Richthof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Richthof liegt in der Gemarkung Oberwiesenacker.
Geographische Lage Die Einöde liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb auf ca. und ist umgeben von Erhebungen bis zu ca. . Der Ort ist zu erreichen über eine Gemeindeverbindungsstraße vom Velburger Gemeindeteil Oberweickenhof her.
Ortsnamendeutung Richthof bedeutet Hof, der durch Rodungsarbeit entstanden ist (riute, reut = Reutung, Ried).Leonhard Graf: Helfenberg. Die Burg und Herrschaft am Faden der Geschichte der Oberpfalz. Lengenfeld 1875, S. 271
Geschichte Der Richthof gehörte zur bayerischen Herrschaft Helfenberg, die von den Ehrenfelsern 1372/73 an den Pfalzgrafen Rupprecht veräußert wurde. 1772 war er nicht mehr bewohnt; die Grundstücke waren aufgeteilt unter Hofmann aus Oberweickenhof und Mürz aus Oberwiesenacker.Jehle, S. 495
Im Königreich Bayern wurden mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 Ruralgemeinden gebildet; der öd liegende Richthof gehörte zur Gemeinde Oberwiesenacker. 1830 heißt es, der Richthof sei vor wenigen Jahren neu erbaut worden.Jehle, S. 557 1950 erscheint die Einöde als einer von neun Gemeindeteilen dieser Gemeinde. Hierbei blieb es bis zur Gebietsreform in Bayern, als die Gemeinde Oberwiesenacker am 1. Mai 1978 in die Stadt Velburg eingegliedert wurde. Seitdem ist Richthof ein Gemeindeteil von Velburg.
Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 11 Einwohner, 1 Haus,Popp, S. 162 1861: 14 Einwohner, 2 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1871: 9 Einwohner, 3 Gebäude, im Jahr 1873 ein Großviehbestand von 2 Pferden und 15 Stück Rindvieh, 1900: 10 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925: 6 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1938: 10 Einwohner (Katholiken),Buchner II 1950: 9 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1987: 3 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnung. Auch heute ist für das Anwesen mit ca. 5 Gebäuden nur eine Hausnummer vergeben.
Kirchliche Verhältnisse Richthof gehört seit jeher zur katholischen Pfarrei St. Willibald in Oberwiesenacker im Bistum Eichstätt. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert gingen die Kinder des Richthofs dorthin zur Schule; der Lehrer war um 1835 gleichzeitig Mesner.Popp, S. 163Buchner II, S. 312
Literatur
Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner, 1836
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz