320x240px|mini|rechts|Golif bei der Realisierung von Der Beobachter, 2015 160x240px|mini|rechts|Character, Acryl auf Leinwand, um 2020 320x240px|mini|rechts|Der Beobachter vom Hubschrauber aus gesehen, 2016 320x240px|mini|rechts|Agrarspeicher in Korneuburg, 2017 320x480px|mini|rechts|Hauswand am Gürtel, Wien 17. Bezirk, 2019 320x240px|mini|rechts| Bei der Arbeit in der Anschützgasse, Wien 15. Bezirk, 2015 Golif ist ein österreichischer Künstler. Er ist Absolvent der Universität für Angewandte Kunst in Wien.Golif Homepage Abgerufen am 14. Juli 2019 Er gehört zu den österreichischen Vertretern der Streetart/Urban Art.Takeover im Wien Museum, auf dasbiber.at, abgerufen am 11. Mai 2020

Auffassung und Arbeitsweise Charakteristisch für Golifs einprägsamen Stil ist seine ausdrucksstarke, dynamische Strichführung.„Der Beobachter“, Profil vom 12. August 2016, dokumentiert auf der Seite des Künstlers, abgerufen am 14. Juli 2019 Dadurch erinnern viele seiner Arbeiten an ostasiatische Kalligraphie oder auch an düstere Grafik-Novels. Dargestellt werden fast ausschließlich charakteristische Gestalten und Gesichter mit stoischer Miene. Sie sind Sinnbild für das Unbekannte und Anonyme, das dem Künstler in den Menschen der Großstadt begegnet.

Zur Streetart-Szene hat Golif ein ambivalentes Verhältnis. Sein Œuvre lässt sich unter der Definition eines klassischen Künstlers, der in seinem Werk Grafik, Malerei und Skulptur verbindet, besser verorten. Dennoch arbeitet er teilweise in jenem Raum, der traditionell der Streetart zugesprochen wird.

Weitere Schnittstellen mit Streetart-Künstlern finden sich in seinem besonderen Bezug zum öffentlichen, urbanen Raum und seinen Spannungsfeldern.„Die anonyme Großstadt abbilden“, Der Standard vom 18. August 2016, dokumentiert auf der Seite des Künstlers, abgerufen am 14. Juli 2019„Vom Außerfern nach Wien: In der Stadt fand Golif seine Kunst“, Tiroler Tageszeitung, abgerufen am 14. Juli 2019

Technisch ist sein Schaffen äußerst vielfältig. Es reicht von Kartonobjekten und Grafiken, über humorvolle Übermalungen unterschiedlicher, teilweise exotischer Druckerzeugnisse bis zu großformatigen Arbeiten auf klassischer Leinwand. Schwarze Tusche, die seinen prägnanten Strich ermöglicht, ist vorherrschend. Viele Gemälde haben aber auch einen großflächigen, in kräftigen Tönen gehaltenen Farbauftrag.

Die überdimensionalen Arbeiten im öffentlichen Raum entstehen sowohl mit Pinsel und Rolle, als auch mit dem Airless-Gerät.

Werke im öffentlichen Raum „Der Beobachter“, realisiert 2016, ist Golifs aufwändigstes Werk. Es handelt sich um eine Bodenarbeit mit einer Fläche von etwa sechs Fußballfeldern. Ist man vor Ort, erkennt man lediglich schwarze und weiße Felder. Fünf Tonnen Farbe hat der Künstler dabei verarbeitet.„Urbane Salzwüste“, Wiener Zeitung, abgerufen am 14. Juli 2019„OVO JE NAJVEĆI GRAFIT NA SVETU: Velik je kao 6 fudbalskih terena i crtan sa 5 tona boje“, Kurir 18. August 2016, abgerufen am 11. Mai 2020„Neue Street Art in Wien: 30.000 Quadratmeter Kunst“, Kurier, 17. August 2016, abgerufen am 11. Mai 2020 Durch die enorme Größe lässt sich das Riesengemälde am besten vom Weltall aus erfassen.„Der Beobachter – Golif ist auf Google Earth“, Die Presse, Schaufenster, abgerufen am 14. Juli 2019

Eine großflächige Weiterentwicklung seiner charakteristischen Figuren findet sich in seinen 2.500 m² großen Wandgemälden am Agrarspeicher in Korneuburg, Niederösterreich. 2017 fertigte Golif an zwei Seiten eines landschaftsprägenden Betonturmes aus den 1970er-Jahren innerhalb von vier Wochen zwei Figuren, die im Gegensatz zum „Beobachter“ von ihrer monumentalen Standhaftigkeit und Farbgebung leben. Das Werk kann von der Donauufer Autobahn (A 22) aus betrachtet werden.„Bunt statt grau: Gemälde an Getreidespeicher in Korneuburg“, Die Presse, abgerufen am 14. Juli 2019

Zwei weitere Interventionen im öffentlichen Raum finden sich am Wiener Gürtel. Im 15. und 17. Bezirk schuf der Künstler im Jahr 2019 zwei jeweils 15 × 25 Meter große Wandgemälde an leeren Hauswänden. Die Werke sind durch ihre prominente Platzierung für alle Teilnehmer des Straßen- und Stadtlebens wahrnehmbar.„Street Art am Gürtel: Mit dem Kopf gegen die Wand“, Kurier, 17. Juli 2019, abgerufen am 11. Mai 2020

