Sankt Wolfgang ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Sankt Wolfgang liegt in der Gemarkung Reichertswinn.
Geographische Lage Das Dorf liegt ca. 1,5 km nordöstlich der Stadt Velburg im Oberpfälzer Jura der Frankischen Alb auf ca. in einer Senke zwischen dem Hohllochberg () und dem Hohlsteinberg ().
Verkehr Sankt Wolfgang liegt an der Kreisstraße NM 43. Etwa 600 m nordöstlich des Ortes mündet diese Kreisstraße in die Kreisstraße NM 36.
Geschichte Das Dorf ist erstmals in einem Urbar der Herrschaft Velburg von ca. 1231 bis 1237 als „Holnsteine“ verzeichnet. 1285 besteht es aus 2 Höfen, 2 Huben und 3 Lehen, hauptsächlich im Besitz der Parsberger, 1 Hof und Lehen im Besitz der Wolfsteiner bzw. Ettenstatter.Jehle, S. 235 Spätestens seit dem 16. Jahrhundert hatte auch das Kloster Kastl Untertanen in Holnstein. Am Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Holnstein/St. Wolfgang aus fünf Anwesen des Amtes Velburg.Jehle, S. 484
Im Königreich Bayern (1806) wurden nach einer Verordnung vom 13. Mai 1808 Steuerdistrikte gebildet, darunter der Steuerdistrikt Sankt Wolfgang im Landgericht Parsberg, dem die Ortschaften Sankt Wolfgang, Sankt Colomann, Helmsricht, Grünthal/Richterhof und Sommertshof zugeteilt waren.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand daraus die Ruralgemeinde Sankt Wolfgang, aber bereits 1830 wurde diese Gemeinde mit der Gemeinde Reichertswinn vereinigt.Jehle, S. 544, 558 Dabei blieb es bis zur Gebietsreform in Bayern, als die Gemeinde Reichertswinn und damit auch das Dorf St. Wolfgang am 1. April 1971 nach Velburg eingemeindet wurden.
Einwohnerzahlen Das Dorf hatte 1836 36 Einwohner, 7 Häuser,Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 154 1861 40 Einwohner, 16 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 798 1871 41 Einwohner, 17 Gebäude, im Jahr 1873 einen Großviehbestand von 2 Pferden und 45 Stück Rindvieh, 1900 28 Einwohner, 7 Wohngebäude, 1925 36 Einwohner, 6 Wohngebäude, 1938 36 Einwohner (nur Katholiken),Buchner II, S. 698 1950 28 Einwohner, 7 Wohngebäude, 1987 28 Einwohner, 7 Wohngebäude. Heute sind 9 Hausnummern vergeben.
Kirchliche Verhältnisse St. Wolfgang gehörte bis 1574 zur Pfarrei Oberweiling, dann zur (neuen) Pfarrei Velburg im Bistum Eichstätt. Für die (Filial-)Kirche St. Wolfgang waren Kapläne zuständig. Die 1467 im gotischen Stil errichtete, 1757 barock umgestaltete (ehemalige) Wallfahrtskirche St. Wolfgang mit heute drei spätgotischen Altären gilt als Baudenkmal.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 163Buchner II, S. 700
Literatur
Weblinks Die Kirche St. Wolfgang auf der Website der Stadt Velburg Über das Hohlloch bei St. Wolfgang
Einzelnachweise
Kategorie:Katholischer Wallfahrtsort in der Oberpfalz Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Ersterwähnung 1231