Bernhard Peters (* 13. September 1817 in Anklam; † 2. Mai 1866 ebendaZeitschrift für bildende Kunst. Band 1. Seemann, Leipzig 1866, , S. 79 ().) war ein deutscher Landschafts- und Vedutenmaler, Zeichner und Zeichenlehrer.
Leben Bernhard Peters war der Sohn des Superintendenten Friedrich Gotthilf Peters (1761–1829) aus dessen zweiter Ehe mit Juliane geb. Schack († 1869). Er besuchte eine höhere Bürgerschule in Anklam und anschließend das Gymnasium Stralsund.
1836 ging er nach Berlin, machte dort Vorstudien und besuchte von 1838 bis 1842 die Malakademie, wo er bei Otto Völckel studierte.Eintrag auf lempertz.com Anschließend ging er auf Studienreisen, vor allem in die Nordalpen, ins Salzkammergut und an den Hallstätter See. 1846 besuchte er das schottische Hochland und danach bereiste er Süd- und Norddeutschland. Auf diesen Reisen fand er Motive für seine Werke, die zwischen 1839 und 1848 in Ausstellungen der Berliner Akademie gezeigt wurden.Bernhard Peters auf lot-tissimo.com
Bernhard Peters wurde 1849 Zeichenlehrer am Gymnasium Anklam in der Wollweberstraße, wo Otto Lilienthal zu seinen Schülern gehörte.Lebenslauf von Otto Lilienthal auf otto-lilienthal.de Ab 1850 war er mit Charlotte Sophie geb. Koch (1813–1894) verheiratet. Mit ihr hatte er eine Tochter Anna Charlotte, die ebenfalls Malerin wurde.Steintor in Anklam auf museum-im-steintor.museumnet.euSteintor in Anklam auf nat.museum-digital.de
Peters erkrankte an einer Kehlkopfentzündung, die ihn zur Aufgabe seiner Lehrertätigkeit zwang, er malte jedoch weiter. Am 2. Mai 1866 verstarb er in Anklam an der sogenannten „Halsschwindsucht“ („Kehlkopfschwindsucht“).
Er gehörte einer Freimaurerloge an.
Werk Bernhard Peters malte in Öl und fertigte auch Tuschzeichnungen an. Seine Motive waren vor allem seine Heimatstadt Anklam, Landschaften und Ansichten hanseatischer Küstenstädte und Hochgebirgsmotive.
Mehrere bekannte Künstler fertigten nach Vorlagen von Bernhard Peters Stahlstiche, so Henry Winkles um 1840 Greifswald, Ansicht von NordostenEintrag auf hellenicaworld.com und 1841 Danzig und Kloster Oliva bei Danzig,Das 20. Jahrhundert 265 – Kunst und letzte Neueingänge. Katalog, S. 6, Nr. 33 und Nr. 34. Wilhelm Witthöft um 1840 Ruinen des Klosters Eldena,Klosterruine Eldena (= Greifswalder Beiträge.) Jahrgang 9, 2015, Sonderheft, S. 53, Bild 15. Albert Henry Payne um 1840 Die Langgasse in Danzig mit dem Rathhausthurme Das 20. Jahrhundert 197 – Die Bibliothek eines ausgewanderten Journalisten. Katalog, S. 22–23, Nr. 196. und Franz Abresch um 1850 Das Königliche Schloss zu KönigsbergDas Königliche Schloss zu Königsberg auf akg-images.de.
1844 veröffentlichte die Sundine. Unterhaltungsblatt für Neu-Vorpommern und Rügen ein Sonett an Peters nach Betrachtung einer Winterlandschaft.
Einige seiner Bilder wurden verwendet als Vorlagen für Illustrationen des zehnten Bandes Wanderungen an der Nord- und Ostsee von Wilhelm Cornelius und Theodor von Koppe des zehnbändigen Werkes Das malerische und romantische Deutschland, das von Georg Wigand verlegt wurde. Bernhard Peters war ihr Reisebegleiter.Wilhelm Cornelius, Theodor von Koppe: Wanderungen an der Nord- und Ostsee. Zweite Abteilung: Ostsee. Wigand, Leipzig 1841, S. 75 (). Ausgabe in einem Band: Olms, Hildesheim/New York 1972, ISBN 3-487-08053-2.
Der polnische Historiker und Bibliothekar Marian Pelczar veröffentlichte 1947 das Buch Widoki Gdańska z połowy XIX wieku (dt. Ansichten von Danzig aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts) mit Stichen von Henry Winkles und Albert Henry Payne nach Vorlagen von Peters.Eintrag in Rocznik Historii Sztuki (dt. Kunstgeschichtliches Jahrbuch.) Band IV. Warschau 1964, S. 237, Nr. 667.
Seine Bilder wurden unter anderem auf Kunstausstellungen in Berlin, Gotha, Weimar, Magdeburg, Stralsund, Greifswald, Rostock und Stettin gezeigt. Einige Bilder gehören zur Gemäldesammlung des Museums im Steintor in Anklam.Wilfried Hornburg: Das Anklamer Museum im Steintor – ein Streifzug durch die Geschichte. In: Mitteilungen des Museumsverbandes in Mecklenburg-Vorpommern. 27. Jahrgang, 2018, S. 70–71 ().
Im Jahr seines 200. Geburtstages fand 2017 im Museum im Steintor die Sonderausstellung Bernhard Peters – Leben und Werke eines Anklamer Malers statt.Sonderausstellung in Anklam auf pommerngeschichte.de, 30. März 2017Ausstellungseröffnung im Museum im Steintor. In: Stadtzeitung Hansestadt Anklam. 4/2017 vom 28. April 2017, S. 3.
mini|Ansicht von Anklam von Westen (um 1835) mini|Gymnasium Anklam (um 1860) Einige seiner Bilder sind:
1842: Blick von Rügen auf StralsundBlick von Rügen auf Stralsund auf auktionshaus-stahl.de 1843: Anklam Ostseite MarktEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu 1843: Anklam Westseite MarktEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu 1848: Der hohe SteinEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu 1857: Ansicht von Ziethen bei Anklam: MarienkircheEintrag auf artnet.de 1858: Ansicht von Schloss Neetzow in Mecklenburg-VorpommernEintrag auf artnet.de 1859: Winterlandschaft mit Blick auf eine Stadt 1861: GebirgslandschaftEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu 1865: Winterlandschaft mit HausEintrag auf lempertz.comEintrag auf artfoxlive.com Anklam StadtansichtEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu Prager LandschaftEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu Schloss MenzlinEintrag auf museum-im-steintor.museumnet.eu
Literatur Georg Peters: Bernhard Peters. (mit Bild, PDF; 344 kB).
Weblinks
Arbeiten von Bernhard Peters im Museum im Steintor Anklam Bernhard Peters auf artnet.de
Einzelnachweise
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