mini|hochkant=0.3| Stammwappen derer von Frankenberg. Viktor Günther Egbert von Frankenberg und Proschlitz (* 19. Juli 1873 in Berlin; † 4. Juni 1934 ebenda) war ein preußischer Landvermesser.

Leben Er stammt aus dem schlesischen Uradelsgeschlecht Frankenberg und war der zweite Sohn des späteren Generalleutnants Egbert von Frankenberg und Proschlitz (1841–1898) und dessen Ehefrau Anna, geborene Kolbe (1846–1907).Allgemeiner Anzeiger zum Militär-Wochenblatt. 1907. Nr. 127, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, den 5. Oktober 1907, S. 1154. Frankenberg hatte mehrere Geschwister,Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1888. Jahrgang 13, Verlag von Friedrich Irrgang, Brünn / Göttingen, November 1887, S. 164. der Offizier Werner von Frankenberg und Proschlitz war sein Bruder.

Frankenberg studierte Rechtswissenschaften in Paris und Geodäsie in Kapstadt. Am 20. Mai 1893 trat er als Sekondeleutnant in das 2. Garde-Regiment zu Fuß zu Berlin der Preußischen Armee ein. Mitte August 1895 schied er aus dem aktiven Dienst und trat zu den Reserveoffizieren des Regiments über. Am 22. März 1898 wurde ihm schließlich der Abschied als Leutnant d. R. bewilligt.

Von 1907 bis 1912 war er Bezirkskommissar von Omaruru und von 1913 bis 1914 im Caprivizipfel, nachdem er dort zuvor seit 1911 ziviler Distriktchef als Kaiserlicher Resident des Caprivizipfels im Nordosten der Kolonie Deutsch-Südwestafrika war. Frankenberg starb im Alter von 61 Jahren in Berlin.

Familie Frankenberg hatte sich am 31. Oktober 1900 in Stellenbosch mit Magarethe von Oppell (1879–1975), Tochter des Karl von Oppell und der Auguste Jurisch, verheiratet. Aus der Ehe, welche 1912 geschieden wurde, ging der Sohn Alexander (* 1903; † 1939) hervor, gefallen am ersten Kriegstag als Major. Der Sohn war mit der Arzttochter Rottraut Beyer aus Königsberg i. Pr. verheiratet und hatte mit ihr die Tochter Giselheid (* 1933) und den Sohn Diether (* 1937).

Der Autor Egbert von Frankenberg und Proschlitz war ein Neffe.

Literatur H. E. Lenssen: Chronik von Deutsch-Südwestafrika. Eine kurzgefasste Aufzählung geschichtlicher Ereignisse aus der Deutschen Kolonialzeit von 1883-1915. Nachauflage, Verlag der Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek 1999, S. 265. Rainer D. K. Bruchmann: Schuckmannsburg: Kaiserliche Residentur im Caprivizipfel. Kapitel XII: Der Caprivizipfel wird unter zivile Verwaltung gestellt. Oberleutnant Victor von Frankenberg wird Resident und Distriktchef. (Digitalisat), Kuiseb-Verlag, Windhoek/Namibia 1997, ISBN 99916-703-7-8. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1983 Band XVII, Band 81 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1983, , S. 215–219. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1934. 33 Jg., Justus Perthes, Gotha Hetbst 1933, S. 187. Franz von Frankenberg und Ludwigsdorf, Egbert von Frankenberg und Ludwigsdorf: Die von Frankenberg in der Armee. Berlin 1914, S. 129. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha 1903, S. 257. (Digitalisat)

Einzelnachweise

Viktor Kategorie:Leutnant (Preußen) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person (Deutsch-Südwestafrika) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 4. Klasse Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1873 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann