Oedenthurn ist ein Gemeindeteil der Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Oedenthurn liegt in der Gemarkung Hörmannsdorf.

Geographische Lage Oedenthurn liegt im Oberpfälzer Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. an der westlichen Seite des 561 m hohen Haberberges. Etwa 1 km nördlich befindet sich die südliche Begrenzung des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Die Einöde ist über Verbindungsstraßen von der Staatsstraße 2234 und von Kühnhausen her zu erreichen.

Geschichte Östlich von Oedenthurn liegt auf dem Haberberg ein Burgstall. Von der einstigen Burg gibt es keine schriftlichen Überlieferungen. Möglicherweise hieß sie Plassenburg, denn im frühen 19. Jahrhundert ist für Oedenthurn auch die Bezeichnung Plassenburg überliefert.Popp, S. 80 Ein Zinsbuch des pfalzgräflichen Amtes Hohenfels von 1400/10 nennt „Plossenburg“ und meint die zinspflichtige Ansiedelung Oedenthurn.Jehle, S. 301 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Oedenthurn im Amt Hohenfels aus einem Anwesen in der Größe eines Halbhofes, auf dem der Untertan Ehrensperger saß.Jehle, S. 490

Im neuen Königreich Bayern (1806) wurden zunächst Steuerdistrikte aus jeweils mehreren Orten gebildet, so Großbissendorf aus zehn Orten, unter diesen auch die Einöde Oedenthurn.Jehle, S. 542 Im Zuge der Umsetzung des zweiten Gemeindeedikts von 1818 wurde daraus die Ruralgemeinde Großbissendorf, zu der ebenfalls die Einöde Oedenthurn gehörte. Zum 1. Januar 1946 wurde Oedenthurn der Gemeinde Hörmannsdorf angeschlossen.Jehle, S. 551 Diese wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Mai 1978 in die Stadt Parsberg eingemeindet.

Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 11 Einwohner, 2 Häuser in „Ödenthurm od. Plassenburg“,Popp, S. 80 1861: 10 Einwohner, 4 Gebäude in „Oedenthurn“,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871: 12 Einwohner, 5 Gebäude, im Jahr 1873 ein Großviehbestand von 10 Stück Rindvieh, 1900: 6 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925: 5 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1937: 13 Einwohner (nur Katholiken),Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 530 1950: 14 Einwohner, 2 Wohngebäude, 1987: 8 Einwohner, 2 Wohngebäude, 2 Wohnungen.

Literatur

Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt 1836 Digitalisat, abgerufen am 17. Oktober 2020.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Parsberg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz