Weiherstetten ist ein Gemeindeteil der Stadt Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Weiherstetten liegt in der Gemarkung Hörmannsdorf.

Geographische Lage Weiherstetten liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb auf . Die Einöde ist über eine Gemeindeverbindungsstraße zu erreichen, die vom früheren Gemeindesitz Hörmannsdorf von der Staatsstraße 2251 in Richtung Südwesten abzweigt. Sie führt weiter zur Gemeindeverbindungsstraße zwischen den Parsberger Gemeindeteilen Holzheim und Badelhütte bzw. Haid.

Geschichte Weiherstetten ist erstmals erwähnt im Urbar des Benediktinerklosters Kastl vom Jahr 1326; jährlich mussten je 25 Metzen Korn und Hafer abgeliefert werden. Hochgerichtlich unterstand die Einöde der Herrschaft Lutzmannstein und war Parsberger Lehen.Manfred Jehle: Parsberg. Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 51. München 1981, S. 280, 371 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde nach wie vor aus einem Gut, auf dem der Parsberger Lehensmann Eglmayr saß.Jehle, S. 487

Im Königreich Bayern (1806) wurden zunächst Steuerdistrikte aus jeweils mehreren Orten gebildet, darunter Hörmannsdorf im Landgericht Parsberg bestehend aus den sieben Orten Hörmannsdorf, Breitenthal, Holzheim, Kühnhausen, Raisch, Eichensee und Weiherstetten.Jehle, S. 533 Im Zuge des zweiten Gemeindeedikt von 1818 wurde die Ruralgemeinde Hörmannsdorf mit den Orten Hörmannsdorf, Eichensee, Holzheim, Kühnhausen und Weiherstetten gebildet.Jehle, S. 545 Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 in die Stadt Parsberg eingemeindet.

Die Kinder der Gemeinde Hörmannsdorf und damit auch die Kinder aus der Einöde Weiherstetten gingen spätestens seit dem 19. Jahrhundert in den Pfarrort Hörmannsdorf zur Schule, wo der Lehrer um 1835 gleichzeitig Mesner und Cantor war.Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 80

Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 7 Einwohner, 1 Haus,Popp, S. 80 1861: 6 Einwohner, 2 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 3 Einwohner, 3 Gebäude, im Jahr 1873 mit einem Großviehbestand von 7 Stück Rindvieh, 1900: 7 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925: 8 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1937: 7 Einwohner (Katholiken),Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. I. Band, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937, S. 530 1950: 9 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1987: 5 Einwohner, 1 Wohnhaus, 2 Wohnungen. Derzeit sind zwei Hausnummern vergeben. Heute wird hier Geflügelmast betrieben.

Kirchliche Verhältnisse Weiherstetten gehörte seit altersher zur katholischen Pfarrei St. Willibald in Hörmannsdorf im Bistum Eichstätt.Popp, S. 79 f.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Parsberg Kategorie:Ersterwähnung 1326