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 630.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Solg aus 11 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 6 Halbhöfe, 1 Dreisechstelhof, 1 Viertelhof, 2 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Das Kastenamt Münchberg war Grundherr sämtlicher Anwesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 436.
Von 1797 bis 1810 unterstand Solg dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Solg dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Straas und der zugleich entstanden Ruralgemeinde Straas zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 501f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Solg am 1. Juli 1972 nach Münchberg eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 6: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 51 57 57 134 104 140 95 90 85 70 71 61HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 12 15 14 14 13 14 15Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 347.
Religion Solg ist bis heute nach St. Peter und Paul (Münchberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Münchberg) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1373