mini|Abschuss einer Typ 92 Minenräumleiter mini|Minenräumpanzer Keiler mini|Detonation einer ausgelösten Minenräumleiter mini|ausgelöste MICLIC Minenräumleiter mini|Minenräumpanzer UR-67 des Warschauer Paktes mini|Auslösung einer Minenräumleiter auf der Übung IRON FIST 2016 mini|ausgelegte Minenräumleiter mini|Pionierübung auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr mini|Detonation einer Minenräumleiter mini|AT-2 Panzerabwehrmine mini|Wirkung von Minensperren. Die indirekte Wirkung von Sperren. Die Verlangsamung des Mot-Schützenverbandes wirkt sich auch hemmend auf den Angriffsschwung des Panzerverbandes aus. mini|Wirkung von Wurfminensperren. Angreifende Kräfte werden durch die Anordnung von Wurfminensperren in eine bestimmte Richtung kanalisiert, wo sie mit Panzerabwehrwaffen bekämpft werden können. mini|Wirkung von Sperren zwischen zwei Ortschaften. Phase 1. mini|Wirkung von Sperren zwischen zwei Ortschaften. Phase 2. mini|Angriff ROT wird unter kombinierter Wirkung verschiedener Sperren gebrochen. WuMiSpe + Drahtverhau mini|Drahtsperre mini|Kombination aus Flandernzäunen und Drahtverhau mini|Panzerhindernis mini|Einfaches Drahthindernis der 3. Mot-Schützendivision für Übungszwecke mini|Marineinfanteristen üben das Überwinden eines niedrigen Drahthindernisses mini|Öffnen einer Drahtsperre mit einem Sprengrohr mini|Pioniere beim Einführen eines Sprengrohres unter ein Drahthindernis mini|Pioniere öffnen ein Drahthindernis mini|Sprengübung der Pioniere mini|Sprengübung der Pioniere mit Sprengrohren mini|Pioniere öffnen eine Drahtsperre unter WK II-Bedingungen unter dem Schutz einer Nebelwand mini|„Live Fire Exercise“ und Sprengung eines Drahthindernisses mini|US-Marine hinter einem explodierenden Drahthindernis
Der Kampf um Sperren durch Kampftruppen (Sicherung und Überwachung durch Panzer, Panzergrenadiere, Jäger, Mot-Schützen) oder Artillerie, die Minenräumung durch Pioniere (Panzerpioniere mit entsprechendem Großgerät) sowie der Kampf mit Sperren sind wichtige Aspekte eines modernen Panzerkrieges. Im Kalten Krieg spielten Panzerabwehrminen sowohl auf Seiten des Verteidigers, als auch auf Seiten des Angreifers eine große Rolle. Während der Verteidiger bestrebt war, einen Panzervormarsch durch ein Netz von Panzerminensperren im Gelände zu verlangsamen und in eine gewünschte Richtung zu kanalisieren, war der Angreifer auf der anderen Seite bestrebt, diese Minen zu umgehen oder sie so rasch wie möglich zu räumen. Diese Minensperren konnten Verlege- (VerlegeMiSpe), Richt- (RichtMiSpe) und Wurfminensperren (WurfMiSpe) gemäß Sperrplan der Pioniere sein. Daneben konnten auch Scheinminensperren angelegt sein, um den Gegner vor der Inbesitznahme dieses Raumes abzuhalten, seine Absicht zu ändern, den Angriffsschwung zu nehmen sowie den frühzeitigen Einsatz seiner Räummittel zu provozieren. Minensperren wurden in der Regel freundwärtig für die eigene Truppe gekennzeichnet. Der Kampf mit Sperren spielt vor allem in den Operationsarten Verzögerungsgefecht und Verteidigung eine Rolle.
Aufgaben der Pioniertruppe Zu den Hauptaufgaben der Pioniertruppe gehören: Hemmen der Bewegungen des Feindes Anlegen von Sperren Vorbereitung und Auslösen von militärischen Lähmungen Fördern der Bewegungen eigener Truppen Überwinden von Sperren Überwinden von Geländehindernissen Schaffen von Durchfahrten durch Geländehindernisse Durchführen besonderer Tarn- und Täuschmaßnahmen
Aufgaben von Pioniererkundungstrupps Pioniererkundungstrupps haben den Auftrag: feindliche Sperren nach Art, Lage und Ausdehnung zu melden Ermittlung des Bedarfs an Kräften, Mitteln und Zeitfenster für das Öffnen der feindlichen Sperre Erkunden von Umgehungsmöglichkeiten Truppenführer der Kampftruppen die Möglichkeiten vorschlagen
Definition von Sperren Zu den von der Pioniertruppe angelegten Sperren werden folgende Arten gerechnet: Minensperren: Panzer- und Schützenabwehrminen Bausperren: Drahtsperren, Baumsperren, Barrikaden etc. Sprengsperren: Trichtersperren, Brückenzerstörungen und gezielte Zerstörung anderer Verkehrsanlagen und Bauwerke
Hemmung von Panzerbewegungen Panzerminensperren Zu dieser Thematik gehören das Anlegen und das Überwinden von Sperren. Sperren verstärken das Gelände und sie beeinflussen die Operationsführung auf beiden Seiten. Panzerpioniere haben die Möglichkeit, Minensperren durch das Anlegen Minenpfad mit Minenräumleiter Minengasse durch Minenräumgeräte zu öffnen.
