Konjatyn (; , deutsch Koniatyn) ist ein Dorf im Westen der ukrainischen Oblast Tscherniwzi mit etwa 650 Einwohnern (2001).Ortswebseite auf der offiziellen Webpräsenz der Werchowna Rada; abgerufen am 29. Mai 2020 (ukrainisch) mini|links|Haus der Kultur in Konjatyn
Geografische Lage Die Ortschaft liegt im Westen des Rajon Wyschnyzja auf einer Höhe von am rechten Ufer des Bilyj Tscheremosch („Weißer Tscheremosch“), der die Grenze zwischen den historischen Landschaften Bukowina und Pokutien bildet. Am gegenüberliegenden Flussufer liegt in der Oblast Iwano-Frankiwsk das Dorf Tscheremoschna. Das ehemalige Rajonzentrum Putyla befindet sich etwa 19 km südöstlich und das Oblastzentrum Czernowitz etwa 110 km nordöstlich von Konjatyn.
Geschichte Das Dorf wurde erstmals 1774 schriftlich erwähnt.Ortsgeschichte Konjatyn in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR; abgerufen am 29. Mai 2020 (ukrainisch) Kurz danach kam es mit der gesamten Bukowina nach dem Friede von Küçük vom Fürstentum Moldau an die Habsburgermonarchie. Zunächst unter Militärverwaltung, lag das Dorf anschließend im Kreis Czernowitz und daraufhin im Kreis Bukowina des Kronlandes Königreich Galizien und Lodomerien des Kaisertums Österreich. 1849 wurde es Teil des nun eigenen Kronlands Herzogtum Bukowina.
In den 1840er Jahren waren die Bewohner des Dorfes aktiv an dem von Lukjan Kobylyzja (ukrainisch ; 1812–1851) angeführten Bauernaufständen im österreichischen Teil der Bukowina beteiligt, wobei Konjatyn in offiziellen Dokumenten über die Unterdrückung dieser Aufstände als eines der rebellischsten Dörfer bezeichnet wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall Österreich-Ungarns wurde es zwischen 1918 und 1940 Bestandteil des Königreichs Rumänien. Nach einer kurzen Besetzung der Bukowina durch die Sowjetunion 1940/41 war es von 1941 bis 1944 Teil Großrumäniens und kam nach dem Zweiten Weltkrieg erneut an die Sowjetunion, die es der Ukrainischen SSR anschloss. Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde das Dorf schließlich Teil der unabhängigen Ukraine. auf gromady.cv.ua; abgerufen am 29. Mai 2020 (ukrainisch)
Gemeinde Am 26. Januar 2017 wurde das Dorf zum Zentrum der neu gegründeten Landgemeinde Konjatyn (Конятинська сільська громада/Konjatynska silska hromada). Zu dieser zählen auch die 9 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer;Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Чернівецькій області у Путильському районі bis dahin bildete es zusammen mit den Dörfern Samakowa () und Welykyj Lypowez () die Landgemeinde Konjatyn (Конятинська сільська рада/Konjatynska silska rada) im Westen des Rajons Putyla.
Seit dem 17. Juli 2020 ist der Ort ein Teil des Rajons Wyschnyzja.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Konjatyn Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch rumänisch deutsch Dowhopillja Довгопілля Долгополье (Dowgopolje) Câmpulung pe Ceremuş Russisch Dolhopole, Dołhopol Holoschyna Голошина Голошина (Goloschina) Holoşina Holoszina Hreblyna Греблина Греблина (Greblina) Hreblina-Câmpulung Greblena Plaj Плай Плай Plai Plai Plyta Плита Плита (Plita) – — Samakowa Самакова Самакова Samacova, Semacova Semakowa Stebni Стебні Стебни Sălășeni, Stebni Stebne Welykyj Lypowez Великий Липовець Великий Липовец (Weliki Lipowez) – – Jablunyzja Яблуниця Яблоница (Jabloniza) Iabloniţa Jabłonica
mini|links|St.-Basilius-Kirche
Kultur Auf einem Hügel im Dorf befindet sich die 1877 erbaute Holzkirche des heiligen Basilius des Großen. Die 1987 renovierte Kirche ist, als eines der besten Beispiele der Holzarchitektur der Rechtsufrigen Ukraine, ein architektonisches Denkmal von nationaler Bedeutung. Das aus Holz errichtete Kirchengebäude mit einem Steinfundament hat eine Höhe von 25 m und besitzt fünf mit Zinn bedeckte Kuppeln.Sieben Wunder von Putyla auf putylachudesa.blogspot.com; abgerufen am 29. Mai 2020 (ukrainisch)Konjatyn, Basilius-Kirche 1877 auf decerkva.org.ua; abgerufen am 29. Mai 2020 (ukrainisch)
Weblinks
Webseite des Gemeinderates auf rada.info (ukrainisch) Webseite des Dorfes auf der offiziellen Webpräsenz der Landgemeinden der Oblast Tscherniwzi (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Tscherniwzi Kategorie:Rajon Wyschnyzja Kategorie:Ort am Tscheremosch Kategorie:Ersterwähnung 1774