Pathal ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Pathal liegt in der Gemarkung Ronsolden.
Geographische Lage Der Weiler liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb auf südlich des Eichelberges (); dort entspringt auch der Frauenbach, der in südlicher Richtung der Schwarzen Laber zufließt. Pathal liegt 100 m östlich der der Staatsstraße 2220, von der Gemeindeverbindungsstraßen zum Weiler führen.
Ortsnamendeutung Es werden zwei Deutungen gemacht,Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 38 (1923), S. 66 vom Wort „bada“ her: Ansiedelung in einer tiefen Lage vom Wort „path“ her: Ansiedelung in einem Sumpftal
Geschichte 1472 ist Pathal im Zusammenhang mit dem Zehent- und Widenverkauf von Haug von Parsberg an drei Velburger genannt.Buchner II, S. 47; Jehle, S. 228 1552 erwarben die Wiesbecken als Besitzer der Herrschaft Velburg von Haug von Parsberg Besitz in Pathal.Jehle, S. 255 Um 1600 verfügte dort das Amt Velburg unter den Wiesbecken über 3 Höfe und 1 Gut.Jehle, S. 264 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Pathal unter dem Amt Velburg weiterhin aus diesen 4 Anwesen, nämlich aus 2 ganzen Höfen der Untertanen Schweiger und Franckh, dem Halbhof des Untertans Eichsenseer und einem „Gütl“ des Untertans Schweiger; auch gab es ein gemeindliches Hirtenhaus.Jehle, S. 483
Im neuen Königreich Bayern (1806) gehörten dem Steuerdistrikt Ronsolden im Landgericht Parsberg neben dem Dorf Ronsolden die beiden Weiler Freudenricht und Pathal an.Jehle, S. 535 Aus diesem Steuerdistrikt wurde mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 unter Einbeziehung des Dorfes Raisch eine Ruralgemeinde.Jehle, S. 544, 559 Die Gemeinde erfuhr noch Zugänge und Abgänge, bis sie im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 in die Stadt Velburg eingemeindet wurde. Seitdem ist Pathal ein Gemeindeteil von Velburg.
Die Kinder gingen spätestens seit dem 19. Jahrhundert in den Pfarrort Klapfenberg zur Schule, wo der Lehrer um 1835 gleichzeitig Organist und Mesner war.Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt. Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 97
Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 30 Einwohner, 4 Häuser,Popp, S. 97 1861: 26 Einwohner, 18 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 798 1871: 28 Einwohner, 15 Gebäude, im Jahr 1873 mit einem Großviehbestand von 6 Pferden und 30 Stück Rindvieh, 1900: 34 Einwohner, 5 Wohngebäude, 1925: 27 Einwohner, 4 Wohngebäude, 1938: 34 Einwohner (Katholiken),Buchner II, S. 50 1950: 34 Einwohner, 5 Wohngebäude, 1987: 21 Einwohner, 6 Wohngebäude, 6 Wohnungen. Auch heute besteht der Weiler aus 6 Anwesen mit Wohnhäusern.
Kirchliche Verhältnisse Pathal liegt seit altersher im Sprengel der katholischen Pfarrei Klapfenberg im Bistum Eichstätt.Jehle, S. 221 1554 wurde unter Pfalz-Neuburg die Reformation eingeführt; die Rekatholisierung erfolgte 1618.Buchner II, S. 48 Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten auch die Untertanen in Pathal vollziehen.
Baudenkmäler In Pathal 3 sind das Bauernhaus, ein Walmdachbau aus dem 17. Jahrhundert, in Pathal 3a die Hofkapelle St. Marien von 1858 Baudenkmäler.Buchner II, S. 52Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 163
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1472