zentriert|rahmenlos|170px mini|zentriert|150px|Lage des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin

Die Liste der Parks und Grünanlagen im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist eine Zusammenstellung von Parks und Grünflächen, die folgende Kriterien erfüllen: Sie liegen in den Ortsteilen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, sind durch die Bezirksverwaltung zur Nutzung für die Allgemeinheit freigegeben (gewidmet), geschützt und haben eine Fläche von je mindestens 2000 m². __TOC__

Überblick Im Bezirk befinden sich mindestens die hier gelisteten öffentlichen Parks und gewidmeten Grünanlagen (Stand: Ende Mai 2023). In die Zusammenstellung werden nicht aufgenommen: Friedhöfe, reine Sportparks, Straßen- oder Rahmengrün und Anlagen, die keine deutliche Außenwahrnehmung besitzen, beispielsweise Spielplätze. Die Liste ist alphabetisch vorsortiert nach dem Ortsteil und dem amtlichen Namen des Parks oder der Straße, an der die Grünanlage liegt.

Die Ortsteile stehen mit folgenden Abkürzungen in der ersten Spalte: Ch = Berlin-Charlottenburg ChN = Berlin-Charlottenburg-Nord Gr = Berlin-Grunewald Hs = Berlin-Halensee Sd = Berlin-Schmargendorf We = Berlin-Westend Wi = Berlin-Wilmersdorf

OT Name des Parks der Grünanlage/ Lage Objekt- nummer wann angelegt Gartenarchitekt / Planer Fläche in ha Kurzdarstellung und Bild Ch Alt-Lietzow – Mittelinsel mit Spielplatz () 00578, 00918 –1824 Ludwig Neßler 0,43 rechts|140x140px|Alt-LietzowDas ehemalige Dorf Lützow oder Lietzow wurde im Jahr 1239 erstmals erwähnt. Auf dem östlichen Teil des Platzes stand ursprünglich eine Feldsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert. Vom Jahr 1821 bis 1824 hat der Gartenarchitekt Ludwig Neßler den Stadtplatz neu gestaltet. Zwischen den Jahren 1848 und 1850 wurde die Kirche durch einen Bau von Friedrich August Stüler ersetzt. Auf dem Platz gegenüber der Kirche wurde zwischen den Jahren 1873 und 1875 ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864 bis 1871 errichtet. Im Jahr 1897 hat die Stadt Berlin den Stadtplatz von der Kirchengemeinde übernommen. Er wurde im Jahr 1900 ebenfalls von Ludwig Neßler umgestaltet. Die zu klein gewordene Kirche von Stüler wurde in den Jahren 1910/11 abgerissen und durch eine größere evangelische Pfarrkirche (Lützowkirche) im neubarocken Stil ersetzt. Der Gartendirektor Felix Buch legte im Jahr 1936 einen halbkreisförmigen Sandspielplatz in der Nische hinter dem Denkmal an. Ein Jahr später erhielt der Stadtplatz im Zuge einer Kampagne den Namen Alt-Lietzow. Der Stadtplatz steht seit dem Jahr 1995 unter Denkmalschutz. in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin. Abgerufen am 18. Oktober 2020. Ch Amtsgerichtsplatz () 00162 0,22 rechts|140x140px|Amtsgerichtsplatz Der Platz wurde nach dem Bau des Amtsgerichts angelegt. Im Jahr 1979 wurde die Bronzeskulptur Treblinka von Vadim Sidur für die Opfer des Vernichtungslager Treblinka aufgestellt. An der nordöstlichen Ecke des Platzes befindet sich eine 1905 errichtete Bedürfnisanstalt, die von Rudolf Walter und Walther Spickendorff geschaffen wurde, heute als Bistro genutzt wird und denkmalgeschützt ist. Ch Goslarer Platz mit Spielplatz () 00137, 00943 –1913 Erwin Barth 0,87 rechts|140x140px|Goslarer PlatzDer Goslarer Platz wurde 1909 benannt und entstand durch Freihaltung eines Blockes im Zuge der Bebauungsplanung für diesen mittelständischen Stadtteil Charlottenburgs. Der damalige