Die W-19-Klasse () war eine Klasse von siebzehn Minensuchbooten der Kaiserlich Japanischen Marine, die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen.

Einheiten Bau-Nr. Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Maru 4 Keikaku 164 Dai-19-Gō Sōkaitei(第19号掃海艇)Minensucher Nr.19 Ishikawajima Zōsen,Tokio 17. September 1940 18. Februar 1941 31. Mai 1941 versenkt am 10. Dezember 1941 durch Luftangriff,im Cagayan Fluss auf der Insel Luzon 165 Dai-20-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.20 19. März 1941 17. September 1941 15. Dezember 1941 versenkt am 5. Mai 1945 durch amerik. U-Boot USS Trepang,im Gelben Meer 166 Dai-21-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.21 Harima Zōsen,Aioi 20. September 1941 28. Februar 1942 29. Juni 1942 außer Dienst am 25. Oktober 1945,am 1. Oktober 1947 Kriegsbeute USA– versenkt als Zielschiff am 7. Oktober 1947 167 Dai-22-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.22 Ishikawajima Zōsen,Tokio 6. Oktober 1941 28. April 1942 31. Juli 1942 versenkt am 11. November 1944 durch Luftangriff,bei Palau 168 Dai-23-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.23 5. Mai 1942 13. Januar 1943 31. März 1943 außer Dienst am 25. Oktober 1945,am 3. Oktober 1947 Kriegsbeute UdSSR 169 Dai-24-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.24 Harima Zōsen,Aioi 5. Mai 1942 16. September 1942 25. Januar 1943 versenkt am 15. Juli 1945 durch Luftangriff,in der Tsugaru-Straße Maru Kyū Keikaku 410 Dai-25-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.25 Marinewerft Kure 30. April 1943 versenkt am 4. Juli 1944 durch Luftangriff,bei Chichi-jima 411 Dai-26-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.26 Mitsubishi,Yokohama 31. März 1943 versenkt am 17. Februar 1944 durch Luftangriff,bei Rabaul 412 Dai-27-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.27 Harima Zōsen,Aioi 10. Juni 1942 23. Februar 1943 31. Juli 1943 versenkt am 10. Juli 1945 durch amerik. U-Boot USS Runner,bei Yamada 413 Dai-28-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.28 Marinewerft Kure 28. Juni 1943 versenkt am 29. August 1944 durch amerik. U-Boot USS Jack,in der Celebessee 414 Dai-29-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.29 Ishikawajima Zōsen,Tokio 22. Oktober 1943 gesunken nach Minentreffer am 7. Mai 1945,bei Shimonoseki 415 Dai-30-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.30 5. Februar 1944 versenkt am 11. November 1944 durch amerik. Luftangriff,während der Schlacht in der Ormoc Bay 416417 Bauaufträge 1945 storniert 418 Dai-33-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.33 Mitsubishi,Yokohama 31. Juli 1943 versenkt am 9. August 1945 durch amerik. Luftangriff,bei Onagawa 419 Dai-34-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.34 Ishikawajima Zōsen,Tokio 29. Mai 1944 versenkt am 21. Mai 1945 durch amerik. U-Boot USS Chub,in der Javasee 420421422 Bauaufträge 1945 storniert 423 Dai-38-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.38 Fujinagata Zōsen,Osaka 10. Juni 1944 versenkt am 19. November 1944 durch amerik. U-Boot USS Atule,in der Bashistraße 424 Dai-39-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.39 Harima Zōsen,Aioi 3. Dezember 1943 24. Februar 1944 27. Mai 1944 versenkt am 20. Juli 1945 durch amerik. U-Boot USS Threadfin,im Gelben Meer 425 Bauaufträg 1945 storniert 426 Dai-41-Gō SōkaiteiMinensucher Nr.41 Fujinagata Zōsen,Osaka 17. Juli 1944 versenkt am 4. Januar 1945 durch Luftangriff,bei Hainan 427bis437 Bauaufträge 1945 storniert Kai-Maru 5 Keikaku 5301bis 5336 Bauaufträge 1944 storniert

Technische Beschreibung Rumpf Der Rumpf der Boote der W-19-Klasse, unterteilt in wasserdichte Abteilungen, war 72,5 Meter lang, 7,85 Meter breit und hatte bei einer Einsatzverdrängung von 767 Tonnen einen Tiefgang von 2,61 Metern.

Antrieb Der Antrieb erfolgte durch zwei mischbefeuerte Dampferzeuger – Kampon-Kesseln des Yarrow-Typs – und zwei Getriebeturbinensätze, mit denen eine Gesamtleistung von 3.850 PS (2.832 kW) erreicht wurde. Die Leistung wurde an zwei Wellen mit je einer Schraube abgegeben. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 20 Knoten (37 km/h) und die maximale Fahrstrecke 2.000 Seemeilen (3.704 km) bei 14 Knoten.

Bewaffnung Artillerie Bei Indienststellung bestand die Bewaffnung aus drei 12-cm-Geschützen in Kaliberlänge 45 Typ 11 Modell M. Dieses ab 1920 eingeführte Seezielgeschütz hatte eine Feuerrate von 5 Schuss die Minute und eine Lebensdauer von 700 bis 1000 Schuss. Es konnte eine 20,41 Kilogramm schwere Granate bis zu 16 Kilometer weit schießen und war in drei 8,9 Tonnen schweren Einzellafetten mit Schilden zum Splitterschutz untergebracht. Diese waren in Bootsmittellinie, einer vor dem Brückenaufbau und zwei hinter bzw. vor dem achteren Deckshaus, aufgestellt. Die Einzellafetten hatten eine Seitenrichtgeschwindigkeit von bis 4° pro Sekunde, eine Höhenrichtgeschwindigkeit von bis 6° pro Sekunde und einen Höhenrichtbereich von −10° bis +55°.

Flugabwehr Zur Flugabwehr standen zwei 2,5-cm-Maschinenkanonen Typ 96 zur Verfügung. Diese 2,5-cm-Maschinenkanonen verschossen im Einsatz rund 110 bis 120 Schuss pro Minute und die effektive Reichweite lag bei etwa 3 Kilometern bei 85° Rohrerhöhung.

Bedingt durch die Bedrohung durch die alliierten Luftstreitkräfte während des Pazifikkrieges, kam es 1944 zur Verstärkung der Flugabwehrbewaffnung aller noch vorhandenen Boote. Die Bewaffnung bestand nun aus neun 2,5-cm-Maschinenkanonen, welche über das Boot verteilt waren und auch eines der 12-cm-Seezielgeschütze ersetzten.

U-Jagdausrüstung mini|Amerikanischer Y-Wasserbombenwerfer, ähnlich dem japanischen Typ 94 Die U-Jagdbewaffnung bestand aus zwei Ablaufschienen und einem Y-Wasserbombenwerfer Typ 94 mit 36 Wasserbomben, welche sich auf dem Achterdeck befanden. Dieser 1934 eingeführte Y-Werfer hatte ein Gewicht von 680 Kilogramm und konnte zwei Wasserbomben des Typ 95 jeweils 95 Meter, bei einer Flugzeit von fünf Sekunden, weit feuern. Bei Einzelschuss betrug die Reichweite 105 Meter und die Flugzeit 4,5 Sekunden.

Minensuchausrüstung Zum mechanischen Räumen von Seeminen (Ankertauminen) verfügte die Klasse über Minenräumgeschirr bestehend aus Räumottern (engl. Paravane), welche mittels zweier Davits am Heck abgelassen wurden. Diese Räumotter wurden seitlich vom schleppenden Fahrzeug nachgezogen und durch Tragflächen auf Höhe gehalten. Das gespannte Schleppkabel konnte nun die Ankertaue von Ankertauminen zum Räumotter führen, wo es durch Kabelschneider durchtrennt wurde, und die Mine aufschwamm. Danach konnte sie mittels Handfeuerwaffen oder Schiffsartillerie zur Explosion gebracht werden. Sollte das Ankertau nicht durchtrennt werden, wurde die Mine und der Räumotter zur Kollision und damit Explosion gebracht. Das Schleppkabel konnte danach eingeholt und gegebenenfalls vorhandenes Ersatzgerät angebracht werden. Es wurden bis zu sechs Räumotter an Bord mitgeführt.

Sensoren Sonar Zur Suche nach U-Booten war ein Echoortungssystem des Typ 93 und ein Hydrophon-Set vom Typ 93 eingerüstet. Dieses Hydrophon-Set bestand aus zwei Gruppen zu je acht Sensoren, eine Gruppe auf jeder Bootsseite.

Besatzung Die Besatzung hatte eine Stärke von 98 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.

Siehe auch W-1-Klasse W-13-Klasse W-7-Klasse

Literatur

Weblinks

Japanische Minenleger und Minenjäger auf ww2technik.de Minensucher auf combinedfleet.com (englisch) W-19-Klasse auf combinedfleet.com (englisch) W-19-Klasse auf Navypedia (englisch) W-19-Klasse bei The Pacific War Online Encyclopedia (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Militärschiffsklasse (Japanisches Kaiserreich) Kategorie:Militärschiffsklasse für den Minenkrieg