mini|Kulturzentrum Grend (2004) mini|Jochen Distelmeyer im Grend (2009) Das Kulturzentrum Grend ist eine mehrspartige soziokulturelle Einrichtung in freier Trägerschaft im Osten der Stadt Essen gelegenen Stadtteil Steele. Seit 1996 bietet das Grend ein kulturelles und künstlerisches Angebot für unterschiedliche Zielgruppen sowie ein Bildungsangebot für Kinder und Erwachsene.
Geschichte Rathaus der Stadt Steele Im Jahr 1876 das Haus im Stil der Neorenaissance als Rektoratsschule errichtet, aus der das spätere Carl-Humann-Gymnasium hervorging. 1904 verließ die Schule das Gebäude, so dass es die damalige Stadt Steele zu ihrem Rathaus umbaute und es am 24. November des Jahres einweihte. Nach der Eingemeindung Steeles zur Stadt Essen zum 1. August 1929 verlor das Rathaus seine Funktion, diente jedoch noch eine Zeit als städtische Verwaltungsstelle sowie später schulischen Zwecken. Das erhaltene Gebäude wurde 1985 unter Denkmalschutz gestellt.Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen
Umbau zum Kulturzentrum Nach acht Jahren Planung und Umbau wurde das Gebäude 1996 unter dem Namen Grend (altdeutscher Begriff für grindiger, sandiger Boden) als soziokulturelles Zentrum eröffnet. Betreiber des Zentrums ist der "Kulturzentrum Grend e. V.", ein ehemaliger Zusammenschluss von drei Kultur- und Bildungsvereinen: Werkstatt e. V., Zimmertheater in Essen e. V. (Theater Freudenhaus) und Werkstatt-Bildungswerk e. V. Nach einer Umorganisation sind seit 2005 die Aktivitäten des Grend in dezentrale Geschäftsbereiche des Trägervereins mit eigener Ressourcenverwaltung umgewandelt worden.
Struktur mini|hochkant|Eingang zum Theater im Grend
Theater Das Theater bietet ein regelmäßiges Bühnenprogramm aus eigenen Stücken, Fremdinszenierungen, Gastspielen anderer freier Theater sowie ein Programm für Kinder. Der Schwerpunkt des Programms lag früher auf Komödien, die sich vorwiegend mit dem Strukturwandel des Ruhrgebiets auseinandersetzen. Aktuell wird an einer Diversifizierung der Programmprofile des Theaters und an neuen Kooperationsformen gearbeitet. In diesem Zuge wurde das ehemalige "Theater Freudenhaus" im Januar 2024 in "GRENDTheater" umbenannt.
Konzert- und Veranstaltungsbereich Hier werden regelmäßige Konzerte im Rock- und Popbereich/Independent-Musik sowie Konzerte für junge Nachwuchsbands geboten. Seit den 2000er Jahren ebenfalls der Grend-Slam, eine Poetry-Show.
Grend-Bildungswerk Es bietet seit den 1990er Jahren ein Weiterbildungsprogramm mit Kursen und Workshops für Erwachsene. Ein integrativer Teil des Grend-Bildungswerk ist das TPZ-Ruhr (Theaterpädagogische Zentrum Ruhr), ein Ausbildungsinstitut, das zertifizierte Ausbildungen zum Theaterpädagogen (BUT) anbietet und seit den 2000er Jahren durchführt. Das Kinder- und Jugend-Atelier bietet ein regelmäßiges Kurs- und Kreativangebot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren.
Literatur-Festival Literatürk Das Internationale Literatur-Festival Literatürk ist ein seit 2005 jährlich im Herbst stattfindendes Literaturfestival mit wechselnden Themenschwerpunkten; 2020 mit dem Thema „Zukunft“.
Jugendgästehaus Im Jugendgästehaus werden Räume regelmäßig und international vermietet.
Finanzierung Das Grend finanziert sich aus Zuschüssen der Stadt Essen und der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen (Weiterbildung) sowie zu mehr als 50 Prozent aus selbst erwirtschafteten Mitteln (siehe Förderer und Unterstützer).
Weblinks
Homepage Literatürk Festival
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1996 Kategorie:Kulturelle Organisation (Essen) Kategorie:Steele (Essen) Kategorie:Kulturzentrum (Nordrhein-Westfalen)