Garteninspektor Ludwig Neßler fertigte im Jahr 1909 einen Entwurf für den Stadtplatz an. Dieser sah im Süden einen ovalen Spielplatz und im Norden eine halbrunde Schmuckanlage vor. Der Entwurf wurde erst zwischen den Jahren 1912 und 1913 umgesetzt, als Erwin Barth Gartendirektor geworden war. Barth übernahm den Entwurf von Neßler, änderte aber die Bepflanzung und die räumliche Erscheinungsweise. Nach 1945 blieb der Stadtplatz trotz Gemüseanbau in seinen Strukturen erhalten und steht heute unter Denkmalschutz. in der Denkmaldatenbank des Landesdenkmalamts Berlin. Abgerufen am 17. Juli 2020. Ch Karl-August-Platz mit Spielplatz () 00494, 00524, 07030 0,71 rechts|187x187px Der Karl-August-Platz ist ein quadratischer Stadtplatz in der Nähe der Wilmersdorfer Straße. Der Platz ist hauptsächlich für seinen Markt bekannt. Mittig auf dem Platz befindet sich die Trinitatis-Kirche. In der Grünanlage gibt es zwei Spielplätze. Ch Klausenerplatz mit Spielplatz () 00150, 00490 Erwin Barth 1,27 rechts|140x140px|KlausenerplatzDer Blockplatz gegenüber dem Schloss Charlottenburg war von 1844 bis 1889 Reitplatz der Garde du Corps. 1894 wurde er als begrünte Freifläche angelegt und hieß zunächst Friedrich-Karl-Platz. 1921/22 gestaltete Erwin Barth den Platz neu mit einem Kinderspielplatz im Mittelteil, erhöhten Sitzplätzen an den Ecken und Pappel-Rondellen. 1950 erhielt er den Namen des Politikers Erich Klausener. Ch Kuno-Fischer-Platz () 00154 –1913 (1928–1930 Umbau)Erwin Barth & Heinrich Seeling Felix Buch 0,41 rechts|140x140px|Kuno-Fischer-PlatzDer Kuno-Fischer-Platz ist ein Gartendenkmal, liegt an der Ostseite des Lietzensees hinter dem Gebäude der ehemaligen Knappschafts-Berufsgenossenschaft zwischen Lietzensee und Kuno-Fischer-Straße. Seit 1913 steht auf dem Platz die Steinskulptur eines Fauns, einen Knaben das Flötenspiel lehrend, von Gerhard Janesch. Zwischen 1928 und 1930 wurde der Platz umgestaltet. Ch Lietzenseepark / Nord – Kleine Kaskade () 00158.2 Erwin Barth, Heinrich Seeling 0,23 rechts|140x140px|Lietzenseepark Kleine KaskadeDie Kleine Kaskade am Lietzensee wird aus einem Rundbecken mit Fontäne an der Wundtstraße gespeist und von zwei Laubengängen gesäumt. Sie ging 2020 zum 100-jährigen Jubiläum der Parkanlage nach zehnjährigem Stillstand wieder in Betrieb. Richard Kolkwitz, Mitarbeiter der Königlichen Landesanstalt für Wasserhygiene, schlug bei Einrichtung der Anlage vor, durch die Einleitung des sauerstoffhaltigen Trink- und Grundwassers der kleinen Kaskade das Algenwachstum im Lietzensee auf natürliche Weise zu bekämpfen. Wenn dies auch nur geringen Erfolg hatte, so gilt seine Idee heute jedoch als eine der ersten Gewässerrestaurierungen überhaupt. Ch Lietzenseepark/Nord & Süd mit Spielplatz () 00144, 00158, 00492, 00515, 00516, 00543 Erwin Barth 10,42 rechts|140x140px|Lietzenseepark/NordDer Park ergänzte bereits vorher um den Lietzensee entstandene Plätze, er ist seit den späten 1990er Jahren ein Gartendenkmal. Im See sprudeln zwei Fontänen, und im umgebenden Park sind mehrere Denkmale und Skulpturen aufgestellt. Spazierwege, Bänke und ein Spielplatz laden Besucher ein. Ch Lietzenseepark/Süd – Große Kaskade (Dernburgplatz) () 00144.2 1905–1906 1912–1913 Ludwig Neßler Erwin Barth Heinrich Seeling 0,29 rechts|140x140px|Lietzenseepark/Süd – Große KaskadeDie Große Kaskade am Lietzensee befindet sich am südlichen Ende des Parks an der Dernburgstraße. Das Wasser der Kaskade fließt über mehrere Stufen in den