Weitere Projekte im öffentlichen Raum (Auswahl) Anschützgasse, Wien, 2015 Rochusmarkt, Wien, 2018„Neues Kunstwerk von Golif“, W24, 13. November 2019, abgerufen am 12. Mai 2020 Sonnenallee-Hermannplatz, Berlin, 2018 Naschmarkt, Wien, 2018Graffiti-Star GOLIF, meinbezirk.at, 20. November 2018, abgerufen am 11. Mai 2020 Hörtnagelstraße, Tirol, 2019 Aspern, Wien, 2020„Auf dieser Garage kann man Fußball spielen“, meinbezirk.at, 3. März 2020, abgerufen am 11. Mai 2020„Multifunktionale Garage Seehub“, a3bau.at, 26. Februar 2020, abgerufen am 11. Mai 2020 Ottilie-Bondy-Promenade, Wien, 2020"Kunst am Bau: Golif in Wohnanlage" orf.at, 21. September 2020. Abgerufen am 25. Jänner 2021 Illustrationen für die November-Ausgabe von santementale.fr, 2020"Sante" Dokumentiert auf der Seite des Künstlers, 1. November 2020. Abgerufen am 25. Jänner 2021 Breitenfurther Straße, Wien, 2021. Das Objekt erhielt den Architekturpreis „gebaut 2021“ Abgerufen am 6. Februar 2023 Grinzinger Alle, Wien, 2021. Zusätzlich zur Gebäudefassade des „Almdudler“-Firmensitzes gestalteter der Künstler auch eine „Golif Edition“ der ikonischen Limonade-Flasche."Künstler Golif interpretiert Almdudler-Pärchen neu" falstaff.at, 6. Dezember 2021. Abgerufen am 6. Februar 2023 „Der Riese von Santre“ Hotelprojekt, Brixen, 2022 Velden, Österreich, 2023

Ausstellungen 2014: Solo Exhibition, KMG Art Gallery/Wien 2015: Solo Exhibition, Tojner Collection/Wien 2015: Skulpturengarten Summerstage with Hans Kupelwieser/WienHans Kupelwieser – Street Art – Graffiti – Skulpturen, spraycity.at, 7. Juni 2015, abgerufen am 12. Mai 2020 2015: Young Art Auction by Sothebys in the Albertina/Wien 2016: Goldenes Quartier/Wien Abgerufen am 12. Mai 2020 2016: Golif Observed, Solo Exhibition, KMG Art Gallery/Wien"Der Beobachter - Riesenbild von Golif" Ö1 Kulturjournal, 17. August 2016 Abgerufen am 12. Mai 2020"Das größte Graffiti der Welt befindet sich in Wien Neu Marx", stadt-wien.at, abgerufen am 12. Mai 2020 2017: Group Exhibition, E/AB Fair, The Tunnel/New York 2017: Creau Advent. Tag der Abschaffung der Sklaverei/Wien"Golif - Tag der Abschaffung der Sklaverei" Abgerufen am 12. Mai 2020 2018: Solo Exhibition, Galerie LeContainer/Nizza 2018: Street Dreams, Group Exhibition, Le Docks Village/Marseille 2018: Group Exhibition, Galerie LeContainer/St. Tropez"Des containers dans les vignes" Abgerufen am 12. Mai 2020 2018: GOLIF, Loos Haus/Wien Abgerufen am 12. Mai 2020 2018: Luxembourg Art Fair/Luxemburg 2018: St. Art/Strasbourg 2018: YIA Art Fair/Paris 2019: Antibes Art Fair/Antibes 2019: GOLIF, KMG Art Gallery/Wien"Golif" Abgerufen am 12. Mai 2020 2019: Take Over, Group Exhibition Wien Museum/Wien 2019: Golif Solo Show, Galerie LeContainer/Nizza 2019: St. Art/Strasbourg 2020: Installation beim Thiem's Seven Tennisturnier/Kitzbühel 2021: Die GOLIF Soloausstellung, Take a Butcher’s Gallery/Düsseldorf„Die GOLIF Soloausstellung“ Abgerufen am 6. Februar 2023 2021: In Situ, Galerie LeContainer/Aix-en-Provence 2022: Finding Forte Gruppenausstellung, designforum/Wien 2023: Millstart, festival for contemporary art, Millstatt, ÖsterreichMillstart Abgerufen am 15. Jänner 2024 2023: GOLIF x Hamburg – Solo Show, URBANSHIT GALLERY, HamburgGOLIF x Hamburg – Solo Show Abgerufen am 15. Jänner 2024 2023: GOLIF – Favorit Place, ehemalige Burghardt KFZ Werkstatt, Wien

Literatur Thomas Grötschnig. Street Art Guide Vienna. Vienna Murals, Wien 2017. Thomas Grötschnig. Street Art Guide Vienna. Volume 2. Vienna Murals, Streetartbooks.eu, Wien 2017, ISBN 978-3-9504716-3-2. Karina Karadensky, Christina Koblitz, Take Over. Vienna Street Art Now, Verlag für Moderne Kunst, Wien 2019, ISBN 978-3-903320-41-3. Peter Doujak (Hrsg.), David Staretz, Jan Svenungsson, Tanja Prušnik, KP Flügel. GOLIF 13-23. Drava Verlag, Klagenfurt 2024, ISBN 978-3-99138-092-4.

Weblinks www.golif.net Art Cade podcast S04E02: GOLIF

Einzelnachweise

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