Hennenhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Hennenhof liegt in der Gemarkung Günching.
Geographische Lage Die Einöde liegt ca. 1,5 km nördlich des ehemaligen Gemeindesitzes Günching im Oberpfälzer Jura der Frankischen Alb auf circa in freier Flur, unmittelbar vor dem Talabfall zur Schwarzen Laber hin. Südöstlich steigt das Gimpelholz bis auf an.
Hennenhof ist nur 100 m von der Bundesautobahn 3 entfernt, die nächste Auffahrt ist die AS 92 b (Neumarkt Ost). Von Günching, von Krondorf und von Ollertshof aus führen Ortsverbindungsstraßen nach Hennenhof.
Geschichte Der Ort ist als „Hewnesperg“ erstmals um 1400/10 in einem Zinsbuch der Herrschaft Helfenberg aufgeführt. In dem um 1500 angelegten Zinsbuch erscheint die Ansiedelung als „Honeßperg“ mit dem Untertan Schaller.Jehle, S. 321, 325 1622 hat sich der Hofname zu „Hünersperg“ gewandelt, 1772 zu „Hienersberg“.Jehle, S. 336, 494 Am Ende des Alten Reiches, um 1800, sitzt auf dem Hof als nach wie vor Helfenbergisches Anwesen – der Größe nach ein Halbhof – der Untertan Stoll.Jehle, S. 494
Im Königreich Bayern wurde der Hennenhof Teil des neu gegründeten Steuerdistrikts Günching im Landgericht Parsberg. Mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand daraus die Ruralgemeinde Günching; die Kinder gingen zur Schule nach Dietkirchen, wo der Lehrer gleichzeitig Mesner war.Jehle, S. 533, 550; Buchner I, S. 169 f. Die Gemeinde und damit auch der Hennenhof wurden am 1. Mai 1978 nach Velburg eingemeindet.
Einwohnerzahlen Der Hof hatte 1836 8 Einwohner, 1 Haus,Th. D. Popp (Hg.): Matrikel des Bissthumes Eichstätt, Eichstätt: Ph. Brönner, 1836, S. 50 181 11 Einwohner, 2 Gebäude,Joseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871 8 Einwohner, 3 Gebäude, im Jahr 1873 einen Großviehbestand von 2 Pferden und 13 Stück Rindvieh, 1900 11 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1925 7 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1937 11 Einwohner,Buchner I, S. 171 1950 10 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1987 4 Einwohner, 1 Wohngebäude.
Ortsnamendeutung Ältere Nennungen sind „Hegenenhof“, d. i. „umhegter Hof“, und „Hengersberg“, d. i. „Hof am Abhang“.L[eonhard] Graf: Helfenberg. Die Burg und Herrschaft am Faden der Geschichte der Oberpfalz. [Lengenfeld] 1875, S. 191
Kirchliche Verhältnisse Hennenhof gehört seit altersher zur katholischen Pfarrei Dietkirchen im Bistum Eichstätt. Unter Pfalz-Neuburg wurde die Pfarrei 1540 der Reformation unterworfen; die Rekatholisierung erfolgte im November 1626. Den jeweiligen Glaubenswechsel mussten alle Untertanen, auch der Hintersasse vom Hennenhof, vollziehen.Graf, S. 191; Buchner I, S. 169, 171
Baudenkmal Das Haus Nr. 1, ein Wohnstallhaus mit Putzbänderung, stammt aus dem 18./19. Jahrhundert; es galt um 1985 als Baudenkmal. Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 162 2020 ist es in der Denkmalliste nicht erfasst.
Sage Der Hennenhof soll so heißen, weil er „nach dem verheerenden Glaubenskriege (dem Dreißigjährigen Krieg) für den Preis einiger Hennen erworben wurde.“Graf, S. 192
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ortsteil von Velburg