mini|hochkant|Mulus-Ball 1906, König-Albert-Gymnasium Leipzig mini|‚Als ‚Mulus‘ kommt er vom Pennal …‘, Postkarte von 1903 Die Mauleselzeit ist die Zeitspanne zwischen dem Abitur und dem Beginn des Studiums. Die metaphorische Bezeichnung rührt vom lateinischen mulus ‚Maultier‘ her, das weder Esel noch Pferd ist.

Den Abiturienten bezeichnete man demnach in dieser Zeit als Mulus.Friedrich Kluge: Deutsche Studentensprache. Trübner, Strassburg 1895, S. 50. „burschikose Bezeichnung für einen Jüngling, der das Gymnasium und die Reifeprüfung hinter sich hat, aber noch nicht Student ist.“Boris Parashkevov: Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur. Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen. De Gruyter, Berlin / New York 2004, S. 228.„Man weiß, was ein Mulus ist: die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Schulbank und Universität“, aus: Christian Morgenstern: Alle Galgenlieder. Insel-Verlag, 1958, S. 15.

Adolf Kußmaul beschreibt in seinen JugenderinnerungenAdolf Kussmaul: Jugenderinnerungen eines alten Arztes, Stuttgart 1899, S. 41. den Mulus:

Die Begriffe Mauleselzeit und Mulus waren bis ins 20. Jahrhundert hinein in Deutschland geläufig und sind inzwischen veraltet.

Weblinks Verwendung des Begriffs bei Jakob Boßhart Verwendung des Begriffs in den Erinnerungen von Johannes Dittrich Adolf Kussmaul, Jugenderinnerungen eines alten Arztes. München 1960

Einzelnachweise

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