Minenpfad Durch das Verschießen von Minenräumschnüre oder Minenräumleitern (en. MICLIC (mine-clearing line charge)) können Pioniere einen ca. 60 Zentimeter breiten Minenpfad in gegnerische Minenfelder schlagen. Dies kann auch manuell durch Minenräumtrupps der Kampfmittelräumkräfte der Pioniere geschehen.
Minengasse Minengassen werden durch Minenräumgeräte geschaffen. Die Bundeswehr verwendete dazu überwiegend den Minenräumpanzer Keiler.
Einsatzgrundsätze Panzerpioniere (NATO) im Anlegen von Sperren Das Zusammenwirken von Feuer, Sperren und Bewegungen gehört zu den Grundzügen der Verteidigung. Auf den Lagekarten, bzw. dem Sperrplan, sind sowohl Sperren als auch sperrfreie Räume eingezeichnet.
Die NATO-Truppe und die Bundeswehr hatten aufgrund ihrer defensiven Doktrin ihren Schwerpunkt eher im Anlegen von Minensperren und weniger im Räumen. Minensperren hatten ihre Hauptaufgabe im Sichern von Flanken, bestimmten Objekten, Schlüsselräumen, Verstärken von Geländeabschnitten (pionierverstärktes Gelände) und Auffangen von Angriffen. Verlegeminensperren (PzAbwVMi) mit begrenzter Wirkzeit wurden mit Minenverlegern, LKWs oder manuell offen oder verdeckt angelegt und waren in der Lage bestimmte Geländeabschnitte für eine längere Zeit zu sperren. Verlegeminensperren konnten mit Richtminensperren kombiniert werden, wobei sich letztere auf Engen, Lückenwege, Erhöhung der Räumresistenz durch mechanischer Minenräumung oder begrenzende Flächen konzentrierten.
Wurfminensperren spielten in der Verteidigungsplanung der NATO die größte Rolle. Die WuMiSpe konnten von der Raketenartillerie mit Mehrfachraketenwerfer LARS, MARS, den Heeresflieger bzw. Luftwaffe Bell UH-1D mit Werferbatterie, Jagdbomber Tornado mittels Mehrzweckwaffe 1 (MW-1) oder ab 1986 von der Pioniertruppe mit dem Minenwurfsystem Skorpion verschossen werden. Wurfminensperren und ihre Wirkzeit wurden vom Truppenführer angefordert, um einen gegnerischen Panzerdurchstoß zu verhindern. Wurfminensperren können vorgeplant sein, werden aber in der Praxis im Verlauf des Gefechtes lage- oder zielorientiert angelegt.
Minensperren wurden von Pionieren angelegt und der Kampftruppe anschließend zur Überwachung/Sicherung übergebenÜbergabe durch die Pioniere und Übernahme durch die Kampftruppe gem. StANAG 2989 anhand einer Sperrmeldung. Die Pioniere übergeben fertig geladene Sprengsperren im Zustand Zündbereitschaft Eins oder Zwei anhand eines Sprengbefehls.
Durch den Einsatz von Minenwerfern konnte der Verteidiger binnen 15 Minuten Wurfminensperren in kritischen und gefährdeten Geländeabschnitten schaffen, welche zuvor durch andere Verlegemethoden deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen hätte. Ein einziger Minenwerfer hatte die achtfache Leistung einer Panzerpionierkompanie mit herkömmlicher Verlegeart. Es gab die Überlegung einer sogenannten „Sperr-Reserve“, um gefährdete Einbruchsabschnitte kurzfristig abriegeln zu können. Der Einsatz der Sperrmittel richtet sich nach den Anforderungen aus dem Operationsplan des Truppenführers Kampftruppe.
