Badelhütte ist ein Gemeindeteil der Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Badelhütte liegt in der Gemarkung Rudenshofen.

Geographische Lage Badelhütte liegt im Oberpfälzer Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. . Die Einöde liegt an einer Gemeindeverbindungsstraße, die von der Staatsstraße 2234 in westlicher Richtung abzweigt und nach Haid und Badelhütte weiter zum Parsberger Gemeindeteil Holzheim führt.

Ortsnamendeutung Der Ortsname soll von „bad“ für „Einbettung“ oder „path“ für „Sumpf“ kommen, bedeutet also „Hütte in der Mulde / im Sumpf“. Die Bezeichnung „Weihersdorf“ deutet in die gleiche Richtung.Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 38 (1923), S. 6

Geschichte Badelhütte wurde zum Teil noch im 19. Jahrhundert mit dem älteren Namen „Weihersdorf“ genannt.Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 80 Die Einöde ist vermutlich 1309 erstmals urkundlich genannt, als dem Dietrich von Parsberg auf der Landschranne Kallmünz unter anderem der Besitz und der Zehent des Hofes zu „Weyersdorf“ bestätigt wurde.Jehle, S. 366 Nach dem Tod des letzten Parsbergers, Johann Wolf von Parsberg 1730, führten jahrelange Auseinandersetzungen um strittige Güter und Rechte schließlich 1736/37 zu einem Vergleich, bei dem Pfalz-Neuburg den Hof zu Badelhütte der Schönbornschen Reichsherrschaft Parsberg zusprach.Jehle, S. 380, 483 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde aus 2 Anwesen der Reichsherrschaft: einem Ganzhof, auf dem der Untertan Franck saß, und einem Viertelhof des Untertanen Eichenseer.Jehle, S. 500

Im Königreich Bayern wurde Badelhütte dem Steuerdistrikt Rudenshofen zugewiesen, mit dem Gemeindeedikt von 1818 der neu gebildeten Ruralgemeinde Rudenshofen.Jehle, S. 544, 559 Diese Gemeinde wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1971 in die Stadt Parsberg eingemeindet.Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. München 1983, S. 547 Seitdem ist Badelhütte ein Gemeindeteil von Parsberg.

Einwohner- und Gebäudezahl 1835: 7 Einwohner, 3 Häuser in „Badelhütte od. Weihersdorf“,Popp. S. 80 1861: 9 Einwohner, 4 Gebäude in „Badhütte“,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 798 1871: 14 Einwohner, 5 Gebäude, an Großviehbestand 1873 2 Pferde, 12 Stück Rindvieh, 1900: 9 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925: 8 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1937: 12 Einwohner (nur Katholiken),Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 530 1950: 12 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1987: 1 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnung.

Auch heute besteht Badelhütte nur aus einem Anwesen mit insgesamt 4 Gebäuden.

Kirchliche Verhältnisse Badelhütte gehört seit altersher zur katholischen Pfarrei St. Willibald in Hörmannsdorf im Bistum Eichstätt. Dorthin gingen die Kinder auch zur Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Parsberg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1309