Dürn ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Dürn liegt in der Gemarkung Günching.

Geographische Lage Der Weiler liegt ca. 500 m östlich des ehemaligen Gemeindesitzes Günching im Oberpfälzer Jura der Frankischen Alb auf ca. . Nordöstlich zieht sich das Krondorfer Tal hin. Südöstlich fließt in nordöstlicher Richtung der Dürner Bach der Schwarzen Laber zu. Im Süden von Dürn ragt in das Tal des Dürner Baches der Dürner Berg hinein.

Verkehr Etwa 400 m von der A 3 entfernt, ist die nächste Auffahrt die Anschlussstelle 92 b (Neumarkt Ost). Von Günching und von Krondorf aus führen Ortsverbindungsstraßen nach Dürn.

Ortsnamendeutung Dürn, historisch „Durnin“, dürfte zum althochdeutschen „dorn“ das Adjektiv „durnin“ = zum Dornicht, Dorngestrüpp enthalten.Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 38 (1923), S. 17

Geschichte „Durnin“ ist erstmals um 1004 als Königsgut urkundlich erwähnt; Kaiser Heinrich II. überließ es zusammen mit dem Königsgut Mantlach der Alten Kapelle zu Regensburg.Jehle, S. 24; L[eonhard] Graf: Helfenberg. Die Burg und Herrschaft am Faden der Geschichte der Oberpfalz. [Lengenfeld] 1875, S. 133 Um 1325 war das Kloster Kastl in Dürn begütert.Jehle, S. 41 1374 verkaufte Ulrich Schenk von Reicheneck den Weiler, den er von den Ehrenfelsern zu Helfenberg hatte, an Pfalzgraf Ruprecht; auf dem dortigen Hof saß der Untertan Hausner.Jehle, S. 317 f. Im kurpfälzischen Zinsbuch von 1400/10 sind 2 Höfe zu Dürn genannt, 1622 2 Höfe und 1 Gut.Jehle, S. 320, 334 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, wies der Weiler zwei Anwesen der nunmehr kurfürstlichen Herrschaft Helfenberg, auf denen die Stigler saßen, und ein Anwesen der Hofmark Lintach auf; letzteres besaßen seit 1775 die von Gobel auf Hofgiebing zu Atzlricht.Jehle, S. 493

Im Königreich Bayern wurden nach einer Verordnung vom 13. Mai 1808 Steuerdistrikte gebildet, darunter der Steuerdistrikt Günching im Landgericht Parsberg, dem die Orte Günching, Krondorf, Dürn, Federhof, Hennenhof und Ollertshof zugeteilt waren. Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand daraus mit unverändertem Ortsbestand die Ruralgemeinde Günching, in deren Hauptort als gleichzeitiger Pfarrort auch die Dürner Kinder zur Schule gingen.Jehle, S. 533, 550 Dabei blieb es bis zur Gebietsreform in Bayern, als die Gemeinde und damit auch Dürn am 1. Mai 1978 nach Velburg eingemeindet wurden.

Einwohnerzahlen Dürn hatte 1836 30 Einwohner, 4 Häuser,Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 74 1861 23 Einwohner, 8 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871 26 Einwohner, 9 Gebäude, im Jahr 1873 einen Großviehbestand von 2 Pferden und 31 Stück Rindvieh, 1900 25 Einwohner, 4 Wohngebäude, 1925 25 Einwohner, 4 Wohngebäude, 1937 22 Einwohner,Buchner I, S. 429 1950 22 Einwohner, 3 Wohngebäude, 1987 22 Einwohner, 4 Wohngebäude.

Kirchliche Verhältnisse Der Weiler gehörte seit altersher zur katholischen Pfarrei Dietkirchen im Bistum Eichstätt. Unter Pfalz-Neuburg wurde die Pfarrei 1540 der Reformation unterworfen; die Rekatholisierung erfolgte 1626. Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen, auch die Bewohner von Dürn, vollziehen. Ende 1810 wurde Dürn zusammen mit Krondorf nach Günching umgepfarrt.Buchner I, S. 426 f., 430 Die Dürner Ortskapelle St. Maria, ein Satteldachbau mit eingezogener Rundapsis und Glockendachreiter, wurde 1895 am nördlichen Ortsrand erbaut.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 162

Literatur

Weblinks Die Dürner Ortskapelle auf der Website der Pfarrei Günching

Einzelnachweise

Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Velburg Kategorie:Ersterwähnung 1004