Das Ludwig-Schuster-Quartett war ein in den 1950er und 1960er Jahren aktives Streichquartett aus Halle (Saale). Namensgeber war der Primarius Ludwig Schuster (Konzertmeister am Landestheater Halle).
Mitglieder Mitglieder des Ensembles waren Ludwig Schuster (1. Violine), Adam Busch bzw. Georg Hanstedt (2. Violine), Walter Ziegler (Viola) und Otto Kleist (Violoncello).Hansjürgen Schaefer: Berliner Festtage 1957. Musik von Ottmar Gerster. Berliner Zeitung, 11. Oktober 1957, Jg. 13, Ausgabe 238, S. 3.
Geschichte Nach Konstanze Musketa „spielte [es] auf dem Gebiet der neuen Musik eine Vorreiterrolle“.Konstanze Musketa: Musikgeschichte der Stadt Halle. Führer durch die Ausstellung des Händel-Hauses. Händel-Haus, Halle an der Saale 1998, ISBN 3-910019-13-7, S. 86. So brachte es mehrere Werke zur Uraufführung u. a. das Streichquartett Nr. 8 Die Nachgeburt von Max Butting (1958),Hansjürgen Schaefer: Kunst des Lichts und der Freude. Zum siebenten Male: Händelfestspiele in Halle. In: Berliner Zeitung, 14. Juni 1958, Jg. 14, Ausgabe 135, S. 3. das Streichquartett Nr. 1 von Gerhard Wohlgemuth (1960),Horst Seeger: Musik für eine freundliche Zukunft. Die Händel-Festspiele 1960 in Halle. In: Neues Deutschland, 22. Mai 1960, Jg. 15, Ausgabe 141, S. 6. das 2. Streichquartett Vita et mors von Jón Leifs (1960),Árni Heimir Ingólfsson: Jón Leifs and the Musical Invention of Iceland. Indiana University Press, Bloomington 2019, ISBN 978-0-253-04407-5, o.S (E-Book). das Streichquartett Nr. 2 von Leo Spies (1964)Akademie-Konzert. In: Neues Deutschland, 9. Juni 1964, Jg. 19, Ausgabe 157, S. 4. und das Streichquartett E-dur von Hans Stieber (1965).Klaus Schneider: Hans Stieber. Lebensdaten, Werkverzeichnis, Bibliographie. In: Hannoversche Geschichtsblätter, NF 26 (1972) 3/4, S. 199–215, hier: S. 206.
In Halle (Saale) trat es regelmäßig im Rahmen der Händel-FestspieleKarin Zauft: Händel und die Händel-Festspiele in Halle. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2001, ISBN 978-3-89812-085-2, S. 37. und der MusiktageThomas Buchholz (Red.): Hallische Musiktage 1955–2005. Hrsg. vom Landesverband Sachsen-Anhalt Deutscher Komponisten e. V., Halle (Saale) 2005, S. 12f. auf. 1956 spielte es beim vom Verband Deutscher Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR und von der Vereinigung der Landesverbände deutscher Tonkünstler und Musiklehrer der BRD veranstalteten 2. Gesamtdeutschen Musikfest im fränkischen Coburg.Hans Böhm: Geistliche und weltliche Gegenwart. Eindrücke vom gesamtdeutschen Musikfest in Coburg. In: Neue Zeit, 13. September 1956, Jg. 12, Ausgabe 214, S. 6. Im Jahr 1957 gastierte es bei den Berliner Festtagen.
Auszeichnung 1963 wurde das Streichquartett mit dem Händelpreis des Bezirkes Halle ausgezeichnet.Christoph Rink: Chronologie des Händelpreises. In: Mitteilungen des Freundes- und Förderkreises des Händel-Hauses zu Halle e.V. 1/2012, S. 20–25, hier: S. 23.
Diskographie Leo Spies: Streichquartett Nr. 2 (Eterna 1966) Max Butting: Streichquartett Nr. 8 (Eterna 1968)
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Einzelnachweise
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