Die Miles M.5 Sparrowhawk (dt. Sperber) war ein einsitziges Rennflugzeug des britischen Herstellers Miles Aircraft.

Entwicklung und Konstruktion mini|Prototyp der Sparrowhawk 1949 Der Prototyp der Sparrowhawk wurde aus Komponenten der Miles Hawk für Frederick George Miles’ Teilnahme am King’s Cup Race 1935 konstruiert. Der Rumpf der Hawk wurde verkürzt, das Cockpit auf einen Sitz mit einer möglichst niedrigen Sitzposition reduziert und die Oberkante tiefergelegt. Als Antrieb diente eine spezielle, hochverdichtende Version des de Havilland Gipsy Six. Des Weiteren wurde die Spurweite des Hauptfahrwerks verbreitert.

Nutzung Das King’s Cup Race 1935 wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt, wobei am ersten Tag (6. September) für die 32 Teilnehmer ein Rundflug über auf dem Programm stand. Am zweiten Tag musste von den verbliebenen 20 Startern ein Dreieckskurs von siebenmal durchflogen werden. Obwohl Miles mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von auf der Rundflugstrecke den ersten Platz und mit auf dem Dreieckskurs sehr gute Leistungen erflog, konnte er wegen der Handicap-Regelung in der Gesamtwertung nur den neunten Platz erreichen.Alex Henshaw: Miles for the Cup! (Part 2). In: Aeroplane Monthly August 1988, S. 470–473Richard Riding: From Sparrowhawk to Sparrowjet. In: Aeroplane Monthly September 1982, S. 492–495

Weitere fünf Exemplare mit der Bezeichnung M.5A wurden ebenfalls für Teilnehmer späterer Luftrennen gebaut, von denen drei an die Eigentümer ausgeliefert wurden. Diese Maschinen erregten jedoch durch ihre Rennteilnahme wenig Aufsehen. Im Jahr 1936 nahm Victor Smith mit der Sparrowhawk mit dem Kennzeichen G-AELT am Schlesinger Race von Portsmouth nach Johannesburg teil. Er hatte jedoch hinter Salonika Probleme mit der Ölversorgung und schied schließlich in Khartum aus. Die letzten beiden Sparrowhawks wurden im Jahr 1936 gebaut, flogen jedoch nicht vor 1940. Eine der beiden Maschinen wurde vom Royal Aircraft Establishment für die Erforschung von Klappen mit hohem Auftrieb umgebaut. Später wurde sie wieder zurückgebaut und diente als Verbindungsflugzeug. Die sechste Sparrowhawk wurde mit Tragflächen kleiner Spannweite und breiten Klappen ausgerüstet und diente ebenfalls Forschungszwecken.

Der Prototyp überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde vom Testpiloten der Fairey Aviation Company C.G.M. Alington bis 1950 bei diversen Luftrennen im Vereinigten Königreich geflogen. Ende 1953 wurde er von Fred Dunkerley zu einem strahlgetriebenen Rennflugzeug umgebaut. Der vordere Rumpfteil und das Heck wurden dafür modifiziert und die Maschine mit der Bezeichnung M.77 Sparrowjet versehen. Die Sparrowjet wurde von zwei, in den Tragflächenwurzeln integrierten Gasturbinen vom Typ Turbomeca Palas angetrieben. Im Jahr 1957 erreichte sie schließlich ihr ursprüngliches Ziel und gewann das King’s Cup Race mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von .

Eine der Maschinen wurde im Oktober 1937 nach Südafrika verkauft und dort unter dem Luftfahrzeugkennzeichen ZS-ANO zugelassen. Sie wurde mit einer Cockpithaube ausgestattet und 1940 von der South African Air Force zum Militärdienst eingezogen.

Versionen M.5 Prototyp, angetrieben von einem de Havilland Gipsy Major mit , ein Exemplar gebaut M.5A Serienversion, angetrieben von einem Havilland Gipsy Major I mit , fünf Exemplare gebaut M.77 Sparrowjet Umbau der M.5, angetrieben von zwei Strahltriebwerken des Typs Turbomeca Palas

Betreiber

South African Air Force

Zivile Eigentümer Royal Aircraft Establishment

Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 1 Länge Spannweite Höhe Flügelfläche Flügelstreckung 5,7 Leermasse max. Startmasse Höchstgeschwindigkeit Dienstgipfelhöhe Reichweite Triebwerke 1 × de Havilland Gipsy Major mit

Siehe auch Liste von Flugzeugtypen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Zweistrahliges Flugzeug Kategorie:Erstflug 1935 Kategorie:Flugzeugtyp des Zweiten Weltkrieges (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Militärluftfahrzeug (Südafrika)