mini|Die Filialkirche St. Leonhard
Freudenricht ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Freudenricht liegt in der Gemarkung Ronsolden.
Geographische Lage Das Dorf liegt im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb auf etwa 1 km vom Truppenübungsplatz Hohenfels entfernt am südwestlichen Rand einer bis auf ansteigenden bewaldeten Erhebung. Freudenricht liegt an der Staatsstraße 2251, von der im Westen des Ortes die Kreisstraße NM 36 abzweigt.
Geschichte Die erste Erwähnung Freundenrichts dürfte diejenige in der Güterbeschreibung des Benediktinerklosters Kastl sein, die um 1325 angelegt wurde; das Kloster besaß zu dieser Zeit zu Freitelnrivt eine Hube. Seit 1390 hatte mit dem Schottenkloster St. Jakob zu Regensburg ein weiteres Koster Besitz in Fridelrewt, nämlich zwei Höfe, die von einem Maier bewirtschaftet wurden.Jehle, S. 41, 240 f. 1472 ist Freudenricht im Zusammenhang mit dem Zehentverkauf von Haug von Parsberg an drei Velburger genannt.Buchner II, S. 47; Jehle, S. 228 1562 erwarb Georg Hektor Wiesbeck, der im Vorjahr die Herrschaft Velburg übernommen hatte, einen Hof zu Freudenricht.Jehle, S. 255 Um 1600 verfügte dort das Amt Velburg unter den Wiesbecken über 2 Höfe und einige kleinere Güter.Jehle, S. 262 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Freudenricht unter dem Amt Velburg aus 6 Anwesen, nämlich aus 3 ganzen Höfen der Untertanen Märckhl, Ettenhardter und Lauthenschlager, 2 Viertelhöfen der Untertanen Schön sowie 1 „Häusl“; hinzu kam das gemeindliche Hirtenhaus.Jehle, S. 483
Im neuen Königreich Bayern (1806) wurden zunächst Steuerdistrikte aus jeweils mehreren Orten gebildet. Dem Steuerdistrikt Ronsolden im Landgericht Parsberg gehörten neben dem Dorf Ronsolden die beiden Weiler Freudenricht und Pathal an.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 wurde daraus unter Einbeziehung des Dorfes Raisch eine Ruralgemeinde.Jehle, S. 544, 559 Die Gemeinde erfuhr noch Zugänge und Abgänge, bis sie im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 in die Stadt Velburg eingemeindet wurde. Seitdem ist Freundenricht ein Gemeindeteil von Velburg.
Die Kinder gingen spätestens seit dem 19. Jahrhundert in den Pfarrort Klapfenberg, der zuletzt ebenfalls zur Gemeinde Ronsolden gehörte, zur Schule. Der dortige Lehrer war um 1835 gleichzeitig Organist und Mesner.Th. D. Popp (Hrsg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 97
Einwohner- und Gebäudezahl 1836: 56 Einwohner, 8 Häuser,Popp, S. 97 1861: 61 Einwohner, 25 Gebäude, 1 Kirche,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 798 1871: 55 Einwohner, 20 Gebäude, im Jahr 1873 einen Großviehbestand von 2 Pferden und 48 Stück Rindvieh, 1900: 51 Einwohner, 7 Wohngebäude, 1925: 50 Einwohner, 7 Wohngebäude, 1938: 52 Einwohner (Katholiken),Buchner II, S. 50 1950: 43 Einwohner, 7 Wohngebäude, 1987: 49 Einwohner, 10 Wohngebäude, 14 Wohnungen. Heute besteht das Dorf aus 17 Anwesen und der Kirche.
Kirchliche Verhältnisse Freudenricht ist seit altersher ein Filialdorf der katholischen Pfarrei Klapfenberg im Bistum Eichstätt. 1554 wurde unter Pfalz-Neuburg die Reformation eingeführt; die Rekatholisierung erfolgte 1618.Buchner II, S. 48 Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen vollziehen. 1750 wurde die Filialkirche St. Leonhard vergrößert neu gebaut und im Jahr darauf benediziert. Im Glockendachreiter mit Zwiebelhaube hingen noch 100 Jahre später zwei Glocken von 1837.Buchner II, S. 49, 51 Die Kirche gilt als Baudenkmal.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 162
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1325