mini|Die Christlmühle im Jahr 2014
Christlmühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Christlmühle liegt in der Gemarkung Darshofen.
Geographie Die Einöde liegt rund drei Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Parsberg im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb rechts im breiten Sohlental des Kerschbaches, der nordöstlich der Mühle im ehemaligen Gemeindesitz Darshofen der Schwarzen Laber zufließt.
Die Mühle ist verkehrsmäßig erschlossen durch eine Gemeindeverbindungsstraße, die in Darshofen als Kerschhofener Straße von der Kreisstraße NM 32 abzweigt. Eine weitere Verbindungsstraße führt vom Weiler Kerschhofen aus zur 100 m entfernten, auf der anderen Talseite gelegenen Christlmühle.
Geschichte Im Alten Reich unterstand die Mühle von der Größe eines Halbhofes dem pfalz-neuburgischen Pflegamt Lupburg.Jehle, S. 478
Im Königreich Bayern wurde die Christlmühle zusammen mit der Bogenmühle im Verbund mit dem Dorf Kerschhofen dem Steuerdistrikt Darshofen im Landgericht Parsberg zugegeben.Jehle, S. 541 Als mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 die Ruralgemeinde Darshofen gebildet wurde, gehörte auch zu dieser die Christlmühle.Jehle, S. 547 Diese Gemeinde des Landkreises Parsberg wurde mit diesem im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst; ihre Gemeindeteile kamen am 1. Juli 1971 in die nunmehr dem Landkreis Neumarkt i. d. Opf. zugehörende Stadt Parsberg.Jehle, S. 564Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. München 1983, S. 547
Die Mühle wurde durch ein mittelschlächtiges Wasserrad durch den Kerschbach betrieben. Sie war eine Getreidemühle, die Mitte des 20. Jahrhunderts ihren Betrieb einstellte.Kurt Romstöck (Text) und Alfons Dürr (Zeichnungen): Die Mühlen im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. , Neumarkt i. d. Opf. 2004, S. 316 Das 2-geschossige Mühlengebäude, ein Satteldachbau aus dem 18./19. Jahrhundert, ist ein Baudenkmal. Siehe Liste der Baudenkmäler in Parsberg#Kerschhofen.
Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 48 Einwohner in den insgesamt 7 Häusern von Kerschhofen, Bogen- und „Christelmühle“,Popp, Th. D. (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 47 1861: 6 Einwohner, 3 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 794 1871: 6 Einwohner, 3 Gebäude in „Christelmühle“; Großviehbestand 1873: 2 Pferde, 5 Stück Rindvieh, 1900: 10 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1925: 11 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1950:8 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1961: unbewohnt,Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. Mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. München , Sp. 574 1970: 3 Einwohner.Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 128 In der Folgezeit wurden die Bewohner der Mühle in die Einwohnerzahl von Kerschhofen eingerechnet.
Kirchliche Verhältnisse Die Mühle gehört zu St. Georg in Kerschhofen, bis 1888 Filiale der katholischen Pfarrei Daßwang, dann Filiale der Pfarrei Darshofen im Bistum Eichstätt.Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 143 Nach Daßwang bzw. Darshofen gingen die Kinder bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auch zur Schule.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Parsberg