Friedmar Edgar Horst Schubert, genannt Wolf Schubert, (* 28. Januar 1903 in Zennewitz; † 4. Dezember 1977 in Halle an der Saale) war ein deutscher Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Leben Ab 1922 studierte er in an der Universität Leipzig. 1945 kehrte er aus dem Exil in der Schweiz in die Sowjetische Besatzungszone zurück und wurde Landeskonservator in Sachsen-Anhalt. 1952 wurde ihm der Nationalpreis der DDR III. Klasse verliehen für seine Verdienste um die Wiederherstellung und Erhaltung deutscher Kunstdenkmale, insbesondere der Dome zu Naumburg und Halberstadt. Im September 1959 wurde er von der Funktion als Landeskonservator entbunden. Von 1961 bis 1964 leitete er die Arbeiten an „Denkmalen von besonderer nationaler Bedeutung und internationalem Kunstwert in der DDR“. Von 1964 bis 1967 war er Generaldirektor der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci.

Sein Sohn ist der Kunsthistoriker Ernst Schubert (1927–2012).

Literatur Elisabeth Hütter, Fritz Löffler (Hrsg.): Kunst des Mittelalters in Sachsen. Festschrift Wolf Schubert. Dargebracht zum sechzigsten Geburtstag am 28. Januar 1963. Weimar 1967, . Heinrich Magirius: Wolf Schubert anlässlich seines 100. Geburtstages zum Gedächtnis. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 2003, Heft 2. Schubert, Friedmar Edgar Horst gen. Wolf. In: Biographische Studien über die Mitglieder des Professorenzirkels „Spirituskreis“. Halle an der Saale 2007, ISBN 3-929887-33-9, S. 675–681. Sebastian Brather: Schubert, Wolf[gang]. In: Ders.: Archäologie und Denkmalpflege in der DDR. Institutionen, Gremien, Personen. Lukas Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86732-416-8, S. 400.

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