Die Bahnstrecke Veles–Kremenica ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in Nordmazedonien.

Geschichte mini|links|Bahnhof Bitola (damals: Monastir) im Ersten Weltkrieg

Die Verbindung wurde am Ende des 19. Jahrhunderts als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 600 mm in einer etwas anderen Trassenführung eröffnet. Sie begann damals am Bahnhof Gradsko an der Bahnstrecke Tabanovce–Gevgelija. Weiter gab es die 600 mm-Feldbahn Veles–Stepanci von Veles nach Stepanci am Babunapass. Zwischen 1931 und 1936 wurde die heutige Normalspur-Strecke errichtet und dabei die bestehenden Trassen beider Schmalspurbahnen abschnittsweise genutzt.bac: Die Eisenbahnen in der Republik Nordmazedonien. In: Eisenbahn-Revue International 5/2020, S. 244.Eisenbahnatlas EU. 3. Auflage. Schweers + Wall, Köln 2017. ISBN 978-3-89494-147-5, S. 48.

Auf dem südlichsten Abschnitt, zwischen Bitola und Kremenica, wurde der Personenverkehr 1991 eingestellt, Güterverkehr gab es nur noch vereinzelt. Seit 2015 wird der 16 km lange Abschnitt zwischen Bitola und der Grenze zu Griechenland saniert. Das Projekt wurde von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Im Frühjahr 2019 waren die Arbeiten abgeschlossen und Probefahrten fanden statt.bac: Die Eisenbahnen in der Republik Nordmazedonien. In: Eisenbahn-Revue International 5/2020, S. 245. Der bisherige Grenzbahnhof Kremenica wurde aufgelassen und bei einem Industriegebiet fünf Kilometer nördlich der neue Bahnhof Žabeni eingerichtet. Seit dem 1. Februar 2023 besteht zwischen Bitola und Žabeni wieder planmäßiger Personenverkehr.Emilija Misirlievski: . In: telma.com.mk, 1. Februar 2023 (mazedonisch).

Verkehrsgeografie mini|links|Empfangsgebäude des Bahnhofs Прилөп / Prilep

Die Strecke zweigt in Veles von der Hauptstrecke Tabanovci–Gevgelija ab. Sie ist eine von zweien des Landes, die einen Grenzübergang nach Griechenland ermöglichten – der grenzüberschreitende Abschnitt wird aber seit vielen Jahren nicht mehr befahren. Die Infrastruktur schließt dort an die der griechischen OSE an.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auf wenigen Abschnitten 100 km/h. Der anspruchsvollste Abschnitt der Trasse befindet sich zwischen Bogomila und Gostiražni. Hier hat die Strecke ihre maximale Steigung von 25 ‰ und durchmisst eine 180°-Kehre.

In Bakarno Gumno zweigt eine 29 km lange Strecke nach Sopotnica ab. Auch sie war ursprünglich als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 600 mm eröffnet worden, wurde bis 1957 auf Normalspur umgespurt und zuletzt ausschließlich von Güterzügen befahren. Noch vor 2012 wurde der Verkehr dort eingestellt.

Verkehr Bis 2017 verkehrten von Skopje über Veles nach Bitola täglich drei Interregio-Zugpaare mit Halt an den meisten Zwischenstationen sowie zwei reservierungspflichtige Interregio-Express-Zugpaare, die ab Veles nur in Čaška, Bogomila, Gostiražni und Prilep hielten. (PDF). Makedonski Železnici Transport AD (mazedonisch). Zwischen 2017 und 2019 stellte Makedonski Železnici Transport die beiden beschleunigten Zugpaare ein; seitdem verkehren nur noch die drei Interregio-Zugpaare.Tobias Heinze: (PDF; 276 kB). In: ec-tobias.de, abgerufen am 16. April 2023. Ab dem 1. Februar 2023 wurde ein Zugpaar über Bitola hinaus bis Žabeni verlängert. (PDF). In: mzi.mk. Železnici na Republika Severna Makedonija, 7. Februar 2023 (mazedonisch).

Literatur bac: Die Eisenbahnen in der Republik Nordmazedonien. In: Eisenbahn-Revue International 5/2020, S. 244–248.

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