mini|Packstation – Modell Fachsystem, jede Sendung hat ein eigenes Fach (2026) mini|Packstation – Modell Rotationssystem, Sendungen werden in Magazinen gelagert (2004) mini|Packstation Kompakt (2020), ohne Bildschirm und Drucker, nur noch via App bedienbar

Eine Packstation ist ein Paketautomat von DHL, der Paket- und Expressdiensttochter der Deutschen Post AG. Das System wurde ab Ende 2001 aufgebaut; Pilotstädte waren Dortmund und Mainz. Derzeit gibt es bundesweit mehr als 17.000 Automaten (Stand: März 2026), an denen Kunden zum Teil rund um die Uhr bestimmte Sendungen abholen sowie selbst einliefern können. Im September 2023 lag die Zahl der registrierten Kunden bei über 23 Millionen. Der Erfinder der Packstation ist Boris Mayer (1999).Erfinder der Packstation will Packstationen jetzt neu erfinden

Handhabung und Funktionsumfang Allgemeines Für die Registrierung des Kundenkonto und die Nutzung der Paketautomaten fallen über das Porto hinaus keine zusätzlichen Kosten an. Der alleinige Paketversand ist auch ohne vorherige Registrierung möglich. Die Packstation ist (in der Regel) 24 Stunden und 7 Tage die Woche zugänglich.

Die Kundenanmeldung erfordert die Angabe einer Adresse innerhalb der EU und eine deutsche Mobilfunknummer. Das Mindestalter für die Nutzung beträgt 18 Jahre.Häufig gestellte Fragen, auf dhl.de

Zur Freischaltung für den Service ist eine Identitäts- und Adressprüfung notwendig. Hierzu werden die Kundendaten entweder automatisch verifiziert oder der Kunde erhält eine Einladung per E-Mail zu dem Fotoidentverfahren (Postident), wonach per Post zur Adressprüfung eine sechsstellige Transaktionsnummer (TAN) (sogenannte AdressTAN) versendet wird. Sobald diese Nummer im Online-Portal eingegeben wurde, verschickt DHL postalisch einen Aktivierungscode zur Aktivierung des mobilen Endgerätes.Jetzt Packstationskunde werden, auf dhl.de Dann kann die Packstation genutzt werden.

Für die Zustellung an eine Packstation sind DHL-Pakete, DHL-Päckchen, Büchersendungen, Warensendungen sowie Großbriefe und Maxibriefe geeignet. Briefsendungen, die mit weniger Porto als Groß- und Maxibriefe frankiert sind (Standardbrief, Kompaktbrief, Postkarte), werden nicht in eine Packstation eingelegt.

Sendungen müssen Mindest-Abmessungen von 15 cm × 11 cm × 1 cm (sog. S-Fach) und eine maximale Größe von 75 cm × 60 cm × 40 cm (sog. XL-Fach) zum Empfang haben. Zu berücksichtigen ist, dass nicht jede Packstation über das sogenannte XL-Fach verfügt. Gegenüber dem normalen Paketversand kommt es damit zu Einschränkungen. Das Höchstgewicht einer Sendung beträgt 31,5 kg. Seit April 2018 werden an Packstationen adressierte Nachnahmesendungen an Postfilialen umgeleitet, eine Bezahlung am Automaten ist nicht mehr möglich.

Beim Versenden und Empfangen hat der Kunde stets bundesweit die freie Wahl, welche Packstation er im einzelnen Fall verwenden möchte. Dadurch ist dieser Dienst besonders für Reisende wie Fernfahrer, Handelsvertreter oder Urlauber interessant.

Die jeweils nächstgelegene Packstation kann man mit dem „Postfinder“ (früher: Packstationfinder) im Internet anhand einer beliebigen nahegelegenen Adresse bestimmen.

Zu beachten ist, dass Sendungen nur vom Inhaber des jeweiligen Kundenkonto persönlich abgeholt werden dürfen. Das Aushändigen der Zugangsdaten an Dritte ist nicht zulässig.

Ausgeschlossen von einer Zustellung an Packstationen sind ebenso Lieferungen konkurrierender Unternehmen.

mini|Besonders kleine Packstation an einer Kölner Tankstelle (2019)

Sendungen an eine Packstation adressieren Eine Sendung, die an eine Packstation geliefert werden soll, muss nach folgendem Muster adressiert werden:

Hans Mustermann 12345678 Packstation 123 12345 Musterstadt

Dabei ist 12345678 die Postnummer (zwischen sechs und zehn Stellen) des Packstationkunden (des Empfängers), die diesem fest zugeteilt ist. Die Nummer der Packstation, die Postleitzahl und den Ort der Packstation kann der Kunde in einem Verzeichnis, etwa auf der Website des Unternehmens, nachschlagen. Der Absender ist nicht auf eine bestimmte Packstation festgelegt, sondern kann durch freie Adressierung jeder einzelnen Sendung an die entsprechende Lieferadresse (Hausanschrift, Packstation usw.) jedes Mal frei entscheiden, wohin die Sendung zugestellt werden soll.