Lietzensee. An ihrem Ende befindet sich eine weiße Pergola. Im Jahr 2005 wurde die Kaskade von der Stiftung Denkmalschutz Berlin für 246.000 Euro restauriert und 21. Juli 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Ch Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park () 00527 0,48 rechts|140x140px|Margarete-und-Arthur-Eloesser-Park Die Grünanlage wurde am 23. April 2008 nach einer Umgestaltung wieder eingeweiht. Sie befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Charlottenburg. Ch Mierendorffplatz mit Spielplatz () 00131, 00482 1912–1913 (1950–1951 1979 Umbau) Erwin Barth 0,86 rechts|140px|MierendorffplatzDie gleichnamige Grünanlage wurde 1912–1913 nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekten Erwin Barth angelegt und ist als Gartendenkmal geschützt. Der Mierendorffplatz ist – im Gegensatz zu den repräsentativen Parkanlagen des ausgehenden 19. Jahrhunderts – eher funktional, aber gleichzeitig anspruchsvoll gestaltet. Der nördliche Teil des Platzes war wiederum in zwei Teile geteilt. Im östlichen Teil befindet sich ein Spielplatz, im Westen wurde ein Blumengarten angelegt, dessen Achsenkreuz in der Mitte durch einen Springbrunnen ergänzt wird. Im Inneren des Platzes wurden hauptsächlich Rosen gepflanzt. Die Anlage wird durch Platanen eingefasst. Ch Österreichpark & Garten mit Spielplatz () 00138, 00138.1, 00546 2,52rechts|140x140px|Österreichpark Die Grünanlage grenzt südlich direkt an die Spree und östlich an die Sömmeringstraße; sie wurde im Jahr 2013 neu gestaltet. Ch Savignyplatz () 00160 (1970er/1980er) Erwin Barth 0,53 rechts|140x140px Der Blockplatz wird von drei Straßen durchkreuzt, wobei die Kantstraße als größte Straße in Ost-West-Richtung den Platz teilt. Die beiden anderen Straßen sind die Grolmanstraße (von Nordwest nach Südost) und die Knesebeckstraße (Nord-Süd-Richtung). Von der Nordostseite des Platzes führt die Carmerstraße als Einbahnstraße zum Steinplatz an der Hardenbergstraße. Ch Schlosspark Charlottenburg () 00126 49,83 rechts|140x140px|Schlosspark Charlottenburg Der Park wurde beim Bau des Schlosses Charlottenburg zwischen 1695 und 1791 angelegt. Ch Schustehruspark mit Spielplatz () 00152, 00491 Erwin Barth 1,20 rechts|140x140px|SchustehrusparkDer Park entstand 1881/82 als Gartenanlage der Villa Oppenheim auf dem Grundstück des Grafen von Kameke. 1914 wurde er von Gartendirektor Erwin Barth zu einem öffentlichen Park gestaltet. 1947/48 erfolgte die Wiederherstellung und Erweiterung durch Walter Hilzheimer. Der Park ist ein gelistetes Gartendenkmal. Ch Steinplatz () 00155 0,32 rechts|140x140px|Steinplatz Blick zur UDKDer Steinplatz wurde 1885 angelegt. Auf dem in der Nachkriegszeit neugestalteten und begrünten Platz befinden sich je ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus und des Stalinismus (errichtet 1951) sowie eine Büste des Namensgebers. Zwischen November 2017 und Mai 2018 wurde der Platz durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erneut umgestaltet. ChN Volkspark Jungfernheide (extensiv & intensiv) mit Spielplatz () 00125.1, 00125.2, 00511 Erwin Barth 112 (gesamt) rechts|140x140px|Volkspark JungfernheideDer Name der Gegend bezieht sich auf die Jungfern, die Angehörigen des Benediktinerinnenklosters in Spandau, zu deren Besitz das Gebiet im Mittelalter gehörte. Der Straßenname Nonnendamm geht ebenfalls auf die Spandauer Schwestern zurück, die diese Wegeverbindung von Spandau nach Berlin-Cölln befestigen ließen.