Die Bewertung der hohen nummerischen Überlegenheit des feindlichen Artilleriefeuers hatte dazu geführt, dass auf Übungen Sperren relativ dicht (ca. 400 Meter) vor die eigenen zu verteidigenden Stellungen gelegt wurden. Dahinter steckte die Überlegung, dass der Feind erst auf die Sperre trifft, wenn er seine Feuerwalze/Sperrfeuer bereits in die Tiefe des Verteidigungsraumes verlegt hatte. Ohne den Schutz der eigenen Artillerie wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu intensiven Feuerkämpfen zwischen Kampf- und Schützenpanzern gekommen. Beim Erstellen des Operationsplanes muss auch die Sperrplanung (Sperrplan Pioniere) eine besondere Beachtung finden, um keine wertvolle Sperrkapazität an „nutzlosen“ Geländeabschnitten einzusetzen. Eine ideale Sperre lag innerhalb der Hauptkampfentfernung der eigenen Waffen. Dabei muss die Sperrplanung insbesondere dem Gelände angepasst werden. Vor den Feldstellungen sollten gemischte wie reine Auffangminensperren aus Schützenabwehrminen dem unmittelbaren Schutz vor oder in den Flanken dienen. Man ging im Allgemeinen davon aus, dass sich die Linie des Absitzens (LA) etwa 400 Meter vor den Stellungen der Verteidiger befand. Dem Sturmlauf der abgesessenen Mot-Schützen folgten Kampf- und Schützenpanzer zur Überwachung und Feuerschutz. Allgemeines Ziel von Minensperren war, den Handlungsspielraum des Feindes einzuengen und das eigene Feuer besser zur Wirkung zu bringen. Hauptabsicht der Sperren im Gefecht der Verbundenen Waffen war es, Feindkräfte in bestimmte Räume zu lenken, in denen sie durch zusammengefasstes Feuer im Angriffsschwerpunkt, den Einsatz von PAH (BO 105 sowie A-10) oder durch Gegenangriffe hätten zerschlagen werden können.
Einsatzgrundsätze Panzerpioniere (Warschauer Pakt) im Überwinden und Räumen von Sperren Der Pioniereinsatz beim Durchbruch durch eine feindliche Verteidigung wurde auf den Großmanövern des Warschauer Paktes regelmäßig geübt. Erkannte bzw. aufgeklärte Sperren werden markiert, gemeldet und nachfolgende Kräfte entsprechend gewarnt. Konnten aufgeklärte Minensperren nicht geräumt werden, so wurden sie von der angreifenden Kampftruppe umgangen. Für den Warschauer Pakt galt die Kampftruppenvorschrift „Angriff“: „Minensperren werden … umgangen oder nach Schaffen von Pfaden und Gassen überwunden“. Der Warschauer Pakt hatte folgendes militärische Großgerät zum mechanisch-pyrotechnischen Minenräumen und gewaltsamen Öffnen von Panzerminenfeldern zur Verfügung. Minenräumfahrzeug MTK-2 (BTR50U) mit „aufgesetzter“ Minenräumleiter Minenräumfahrzeug UR-77 (MT-LBu) mit „aufgesetzter“ Minenräumleiter. Der UR77-Minenräumpanzer arbeitete mit einer Spreng- bzw. Schlauchladung mit Raketenantrieb. Die polnische Volksarmee benutzte ein WLWD-System als Gassensprenggerät für die Schaffung einer Minengasse von ca. fünf Metern Breite.
Diese Panzerfahrzeuge konnten auch unter ABC-Schutz eingesetzt werden und verschießen eine Leinenschlepprakete an einer sechs Meter breiten Leiter, welche über dem gegnerischen Minenfeld gezündet wurde und eine 80 bis 120 Meter lange Minengasse schaffen konnte. UR-77 und MTK-2 galten als wirksamste Räummittel des Warschauer Paktes. Pro Mot-Schützen- oder Panzerdivision waren vier bis acht Minenräumfahrzeuge im EinsatzBundeswehr-Ausbildungsmappe Taktisch (Kräfte ROT).
Für Minengassen waren BMR3M, KMT-5KMT-5 Minenräumgerät (neun KMT-5 pro PzRgt/drei KMT-5 pro MotSchtzRgt), KMT-6KMT-6 Minenräumgerät, KMT-7 und KMT-10 Minenroller im Einsatz. Diese konnten allerdings nur über die Breite der Roller (Kette links und rechts) räumen, jedoch nicht gegen Panzerabwehrminen, die unter der Fahrzeugwanne detonierten. Gegen Minen wie DM31-Panzerabwehrmine (induktiv Hohlladungsbildend), DM21 Panzerabwehrmine (Sprengwirkend) mit Knickzünder, AT2-Panzerabwehrwurfmine, AT1-Antipanzermine, sowie der „Mine Flach Flach“ (MIFFals Mehrzweckwaffe 1 (MW-1) verschossene Streumunitionsbehälter von Panzerabwehrminen mit Doppelhohlladung; unter anderem mit Magnetfeldsensor ausgestattet), die direkt unter dem Räumpanzer zündeten, waren sie nicht wirksam.