Fehlt (beispielsweise bei Online-Bestellungen) das Feld Adresszusatz, so ist die Postnummer im Feld Name in der Form Name Postnummer anzugeben. Im Feld „Straße“ ist „Packstation“ einzutragen, gefolgt von der dreistelligen Nummer der auszuwählenden Packstation im Feld „Hausnummer“.

Sendungen abholen mini|SMS mit der Transaktionsnummer zur Abholung

An Packstationen adressierte Sendungen mini|hochkant|Zur Vereinfachung für die Mitarbeiter sind von allen Fachgrößen bereits Fächer zur Mitnahme bzw. Einlegung von Paketen geöffnet

Seit April 2022 ist die Smartphone-App Post-&-DHL-App bei an Packstation adressierten Sendungen das alleinige Werkzeug, um Pakete aus einer DHL-Packstation abzuholen. Es wird in der App ein zeitlich begrenzter, scanbarer Abholcode übermittelt. Mobiles Internet ist, anders als zuvor, nun zwingend erforderlich.DHL-Packstation bald ohne Kundenkarte nutzbar, auf golem.de

Sobald eine Sendung eingetroffen ist, wird der registrierte Kunde per E-Mail und, falls installiert, über eine Push-Benachrichtigung in der offiziellen Post & DHL-App (früher: DHL Paket App) informiert, wo die Sendung hinterlegt ist.

An der Packstation kann die Sendung mit der App in Empfang genommen werden.

Bei einer vollständigen Belegung oder beim Defekt des Automaten bzw. bei einer Sendung, die zu klein, zu groß oder ungeeignet für die Packstation ist, wird die Sendung in eine andere Packstation oder eine Postfiliale transportiert und dort zur Abholung bereitgehalten. Der Kunde wird darüber per E-Mail und/oder SMS informiert. Diese Umleitung erfolgt ohne Rücksprache; bei einer Umleitung in eine Filiale kann die Sendung in der Regel erst am nächsten Werktag abgeholt werden und die Lagerfrist verkürzt sich auf sieben Werktage. Im Gegensatz zur Abholung am Automaten muss sich der Empfänger zusätzlich mit seinem Personalausweis verifizieren. Eine weitere Umlagerung zurück in eine Packstation, in eine andere Filiale oder an eine Hausanschrift erfolgt nicht.

In den Packstationen wird die Lieferung sieben Kalendertage, mit dem Tag der Einstellung, aufbewahrt. Umlagerungen der Sendungen (z. B. von einem Automaten in eine Filiale) und Zweitzustellungen werden nicht angeboten. Nach dem Fristablauf wird die Sendung an den Absender zurückgesandt.

Die Annahme der Sendung erfolgt in Unkenntnis über Absender und Sendungszustand, da nach dem Öffnen des Fachs des Paketautomaten gemäß AGB keine Annahmeverweigerungsmöglichkeit mehr besteht., Ziffer 5 Absatz 3

Abholung mit Kundenkarte/-nummer und TAN bis März 2022 Bis Ende März 2022 konnten Bestandskunden einer Packstation Sendungen noch mit Kundenkarte/Postnummer sowie dem vierstelligen Abholcode, der z. B. per E-Mail versendet wurde, an Packstationen abholen.

Für die Abholung von Sendungen kam seit dem 29. Oktober 2012 infolge gestiegener Phishing-Attacken das mTAN-Verfahren zum Einsatz, für das ein Mobiltelefon und die Registrierung der Mobilfunknummer erforderlich ist, was anfangs zu Verunsicherung bei den Kunden führte.Andreas Reinhardt: Volle Packstationen und genervte Kunden. In SWR1, 14. November 2012, abgerufen am 22. November 2012. Nach heftiger Kritik stellte DHL im November 2012 70 zusätzliche Mitarbeiter ein und richtete eine kostenlose Hotline ein, um die Anfragen bearbeiten zu können.Daniel Bakir, Christoph Fröhlich: Servicedesaster bei DHL: Chaos an der Packstation. In stern.de, 16. November 2012, abgerufen am 22. November 2012. Bei der Kundenkarte – von DHL auch als Goldcard bezeichnet – handelt es sich um eine Magnetstreifenkarte, auf der zwei von drei möglichen Spuren von DHL mit Informationen besetzt sind: Auf der ersten Spur ist der Name des Kunden im Klartext gespeichert, auf der zweiten befindet sich die Postnummer. Auf der dritten Spur befindet sich eine auf allen Karten einheitliche Nummer. Bei der Anmeldung an einer Packstation wurde nur die auf der zweiten Spur gespeicherte Postnummer mit einer Datenbank abgeglichen.

Seit 2017 stellte DHL die Packstationen nach und nach auf ein Strichcode-Verfahren um. Dabei wurden die Magnetstreifenleser entfernt und es konnten nur noch neuere Kundenkarten mit zusätzlich auf der Rückseite aufgedrucktem Strichcode verwendet werden. Kunden, die noch über eine alte Kundenkarte ohne Strichcode verfügten, konnten an diesen Stationen Pakete durch manuelle Eingabe der Postnummer abholen, da die neuen Kundenkarten bisher nicht automatisch, sondern nur nach der Anforderung durch DHL an die Kunden verschickt wurden. Der Strichcode enthielt eine eindeutige 16-stellige Ziffernfolge, die nicht der Postnummer entsprach. Bis Mitte 2018 war es möglich, den benötigten Barcode durch Berechnungen mit Hilfe der Postnummer selbst zu erzeugen, später wurden diese Strichcodes durch DHL aber gesperrt. Später ließ sich der Strichcode auch in der DHL-Packstation-App anzeigen und vom Smartphone-Display erfassen.

Seit 2018 führt DHL Packstationen ein, welche keinen Magnetkartenleser mehr eingebaut haben. Zur Identifikation genügte hier die Postnummer an Stelle der Magnetkarte sowie weiterhin die mTAN.

Ersatzweise Zustellung an eine Packstation Wird bei der Paketzustellung an eine Hausadresse der Empfänger nicht angetroffen, wurde ursprünglich eine orangefarbige Abholkarte zur Abholung in der nächsten Poststelle (Postfiliale oder -agentur) im Briefkasten hinterlegt. Zwischen 2008 und 2010 wurden zunehmend auch grüne Karten zur Abholung an einer Packstation beim Empfänger eingeworfen. 2010 wurde eine einheitliche gelbweiße Karte eingeführt, auf der angekreuzt werden kann, ob das Paket in einer Poststelle oder an einer Packstation abgeholt werden muss. Bei der Abholung des Pakets an einer Packstation muss lediglich der Barcode auf der Abholkarte vor den Scanner der Packstation gehalten werden; es erfolgt keine Identitätskontrolle des Abholers. Dieses Verfahren wird auch bei Empfängern angewandt, die keine Packstationkunden sind. Eine Kundenregistrierung ist dann nicht nötig. Von einer Packstation Kompakt, ohne Bildschirm und Scanner, kann das Paket ohne die App nicht abgeholt werden. Eine sogenannte Zweitzustellung kann über eine Website beauftragt werden, falls der Empfänger einen Internetzugang besitzt.www.dhl.de/nochmalzustellen Buchung einer erneuten Zustellung, auf dhl.de

Diese sogenannten benachrichtigen Sendungen werden 9 Kalendertage in der Packstation aufbewahrt.

Sendungen verschicken mini|Bis Mitte 2017 üblicher Einlieferungsbeleg für ein Paket in einer DHL-Packstation mini|hochkant|Durch Packstation gedruckter Päckchenaufkleber

Verschickt werden können nur Päckchen und Pakete und damit weniger Sendungsformen als beim Empfang. Die Sendungen können mit online vorfrankierten Strichcode-Versandaufklebern verschickt werden. Für die Online-Frankierung (DHL) wird mit einem Preisnachlass von 1 Euro pro Paket geworben. Seit März 2018 sind online erworbene Paketmarken mit QR-Code an Packstationen ausdruckbar, insoweit die jeweilige Packstation dies bereits unterstützt.dhl.departner.ebay.de Seit Mitte 2017 ist kein Erwerb von Versandaufklebern an der Packstation mehr möglich. Es können auch in Filialen oder Paketshops erworbene Wertmarken oder Retourenaufkleber eines Versenders verwendet werden.

Kauf von Wertmarken Wertmarken zur Frankierung von Päckchen und Paketen waren an allen Packstationen, auch mit Kundenkarte, bis 2012 erhältlich. Von August 2010 bis 2012 war die Abgabe von Päckchen und Paketen mit an Packstationen ausgestellten Wertmarken darüber hinaus auch in den Filialen der Deutschen Post und Partnerfilialen möglich.