Geigerhaid ist ein Gemeindeteil der Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Geigerhaid liegt in der Gemarkung Rudenshofen.

Geographische Lage Die Einöde liegt im Oberpfälzer Jura der Südlichen Frankenalb auf über dem rechten Talhang des der Schwarzen Laber zufließenden Frauenbaches.

Verkehr Der Ort ist über eine Abzweigung in östlicher Richtung von der Staatsstraße 2220 zu erreichen. Etwa 100 m südlich von Geigerhaid führt die Bundesautobahn 3 vorbei; die nächste Anschlussstelle ist Parsberg (Nr. 94). Die 1970 erbaute, 212 m lange „Talbrücke Geigerhaid“ der Autobahn (Bauwerk 453a) über das Frauenbachtal wurde 2016–2018 durch einen Neubau ersetzt.Talbrücke Geigerhaid Südwestlich von Geigerhaid sind Reste eines sehr alten, vermutlich frühgeschichtlichen Weges zu finden.Tobias Appl und Georg Köglmeier (Hrsg.): Regensburg, Bayern und das Reich. Festschrift für Peter Schmid zum 75. Geburtstag. Regensburg 2010, S. 51

Geschichte Um 1800 saß auf dem Geigerhaidhof ein Untertan namens Wittmann. Der Hof unterstand der Reichsherrschaft Parsberg, die 1792 aus dem Besitz der Reichsgrafen von Schönborn an den bayerischen Kurfürsten Karl Theodor verkauft worden war.Jehle, S. 500

Im Königreich Bayern (1806) wurde der Geigerhaidhof dem Steuerdistrikt Rudenshofen zugeordnet, mit dem Gemeindeedikt von 1818 der Ruralgemeinde Rudenshofen im Landgericht Parsberg, dem späteren Landkreis Parsberg.Jehle, S. 535, 544, 559 Diese Gemeinde wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1971 in die Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt i. d. Opf. eingemeindet.Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. München 1983, S. 547 Seitdem ist Geigerhaid ein Gemeindeteil von Parsberg.

Einwohner- und Gebäudezahl 1808: 6 Einwohner; an Großvieh 4 Ochsen,Neuburger Taschenbuch für 1808, S. 199 1836: 10 Einwohner, 1 Haus,Popp, Th. D. (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 97 1861: 12 Einwohner, 5 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 798 1871: 18 Einwohner, 6 Gebäude, an Großviehbestand 1873 14 Stück Rindvieh, 1900: 10 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1925: 18 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1938: 11 Einwohner (Katholiken),Buchner II, S. 50 1950: 16 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1987: 9 Einwohner, 2 Wohngebäude, 2 Wohnungen.

Kirchliche Verhältnisse Die Einöde gehörte seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Willibald in Hörmannsdorf im Bistum Eichstätt und wurde im Februar 1817 in die Pfarrei St. Martin in Klapfenberg umgepfarrt.Jehle, S. 359; Buchner II, S. 49 Seitdem gingen die Kinder dorthin zur Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Parsberg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz