St. Jakob in Haus ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Kitzbühel in Tirol (Österreich).

Geografie mini|Kitzbüheler Horn St. Jakob in Haus ist die kleinste Gemeinde des Bezirks Kitzbühel und liegt im Pillerseetal, das von Fieberbrunn abzweigt.

Gemeindegliederung Die fast zehn Quadratkilometer große Gemeinde umfasst neben dem kleinen Haufendorf mit der Dorfkirche mehrere Weiler, von denen Moosbach und Mühlau zu größeren Siedlungen herangewachsen sind. Dazu kommen noch zahlreiche Einzelhöfe in Streulage.

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Nachbargemeinden

Geschichte St. Jakob in Haus wurde 1308 mit der Bezeichnung „zue sant Jacob hintz Haus“ erstmals urkundlich erwähnt, das Gebiet war jedoch bereits im 10. Jahrhundert besiedelt. Die Gemeinde gehörte zum Teil der Hofmark Pillersee und zählte unter anderem zu den Besitztümern des Benediktinerklosters Rott, das nördlich von Rosenheim liegt. Die Hofmark „Bileresse“ wurde in einer Bestätigungsurkunde von Papst Eugen III. im Jahre 1151 genannt. Diese Hofmark war ein geschlossenes Gebiet, das die heutigen Pillerseegemeinden (außer Waidring) umfasste.

Einwohnerentwicklung

Das starke Bevölkerungswachstum von St. Jakob beruhte sowohl auf einer positiven Geburtenbilanz als auch auf einer positiven Wanderungsbilanz. (Stand 2021)

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche St. Jakob in Haus

Katholische Pfarrkirche St. Jakob in Haus: Die Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere wurde vermutlich im Jahre 1273 erbaut und 1308 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Als im Jahre 1689 eine Lawine die Kirche bis auf die Grundmauern zerstörte, errichtete man sie wieder am selben Platz. Die Figuren aus der Erbauungszeit stammen von Georg Faistenberger, das Altarbild Auferstehung Jesu Christi von Ignaz Faistenberger und die Deckenmalerei von Johann Endfelder. Geburtshaus des Uhrmachers und Erfinders Christian Reithmann im Ortsteil Moosbach Jakobskreuz: ein knapp 30 m hohes begehbares Gipfelkreuz auf der Buchensteinwand

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den 26 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden zehn im Haupt-, fünfzehn im Nebenerwerb und einer von einer juristischen Person geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als drei Viertel der Flächen. Im Produktionssektor waren 29 Erwerbstätige beschäftigt, im Dienstleistungssektor 74.

Berufspendler Im Jahr 2011 lebten 377 Erwerbstätige in St. Jakob. Davon arbeiteten achtzig in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.

Tourismus Die Anzahl der Übernachtungen in der Gemeinde stieg von 71.000 im Jahr 2010 auf 79.000 im Jahr 2019. Der stärkste Monat ist der Februar, die Sommersaison ist schwächer als die Wintersaison. Sommer: Wanderungen, Freizeitpark Familienland Winter: Schigebiete Pillersee und Buchensteinwand (erschlossen durch Lifte von St. Jakob und Hochfilzen)

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat insgesamt 11 Mitglieder. Partei2022201620102004%Mandate%Mandate%Mandate%MandateWir für St. Jakob (WIR)48,656Für die Hauserinnen und Hauserer (FDHH)38,054Gemeinsam für Haus (GFH)13,311Für St. Jakob - Bürgermeisterliste Leo Niedermoser1001155,276Franz Reiter Bürgermeisterliste44,735Für St. Jakob, Liste Leonhard Niedermoser56,176Hauserer Bürgermeisterliste43,835

Bürgermeister

1992–2003 Franz Reiter (SPÖ) 2003–2022 Leonhard Niedermoser (Bürgermeisterliste Leo Niedermoser) seit 2022 Franz Wallner (Wir für St. Jakob)

Wappen Blasonierung: In Grün ein schwarzer Flachsparren über drei goldenen Muscheln.Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 47/1977 (Digitalisat).

Das Gemeindewappen wurde 1977 verliehen. Die Muscheln als Attribut des hl. Jakob stehen für den Patron und Namensgeber der Gemeinde. Der Sparren symbolisiert den Gegendnamen Haus.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Christian Reithmann (1818–1909), Uhrmacher, Erfinder des Viertaktmotors Berthold Niedermoser (1910–1996), Zisterzienser und Abt von Schlierbach

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Loferer und Leoganger Steinberge Kategorie:Ersterwähnung 1308