Neudiesenhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Neudiesenhof liegt in der Gemarkung Velburg.

Geographische Lage Die Einöde im Oberpfälzer Jura der Fränkischen Alb liegt am nördlichen Ausgang einer Senke auf zwischen den Erhebungen Bockenberg, Sommertsberg, Ratzenberg, Kurzberg, Kolmerberg und Hohe Richt.

Verkehr Die Einöde befindet sich ca. 3 km nördlich von Velburg in direkter Nähe des Truppenübungsplatzes Hohenfels. Sie ist zu erreichen über eine Gemeindeverbindungsstraße, die von der Kreisstraße NM 36 abzweigt und über Diesenhof zum Neudiesenhof führt.

Geschichte Neudiesenhof wurde im 19. Jahrhundert vor 1840 gegründet.Jehle, S. 483Jakob Heinrich Schwarz: Adress-Handbuch für den Regierungsbezirk der Oberpfalz und von Regensburg. Regensburg 1840, S. 91 Im Jahr 1848 wurde das Wohnanwesen bei der Versteigerung durch das Königliche Landgericht Parsberg so beschrieben: „Wohnhaus mit Stall und Stadel unter einem Dache, angebautem Backofen und Hofraum...“Königlich Bayerisches Intelligenzblatt für die Oberpfalz und von Regensburg, Regensburg, 28. Juni 1848, Sp. 1075 Die Kinder gingen in dem Pfarrort Pielenhofen zur Schule.Statistik der deutschen Schulen im Regierungsbezirke der Oberpfalz und von Regensburg. Regensburg 1866, S. 397

In der Gemeinde Griffenwang im Landkreis Parsberg liegend, wurde bei deren Räumung im Zuge der Ausweitung des Truppenübungsplatzes der außerhalb des Truppenübungsplatzes liegende Ortsteil nach Beschluss der Regierung von Oberpfalz vom 25. März 1952 in die Gemeinde Reichertswinn eingegliedert; die Gemeinde Griffenwang wurde 1958 aufgelöst und 1970 ihr Gebiet von der Größe von 1344 Hektar der Stadt Velburg zugeschlagen.Jehle, S. 519, 558Ottfried Schmidt: Chronik von Velburg in der Oberpfalz, o. O. o. J., S. 161 Auch die Gemeinde Reichertswinn wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. April 1971 in die Stadt Velburg eingemeindet, die bei der Auflösung des Landkreises Parsberg im Jahr 1972 zum vergrößerten Landkreis Neumarkt i. d. Opf. kam.

Einwohner- und Gebäudezahl 1861 9 Einwohner, 2 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871 4 Einwohner, 1 Gebäude, im Jahr 1873 einen Großviehbestand von 3 Stück Rindvieh, 1900 3 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925 6 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1950 4 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1987 2 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnung.

Kirchliche Verhältnisse Durch die Erweiterung des Truppenübungsplatzes 1952 wurde die Pfarrei Pielenhofen im Dekanat Allersburg des Bistums Regensburg aufgelöst. Neudiesenhof, das bis dahin im Sprengel dieser Pfarrei lag, wurde in die Pfarrei Velburg im Bistum Eichstätt umgepfarrt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz