mini|Hermann von Petkum Hermann von Petkum, auch Hermann von Pettkum (* 19. Juni 1610 in Hamburg; † 21. Dezember 1682 ebenda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Hauptpastor in Hamburg.
Leben Hermann von Petkums Familie stammte vermutlich aus dem ostfriesischen Petkum. Das von ist wie häufiger in Norddeutschland, verwandt mit dem niederländischen van, hier eine Herkunftsbezeichnung und kein Adelsprädikat. Er war ein Sohn des Kaufmanns Hieronymus von Petkum und Enkel des Mitstifters des Hamburgischen Waisenhauses Simon von Petkum. Nach dem Besuch der Gelehrtenschule des Johanneums studierte er ab Oktober 1633 Evangelische Theologie, zunächst an der Universität RostockEintrag im Rostocker Matrikelportal, danach an der Albertus-Universität Königsberg und der Universität Wittenberg, wo er 1636 nach einer Disputation unter dem Vorsitz von Jakob Weller zum Magister promoviert wurde.
1637 erhielt er seine erste Stelle als zweiter Hofprediger des Grafen Ulrich II. von Ostfriesland. 1639 wurde er Stadtpastor in Aurich. Am 24. Juli 1644 wechselte er als Diaconus (2. Pastor) an die Hauptkirche Sankt Petri nach Hamburg. Hier wurde er am 7. September 1673 Hauptpastor.
Seit 1640 war er verheiratet mit Elisabeth, geb. Praetorius, einer Tochter von Johannes Praetorius, dem Organisten der Hamburger Hauptkirche Sankt Jacobi. Eine Tochter heiratete Georg Jonas Tosor, einen Sohn von Johann Heinrich Tonsor, der Superintendent in Otterndorf wurde. Der jüngste Sohn Johann Hieronymus von Petkum (1657–1713) war der einzige, der den Vater überlebte. Er studierte ebenfalls TheologieEintrag Johannes Hieronymus von Petkum im Rostocker Matrikelportal und wurde Prinzenerzieher in Kopenhagen und Propst in Münsterdorf.Hans Schröder: Lexikon der hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart. Band 6, Pauli-Schoff, fortgesetzt von Carl Rudolph Wilhelm Klose, Hamburg 1873, S. 46 Nr. 2991
An von Petkum erinnerte ein Epitaph in St. Petri sowie ein Pastorenbild in der Sakristei, gemalt vom Hamburger Maler Gerd Dittmers.Hamburgisches Künstler-Lexicon. Band 1, Hamburg 1854, S. 54 Das Porträt in der Sakristei ist durch einen Kupferstich überliefert.
Literatur Hans Schröder: Lexikon der hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart. Band 6, Pauli-Schoff, fortgesetzt von Carl Rudolph Wilhelm Klose, Hamburg 1873, S. 45f. Nr. 2989 Wilhelm Jensen: Die Hamburgische Kirche und ihre Geistlichen seit der Reformation. Hamburg: J.J. Augustin 1958, S. 48 Nr. 12
Werke De microcosmo integro sive ante lapsum. Hamburg 1633 De proprio et accidente. Rostock 1635 De Dei Omnipotentia a Calvinianis impugnata. Wittenberg: Röhner 1636
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Einzelnachweise
Kategorie:Hauptpastor (Hamburg) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (17. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Aurich) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1610 Kategorie:Gestorben 1682 Kategorie:Mann